Pentatoma rufipes, Rotbeinige Baumwanze, Shinestacker

So langsam finde ich mich in mein neues Kamerasystem der Alpha 6700 und dem 🔭 Sony FE 100mm f2.8 macro gm oss Objektiv ein. Dieses Bild ist auch ein Freihandstack (an denen ich mich gerade versuche) mit dem Autostacker in Kombination mit dem Shinestacker durchlaufen gelassen. Wie ich finde eine sehr gute Kombination, funktioniert in den meisten Fällen echt sehr gut. Dazu die Raynox DCR 250 Linse und Diffusor von Cygnustech mit dem Godox v860iii Blitz. 

Kommentare

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ADMIN

Hallo Sascha,

Du hast einige Stacks eingestellt – und es ist ersichtlich, dass Du Dich zunehmend in diese Technik einarbeitest. Kurz ein Hinweis zu diesem Wanzenstack:

Der Stack selbst ist relativ sauber – bis auf eine Zone rechts neben dem oberen Wanzenauge. Dort ist eine schmale, querverlaufende unscharfe Zone sichtbar. Hier fehlt also eine Aufnahme in der Stackreihe, bzw. der Abstand zwischen zwei Einzelfotos war etwas zu groß.

Das ist einer der entscheidenden Punkte, auf die man insbesondere beim Freihandstacken sehr genau achten muss. Es müssen sich ALLE Einzelfotos minimal überlappen, damit solche "Fehlstellen" nicht entstehen. Beim Rest der Bildfläche ist Dir das sehr gut gelungen, aber diese eine Fehlstelle ist leider vorhanden.

Einen weiteren Aspekt spreche ich an. Du hast eigentlich den gesamten Wanzenkörper durchgestackt (also in die Schärfe gesetzt). Oder doch nicht? Die Schärfe fängt unten im Bild bzw. vorne an der Wanze direkt voll an. ABER: Der letzte obere Bereich der Schulter ist in Unschärfe. Hier gilt das Prinzip:

Entweder klar das ganze Tier stacken, oder wirklich eindeutig nur bestimmte Teile des Tiers (z.B. die Augen).

Bei diesem Bildbeispiel hier bedeutet das nicht, dass auch noch das rechte Bein, das weit unterhalb der Wanze liegt, mit in die Schärfe geholt werden sollte. Die Körperoberfläche jedoch sollte von vorne bis hinten scharf sein. Warum? Weil Du eben bereits unten im Bild mit voller Schärfe anfängst. Deshalb geht der Betrachter davon aus, dass dies auch bis zum oberen Bildrand der Fall ist. Dort jedoch endet die Stackreihe.
Dieser letzte Aspekt ist hier eine Kleinigkeit, fällt aber trotzdem auf. Deshalb spreche ich es an.

Sehr deutlich ist die reflex-minimierende Wirkung des eingesetzten Diffusors. Es sind keinerlei störende Reflexe vorhanden (die bei der Körperoberfläche dieser Wanze sehr schnell auftreten), allerdings fehlt dadurch dem Bild auch ein wenig Brillanz.
Ich spreche hier einen Grundlagenaspekt an. Aktuell besteht die allgemeine Tendenz, mit starken Diffusoren zu arbeiten. Sie sind sehr wirksam, aber es sollte immer bedacht werden, dass auch in der Natur – selbst bei bedecktem Himmel – immer ein gewisser Grad von Reflexen vorhanden ist. Und diese Reflexe machen ein Foto in der Regel auch erst dynamisch und plastisch. Die Kunst liegt also weniger im kompletten Vermeiden von Reflexen, sondern im raffinierten Steuern bzw. Dosieren derselben.

Noch ein kurzer Hinweis zu den anderen von dir eingestellten Stacks: Bei einigen dieser Stacks sind recht deutlich Halos zu sehen – z. B. beim Bild "Skorpionfliege" – hier vor allem entlang der Beine und Flügel. Diese Halos lassen sich kaum vermeiden. Da hilft nur intensive Nachbearbeitung.

Insgesamt gefallen mir Deine Stackfotos sehr gut. Sie zeigen Deine intensive und kontinuierliche Beschäftigung mit dieser tollen Fototechnik :-).

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland 

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