Hallo Leute, nach dem ganzen Regen der letzten Tage, habe ich mich mal an einen Regentropfen am Spinnennetz versucht.
Viele Grüße
Ralf
Hallo Leute, nach dem ganzen Regen der letzten Tage, habe ich mich mal an einen Regentropfen am Spinnennetz versucht.
Viele Grüße
Ralf
Kommentare
ADMIN
Hallo Ralf,…
Hallo Ralf,
das ist genau der richtige Weg: Macht das Wetter nicht mit, fotografiert man eben - das Wetter! Auch bei so genanntem "schlechten" Wetter ergeben sich eine Menge tolle Makro-Motive. Man muss eben nur das jeweilige Wetter annehmen ...
Zum Regentropfen-Bild:
Um dieses Motiv toll abzulichten, ist es besser, größere Tropfen zu suchen. Die hängen dann meist an ihrer "Aufhängung" etwas herab, sodass sich im Inneren des Tropfens eine größere, undurchbrochene Spiegelfläche ergibt. Hierbei ist es dann wichtig, dass das im Tropfen gespiegelte Bild so etwa in der gleichen Schärfenebene liegt wie die "Aufhängung" - hier in Deinem Fall der Spinnenfaden.
Bei Deinem Bild ist der Spinnenfaden außerhalb des Schärfepunktes und dadurch ein breiter, unschöner Balken (bedingt durch seine Unschärfe), der sich auch noch durch das sehr kleine Spiegelbild im Tropfen durchzieht. Es ist völlig korrekt, dass Du die Schärfe auf das Motiv im Spiegelbild der Tropfen gelegt hast, aber es ist eben etwas zu klein und wird durch den (breiten) Balken gestört.
Sehr schön ist die exakt parallele Ausrichtung der Kamera auf die quer verlaufende "Perlenschnur", sodass alle Tropfen die Schärfe auf dem richtigen Punkt haben.
TIPP also:
Erst mal einen großen Tropfen suchen, der schön frei hängt und gleichzeitig ein ansprechendes, am besten farbiges Motiv (zum Beispiel eine Blüte) spiegelt - das ist gar nicht so einfach!
Dann dieses Motiv mit relativ großem Abbildungsmaßstab mit verschiedenen Blendenstufen ("Blendenreihe") fotografieren und die Ergebnisse anschließend vergleichen.
Das ist ein klassisches Motiv extremer Abbildungsmaßstäbe! Mit dem Sigma 105er Makro geht das, wenn Du es auf die vollen 1:1 stellst. Hier eventuell sogar noch einen Zwischenring dazwischen schrauben - aber nicht mehr! Sonst geht die Qualität zu sehr flöten. In Verbindung mit dem Zwischenring kommst Du dann sogar so Richtung 2:1 - das ist sehr gut! Hier aber die Blende nicht mehr viel weiter als auf 9, max. 11 schließen - sonst "krümmt Dich die Beugung" zu stark! Das wird oft unterschätzt.
So, wenn Du das alles hast, kommt ein tolles Foto eines ostfriesischen Tropfens raus! Du wirst Deine Freude haben ... :-) !
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
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