Ein wunderschönes Motiv, was Du da präsentierst, toll eingefangen im Gegenlicht vor einem wunderschön beruhigten Hintergrund.
Schärfe / Schärfeebene
Teile der Flügel befinden sich voll in der Schärfe, die beiden Falterköpfe liegen jedoch dahinter. Beim rechten ist dies klar, er wendet sich deutlich ab. Aber beim linken wäre es möglich – und eigentlich auch wünschenswert – gewesen.
Es sieht so aus, als ob Du die Schärfeebene etwas zu weit nach vorne gelegt hast. Ich weiß nicht, mit welcher Blende Du gearbeitet hast (Exif-Daten fehlen, siehe unten), aber es ist erkennbar, dass der Hauptteil der zur Verfügung stehenden Schärfe vor den Faltern liegt. Sie selbst werden nur noch von dem hinteren Bereich dieser Ebene erreicht. Infolgedessen sind auch nur relativ wenige Bereiche der Flügel insbesondere des linken Falters scharf.
LÖSUNG:
Du weißt natürlich selbst, was eine Schärfeebene ist und wie sie sich in ihrer Ausdehnung verhält. Aber nur soviel in Kürze zur Gegebenheit speziell bei der Makrofotografie:
Die super schmale Schärfentiefe, die uns quer durch die Makrofotografie begleitet, bleibt selbst bei relativ geschlossener Blende schmal. Sie ist dann halt ein bisschen weniger schmal als bei weiter geöffneter Blende. Sie muss also IMMER exakt ausgerichtet werden.
Bei der "normalen" Fotografie verhält sich der Schärfenpunkt zur Schärfentiefe wie 1/3 zu 2/3. Vom Schärfepunkt aus gesehen liegt also etwa 1/3 des blendenabhängigen Schärfebereichs vor und 2/3 hinter dem Schärfepunkt (Fokuspunkt).
Bei der Makrofotografie ist dies anders. Hier beträgt das Verhältnis etwa 1/2 zu 1/2; der Schärfepunkt liegt also so ziemlich in der Mitte des Schärfenbereichs.
Damit kann man ihn also, wenn man ihn ganz genau ausrichten will bzw. die zur Verfügung stehende Schärfentiefe voll nutzen will, ganz leicht hinter die vorne zur Kamera gewandte Seite des Hauptmotivs legen. Hier wäre das in etwa der Kopf des linken Bläulings. Dann wäre wahrscheinlich der gesamte Falter in der Schärfeebene gewesen – und damit auch voll scharf geworden.
"Wahrscheinlich", weil ich eben nicht die von Dir eingesetzte Blende weiß. Aber es sieht so aus wie irgendwas zwischen Blende 8.0 und knapp 16.0.
Farbwiedergabe
Das Foto hat einen auffallenden Grünstich. Der kommt eigentlich in dieser Stärke nicht von alleine. Hast Du ihn bewusst "eingepflegt"? Im Prinzip ist diese Farbverschiebung natürlich nicht "schlimm". Aber er führt dazu, dass auch die Flügel der Falter etwas verändert wiedergegeben werden. Sie sehen in der Natur etwas anders aus.
Zusätzliche Anmerkung
Ich sprach oben schon an, dass bei Deiner Bildeinstellung keine Exif-Daten übermittelt wurden. Es wäre sehr günstig, wenn Du bei weiteren Bildeinstellungen hierauf achten würdest. Sie helfen mir, ein Bild konkret einzuschätzen. Ohne diese Daten müsste ich das Spekulieren anfangen. Allzu schnell passiert es dann, dass ich Mumpitz rede – und das will hier, glaube ich, keiner :-).
Dennoch, alles in allem ein tolles Makro von einer tollen Szene!
Kommentare
ADMIN
Hallo TomsOma (genialer Name…
Hallo TomsOma (genialer Name!),
herzlich willkommen bei Makrotreff!
Ein wunderschönes Motiv, was Du da präsentierst, toll eingefangen im Gegenlicht vor einem wunderschön beruhigten Hintergrund.
