Gemeine Goldwespe am Bienenhotel

Sie tragen zur Dezimierung von Schadinsekten bei. Erwachsene Goldwespen verköstigen sich mit Nektar und Pollen und leisten dabei ihren Anteil an der Bestäubung der Pflanzen. Goldwespen führen ein parasitäres Dasein. Jede Goldwespenart hat sich auf bestimmte Falten- und Grabwespen oder Wildbienen spezialisiert.

Kommentare

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Hallo Johannes,

sehr schöne und nicht ganz einfach zu fotografierende Insekten, diese Goldwespen.

Ehe ich ins Detail gehe, bitte ich Dich, noch etwas zur Entstehung des Fotos zu erzählen. Es handelt sich um einen Focus Stack. Wie hast Du ihn erstellt? Freihändig? Mit Makroschlitten? Aus wie vielen Einzelfotos besteht er?

Ich habe eine weitere Bitte: Wäre es möglich, dass Du das Foto in einer höheren Auflösung einstellst?  Die Mindest-Kantenlänge sollte 1800 Pixel (längere Kante) betragen. Bitte siehe hierzu unsere Hinweise zum Foto-Upload.
Ich benötige die größere Einstell-Größe, um mehr Details aus dem Foto herauslesen zu können. Ansonsten rutschen meine Aussagen zu rasch ins Reich der Spekulationen – und das wollen wir alle nicht :-).

Dann widme ich mich gerne ausführlich diesem tollen Foto.

Lieber Gruß,

Roland

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Sorry, ich habe da wohl einiges nicht gelesen und kann auch keine genaueren Angaben mehr machen. Das Bild ist ein Stack welches ich mit der Kamera im Modus Bracketing-Focus vom Stativ gemacht habe. Die einzelnen Bilder habe ich mit Helicon-Focus gestackt. Bei den nächsten Bildern werde ich die Regeln besser beachten.

LG Johannes

 

 

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ADMIN

Wirt-Parasit-Beziehungen

Hallo Johannes,

wie gesagt, was ich oben auf Deinem Bild bei der kleinen Größe erkennen kann, sieht gut aus. Gerne kannst Du es nochmals größer einstellen.

Übrigens: Goldwespen parasitieren bei Grabwespen, solitären Faltenwespen und Wildbienen. Somit dezimieren sie keine Schadinsekten. Ihre Wirtstiere sind häufig selbst seltene und bedrohte Insektenarten. Kommt deren in der Regel spezialisierter Goldwespen-Parasit vor, ist das eine tolle Sache, und zwar deshalb, weil es ein Indiz dafür ist, dass die Wirtspopulation in einer relativ stabilen Größe vorliegt. Anderenfalls kann sich keine spezialisierte Parasitpopulation aufbauen.

Aber auch im anderen Fall – beispielsweise bei der Parasitierung von Blattläusen durch Schlupfwespen – spricht man nicht mehr von der Dezimierung von Schadinsekten. Wirt-Parasit-Beziehungen gibt es in einer lange Zeit unterschätzten, extrem großen Häufigkeit insbesondere im Insektenreich und ist einer der wesentlichen Bestandteile biologischer Vielfalt, also der Biodiversität. Und genau die ist heute hochgradig gefährdet.

Viele dieser Parasitierungen laufen übrigens für uns Menschen verborgen ab, weil die meisten Parasit-Insekten sehr klein sind und unauffällig leben. Es setzt sich immer mehr das Wissen durch, dass sowohl die Wirt- als auch die Parasitpopulationen von einem ausgeprägten und ungestörten Wirt-Parasit-Verhältnis abhängen. Somit gehören diese Wirt-Parasit-"Paarungen" zur biologischen Vielfalt und bedingen in hohem Maße die Stabilität von Ökosystemen.

Ich freue mich auf Deine nächsten Bilder...

Lieber Gruß,

Roland

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