Libellen

Hallo Roland,

hab's wieder versucht ,Libellen zu fotografieren.

Bis auf den Hintergrund (das "Ausbessern" muss ich noch lernen) ist das ,dass beste Ergebnis.

Also die Libelle meine ich, ist ok so ,oder?

Lade es lieber mal auf Bildbesprechung hoch,bin mir nämlich nicht sicher.

LG

Geli

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ADMIN

Hallo Geli,

das Foto ist "fast" ok. Die Libelle ist im vorderen Bereich (Kopf) nicht ganz scharf. Sie sitzt leicht schräg, die volle Schärfe liegt auf dem Hinterleibsende (Abdomen).

Auch ist das Foto leicht überschärft. Dies kann an den Einstellungen der Kamera liegen. Hinzu kommt, dass es ohnehin schon relativ starke Kontraste hat (siehe unten), die den Effekt einer (Über)Schärfung noch erhöhen.

Aber das "Hauptproblem" bei diesem Foto ist das relativ harte Licht. Die Sonne "verbrennt" die pinken Blüten ja fast! Dadurch gibt es super starke Kontraste, und in den hellen Bildbereichen ausgefressene (rein weiße) Stellen.

Der Hintergrund ist so lala. Er ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Diese seitlich ins Bild kommenden "dunklen Finger" sind nicht wirklich schön - aber auch nicht killermäßig schlecht. Nun hast Du aber hinsichtlich Deiner Kamera-Einstellungen alles richtig gemacht: das Zoomobjektiv in die Telestellung gebracht (dadurch möglichst ruhiger Hintergrund), die Blende relativ weit geöffnet (dadurch den Hintergrund nicht noch schärfer gestaltet - andererseits aber eben auch etwas zu wenig Tiefenschärfe bei der leicht schräg sitzenden Libelle). Hier beißt sich der Fuchs in den Schwanz! Optimierst Du das Eine noch etwas mehr, rutscht Dir dafür das Andere weiter runter. Die Situation ist also kaum besser zu lösen.

TIPP:

Versuche, Dich von vornherein auf Motive zu konzentrieren, hinter denen der Hintergrund (Blätter, Wiese, Gebüsch oder sonst was) möglichst weit weg ist. Dann hast Du beim Fotografieren mehr Spielraum bei der Wahl der Blende. Die kannst Du dann beispielsweise auch mal etwas mehr schließen und damit das Mehr an Tiefenschärfe "einfahren", ohne dass der Hintergrund gleich störend unruhig wird.

Manchmal ist es besser, viel Zeit in die Suche des Motivs zu investieren, als nachher unter maximal suboptimalen Bedingungen an einem suboptimalen Motiv stundenlang rumzufriemeln - mit kompromiss-belasteten Ergebnissen! Das kann unbefriedigend sein.

Dabei kann es natürlich andererseits auch mal passieren, dass man nach stundenlangem vergeblichen Suchen genervt und demotiviert nach Hause kommt, ohne mal so richtig auf den Auslöser gedrückt zu haben. Wie man´s macht, muss jeder selbst wissen. Aber ich denke, es ist wichtig, sich dieser Problematik erst einmal bewusst zu sein!

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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