Ausgeschlüpft!

Verlassene Libellenhaut. Fotografiert im Studio mit Durchlicht.

Kommentare

Profile picture for user Mainecoon

Hallo, TomsOma :-)

und herzlich Willkommen! Da hast du einen tollen Fund gemacht. Wie hast du es geschafft, dieses hauchdünne Teil an einem Stück und ohne Blessuren ins Studio zu bringen? Hast du die Hülle vielleicht auch am Fundort aufgenommen?

Ich würde gern noch etwas zu den Exif-Daten wissen und dem Aufbau. Wie kann man bei solchem Gegenlicht überhaupt noch fotografieren? Das bringt mich zu dem Punkt, der mich als einziger, dafür aber richtig stört: Das grelle Licht lässt vor allem am Hüllenende die Konturen verschwimmen. Da der Rest schön scharf ist, irritiert mich das.

Ich freue mich auf weitere Fotos von dir!

Es grüßt

Mainecoon

P.S. der eine Zeitlang gebraucht hat, um den Titel des Fotos zu verstehen :-)

Profile picture for user Andreas Söll

...tja, die Hüllen findet man den ganzen Sommer an Teichrändern. Ich habe sie mitsamt dem Halm offen nach Hause getragen. Da sie sehr nah am Wasser positioniert war, war mit die Fotografiererei on Location zu anstrengend. Nachdem ich das Teil eine zeitlang hin und hergedreht habe, hatte ich die Idee:
ich wollte die Hülle zum Leuchten bringen, um die Strukturen zu betonen. So eine Art Röntgenbild. Dazu habe ich sie auf einer weißen Plexi-Platte positioniert und diese von unten angeblitzt. Fotografiert ist mit 100 ASA, 1/125s und Blende 32 mit dem 100er Makro. Die Hülle habe ich an meine Fotoclub-Kollegen weitergegeben, da sind noch mehr, auch gestackte Aufnahmen entstanden.
Danke für den Kommentar, er hilft mir, in Zukunft auf mehr Kleinigkeiten zu achten.
Der Hinweis auf diese geniale MAKROTREFF-Site kam von Docma. Ich war sofort hellauf begeistert, kann leider nicht zu dem Workshop kommen.

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo TomsOma,

ein Foto einer Libellen-Exuvie der besonderen Art – im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist ein primär künstlerisches Foto. Schon alleine die Anordnung im Bild weist darauf hin: Eine Libellen-Larve setzt sich zum Schlupf in der Regel mehr oder weniger senkrecht an einen Halm und nicht kopfüber waagerecht an die Unterseite desselben. Aber bei einer künstlerischen Interpretation wie in Deinem Bild spielt dies eine untergeordnete bis keine Rolle.

Interessant sich die Gegensätze, die Du in Deinem Foto zum Ausdruck bringst:

Auf der einen Seite wählst Du einen harten, kalten, weißen Hintergrund und "erzeugst" zudem durch die Positionierung des Halms eine harte, exakt waagerecht verlaufende Linie. Sie kann symbolisch als ebenfalls kalt, als versperrend angesehen werden und verstärkt damit die Wirkung des Hintergrunds.
Auf der anderen Seite ist da die extrem zarte, hauchdünne, filigrane, durchscheinende Larvenhaut – durch das starke Durchlicht wird ihre Zerbrechlichkeit zusätzlich betont.

Dieser starke Kontrast kann als provozierend (im positiven Sinne) wahrgenommen und gedeutet werden. Es ist aber auch die Sichtweise möglich, dass die "harten Bildinformationen" (Hintergrund und Halmverlauf) gezielt als Gegensatz eingesetzt werden, um die zarte Charakteristik der Larvenhaut besonders zu betonen. Dann steht nicht die Provokation im Vordergrund der künstlerischen Intention, sondern die In-Szene-Setzung der Larvenhaut und ihrer Besonderheit.

Welche Intention nun zutrifft, weißt nur Du...

Das sind die Inhalte und Wirkungen, die ich aus Deinem Foto "herauslese".

Technisch ist das Bild hervorragend umgesetzt.

GRATULATION zu diesem Foto mir primär künstlerischer Ausrichtung.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

[PS: Beachte bitte unsere Hinweise zum Foto-Upload hinsichtlich der Handhabung der Exifdaten.]

 

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