Fehlende EXIF-Daten:
- Blende: f4 - f8 (Blende wird am Objektiv eingestellt, in Zukunft werde ich dies notieren)
- Blitz: Ja, Nikon R1C1
- Bild-Beschnitt: kein Beschnitt
Das Bild ist eine Innenaufnahme.
Fehlende EXIF-Daten:
Das Bild ist eine Innenaufnahme.
Kommentare
ADMIN
Hallo Vera,…
Hallo Vera,
herzlich willkommen bei Makrotreff!
Eine schöne Freistellung einer Flamingoblume!
Das Motiv ist sehr harmonisch ausgeleuchtet, mit leichtem Schattenwurf, was die Plastizität steigert.
Ich gehe mal davon aus, dass der schwarze Hintergrund von Dir gewollt ist. Zumindest sollte das so sein, da er sehr auffällig und damit stark bildbestimmend ist.
Ein schwarzer Hintergrund ist von Haus aus nicht immer schlecht. Er kann beispielsweise gezielt eingesetzt werden, um den Fokus des Betrachters verstärkt auf das Hauptmotiv zu lenken ("Reduktion"). Allerdings ist er häufig auch "nur" ein Nebenprodukt beim Einsatz von Blitzen, dann oft ungewollt und unschön. Hier spielt also die Intention der Makronistin eine große Rolle: Was will sie mit dem Bild sagen?
Anmerkung: Falls Du es nicht ohnehin bereits gefunden hast: Zu dem Thema des Hintergrundes beim Blitzeinsatz in der Makrofotografie habe ich hier bei Makrotreff zwei Artikel eingestellt, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigen:
MAKRO-BLITZEN - Die Sache mit dem Hintergrund, Teil 1 und Teil 2
Dann noch eine Kleinigkeit, die aber tatsächlich nur eine Kleinigkeit ist! Das obere Ende des Kolbens (Spadix) liegt nicht mehr in der Schärfenebene, ist somit also leicht unscharf. Besser wäre es, wenn sich hier die Schärfe auch tatsächlich bis oben hin durchziehen würde. Das Betrachterauge wird sehr stark hierhin gezogen - nicht zuletzt unterstützt durch den schwarzen Hintergrund. Und dann vermisst es an dieser Kontrastkante oben dieses letzte Bisschen an Schärfe. Aber wie gesagt: Ich popel jetzt hier mit äußerst spitzer Pinzette. Es handelt sich nur um eine geringe Unschärfe.
LÖSUNG:
Entweder den Kolben exakt quer zur optischen Achse ausrichten, oder die Blende weiter schließen (mehr Tiefenschärfe), was in diesem Fall kaum ein Problem darstellen dürfte, da der Hintergrund sich in seiner schwarzen Form ohnehin nicht verändert.
FAZIT:
Ein Foto mit schwarzem Hintergrund, sehr gut beleuchtetem Hauptmotiv, guter Bildkomposition (unten ist etwas wenig Rand - wieder mit "spitzer Pinzette" betrachtet) und ansprechender Linienführung des Hauptmotivs.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland…
Hallo Roland
Herzlichen Dank fuer deinen ausfuehrlichen Bericht.
Ja, hier wollte ich den schwarzen Hintergrund um die speziellen Komplimentaerfarben gruen/rot zu betonen. Ich muss jedoch zugeben, dass ich nicht wusste dass dies verpoent ist und sogar als grässlich schwarzes Loch angesehen wird :-)
Ich bin froh um deinen Hinweis mit der Blende schliessen, wenn der HG nicht wichtig ist. Logisch, aber ich bin trotzdem nicht drauf gekommen :-) Auch die Idee, den Kolben exakt quer zur optischen Achse ausrichten nehme ich gerne an.
Erst jetzt habe ich die Artikel zum Blitzen gelesen. Da haette ich noch eine Frage: was haelst du von der Idee bei improvisierten Studioaufnahmen einen farbigen Hintergrund ( z.B.gruener Stoff oder Papier) zu benutzen?
Beim angehaengten Beispiel habe ich einen lindgruenen Pullover als HG benutzt.
Ich bin zurzeit in den Ferien ueber dem grossen Teich und habe deshalb keinen Zugriff auf meine Bilder... und auch keine Umlaute beim Text :-) Das angefuegte Bild von mir musste ich bei einem anderen Forum runterladen.
Ich weiss nicht, ob hier eine Antwort ueblich ist...
Gruss, Verena
ADMIN
Hallo Verena,…
Hallo Verena,
Klar sind hier Antworten ueblich :-).
Bitte nicht falsch verstehen: Ein schwarzer Hintergrund ist nicht von Haus aus verpoent! Nur wenn er unberabsichtigt entsteht - eben weil man sich nicht der Werkzeuge bewusst ist, wie man ihn vermeidet - , ist er in der Regel sehr unschoen. Es gibt aber durchaus gewollte und berechtigte Einsaetze für einen solchen schwarzen Hintergrund.
DAS klassische Beispiel hierfür ist eine Buchbestimmungsreihe Ende der 80ger/Anfang der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts, die sogenannten Godet-Pflanzenfuehrer. Bei dieser Buchreihe hat der französische Fotograf Jean-Denis Godet Blueten, Blaetter, Knospen oder ganze Pflanzen (je nach Buchthema) konsequent vor schwarzem Hintergrund fotografiert und praesentiert. Der Sinn dahinter war, dass nichts, aber auch absolut gar nichts von den "Objekten" abgelenkt hatte. Die Bestimmungsbuch-Reihe war sehr erfolgreich.
Also, es kommt auf die Zielsetzung an, wie so oft!
Zu Deiner Frage mit dem improvisierten Hintergrund fuer Studioaufnahmen:
Klar, das geht, aber Du musst auf einige Dinge achten. So ist beispielsweise Karton eher schwierig, wenn Du blitzt, da er das Blitzlicht oft unschoen reflektiert. Selbst matter Karton hat diese Eigenschaft. Stoff ist da die bessere Wahl.
Allerdings wirken diese Fotos schnell sehr kuenstlich, insbesondere dann, wenn der Hintergrund zu uni ist. Das sieht dann schnell fuerchterlich aus. Sehr schoen geloest ist Dein Beispiel im eingestellten Bild. Der Clou hier liegt in den hellgruenen Hintergrundbereichen - quasi entgegengesetzt zu den hellen Bereichen auf der Bluete. Das ist sehr gut geloest!
Wenn nicht geblitzt wird, geht das auch mit dem Karton sehr gut. Einen solchen Hintergrund kannst Du Dir auch sehr gut selbst "fotografieren":
Du fotografierst mit voll unscharfer Einstellung irgendetwas in der Landschaft, beispielsweise eine Hecke, einen Ausschnitt einer Wiese oder irgendetwas anderes. Das Ergebnis ist dann ein Foto mit unterschiedlichen Gruentoenen, die sehr harmonisch ineinander ueberlaufen. Der bietet sich als Abzug (matt!) dann gut für den Hintergrund von verschiedenen Naturmotiven an.
So kannst Du dann Hintergruende in allen verschiedenen Farben und Farbkonstellationen machen. Geht schnell, kostet wenig und ist super vielseitig.
Lieber Gruß,
Roland
Nochmals ganz herzlichen…
Nochmals ganz herzlichen Dank :-)
Verena
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