tragopogon pratensis - wiesenbocksbart

Kamera: Olympus E-M5MarkII
Objektiv: Olympus M.60mm F2,8 Macro
Blende: f4
Zeit: 1/800 sec.
ISO 200
Blitz: nein
Stativ: nein
Crop: von 4:3 auf 3:2 bei Erhalt der langen Kante
Aufnahmedatum: 24.06.2018
Aufnahmeort: Nienhagen/Ostsee

Kommentare

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ADMIN

Ein sehr interessantes Bild mit toller Bildidee!

Hallo rtg,

herzlich willkommen bei Makrotreff!

Dies ist eine sehr schöne Bildidee: ein Ausschnitt des fruchtenden Wiesenbocksbarts. Und genau diese Bildidee bzw. deren Umsetzung ist das Hauptthema dieses Fotos.

Bildidee

Du hast mit Blende 4.0 eine sehr geringe Schärfentiefe gewählt. Mittels dieser Methode kann man den Blick des Bildbetrachters auf einen bestimmten, eng begrenzten Bereich lenken. Die Frage ist: auf welchen Bereich?

Du hast Dich für die Spitzen der Samen-Fächer entschieden. Um dies zu erkennen, muss man sich das Bild einige Sekunden anschauen. Das hat zwar seinen Reiz, dauert aber eben auch seine Zeit – und viele Betrachter werden vorher "abschalten".

Nun gibt es in Deinem Bildausschnitt noch eine andere Struktur, die sehr auffällt und ebenso attraktiv ist: Es sind die drei Zentren, denen die Samen-Fächer entspringen. Sie wirken wie Augen, die in den Vordergrund blicken.
Die verwendeten Begriffe weisen bereits in eine Richtung: Zentren, Augen. Dies sind für uns sehr positive Begriffe, ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich, machen neugierig. Und genau dorthin würde ich die Schärfe legen, und zwar genau so, dass unter Beibehaltung des von Dir gewählten Ausschnitts alle drei Augen in der Schärfeebene liegen. Dort ist etwas mehr "Masse" und mehr Kontrast als auf den Samen-Fächern. Dort sind kleine dunkle Kreise, aus denen strahlenförmig Linien führen. Hier kann der Schärfepunkt angreifen, hier hat er im gesamten (wunderschönen) Weiß des Bildes etwas, was er hervorheben kann. Der Bildbetrachter wird sofort erkennen, was der Makronist ihm zeigen will, Irrtum ausgeschlossen :-).

Ein tolles Motiv, fotografiert auf eine interessante Weise, die eine intensivere Betrachtung und Auseinandersetzung mit dem Gezeigten ermöglicht.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

 

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