Schärfe / Schärfeebene
Teile der Flügel befinden sich voll in der Schärfe, die beiden Falterköpfe liegen jedoch dahinter. Beim rechten ist dies klar, er wendet sich deutlich ab. Aber beim linken wäre es möglich – und eigentlich auch wünschenswert – gewesen.
Es sieht so aus, als ob Du die Schärfeebene etwas zu weit nach vorne gelegt hast. Ich weiß nicht, mit welcher Blende Du gearbeitet hast (Exif-Daten fehlen, siehe unten), aber es ist erkennbar, dass der Hauptteil der zur Verfügung stehenden Schärfe vor den Faltern liegt. Sie selbst werden nur noch von dem hinteren Bereich dieser Ebene erreicht. Infolgedessen sind auch nur relativ wenige Bereiche der Flügel insbesondere des linken Falters scharf.
LÖSUNG:
Du weißt natürlich selbst, was eine Schärfeebene ist und wie sie sich in ihrer Ausdehnung verhält. Aber nur soviel in Kürze zur Gegebenheit speziell bei der Makrofotografie:
Die super schmale Schärfentiefe, die uns quer durch die Makrofotografie begleitet, bleibt selbst bei relativ geschlossener Blende schmal. Sie ist dann halt ein bisschen weniger schmal als bei weiter geöffneter Blende. Sie muss also IMMER exakt ausgerichtet werden.
Bei der "normalen" Fotografie verhält sich der Schärfenpunkt zur Schärfentiefe wie 1/3 zu 2/3. Vom Schärfepunkt aus gesehen liegt also etwa 1/3 des blendenabhängigen Schärfebereichs vor und 2/3 hinter dem Schärfepunkt (Fokuspunkt).
Bei der Makrofotografie ist dies anders. Hier beträgt das Verhältnis etwa 1/2 zu 1/2; der Schärfepunkt liegt also so ziemlich in der Mitte des Schärfenbereichs.
Damit kann man ihn also, wenn man ihn ganz genau ausrichten will bzw. die zur Verfügung stehende Schärfentiefe voll nutzen will, ganz leicht hinter die vorne zur Kamera gewandte Seite des Hauptmotivs legen. Hier wäre das in etwa der Kopf des linken Bläulings. Dann wäre wahrscheinlich der gesamte Falter in der Schärfeebene gewesen – und damit auch voll scharf geworden.
"Wahrscheinlich", weil ich eben nicht die von Dir eingesetzte Blende weiß. Aber es sieht so aus wie irgendwas zwischen Blende 8.0 und knapp 16.0.
Farbwiedergabe
Das Foto hat einen auffallenden Grünstich. Der kommt eigentlich in dieser Stärke nicht von alleine. Hast Du ihn bewusst "eingepflegt"? Im Prinzip ist diese Farbverschiebung natürlich nicht "schlimm". Aber er führt dazu, dass auch die Flügel der Falter etwas verändert wiedergegeben werden. Sie sehen in der Natur etwas anders aus.
Zusätzliche Anmerkung
Ich sprach oben schon an, dass bei Deiner Bildeinstellung keine Exif-Daten übermittelt wurden. Es wäre sehr günstig, wenn Du bei weiteren Bildeinstellungen hierauf achten würdest. Sie helfen mir, ein Bild konkret einzuschätzen. Ohne diese Daten müsste ich das Spekulieren anfangen. Allzu schnell passiert es dann, dass ich Mumpitz rede – und das will hier, glaube ich, keiner :-).
Dennoch, alles in allem ein tolles Makro von einer tollen Szene!
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Das sind Hauhechelbläulinge …
Das sind Hauhechelbläulinge (Polyommatus icarus)
VG
Peter
Oh, danke für den Hinweis…
Oh, danke für den Hinweis. Da gibt es so viele ähnliche Arten, daß ich mir nie sicher bin, welche dies gerade ist.
Ja, die sind manchmal recht…
Ja, die sind manchmal recht schwierig auseinanderzuhalten.
VG
Peter
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