Schlupfwespe – Korrektur: Honigbiene

Ich glaube zumindest, daß es eine Schlupfwespe ist, die ich da mit dem Olympus OM Zuiko 90/2 beim Stehlen erwischt habe.

Kommentare

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ADMIN

Hallo Klaus,

du hast hier eine Honigbiene fotografiert – ich korrigiere dies im Titel.

Die Schärfe sitzt nicht ganz auf deren Kopf, sondern kurz davor auf ihren Flügeln und den Staubgefäßen der Malvenblüte. Da musst du sehr aufpassen: Die offene Blende 2.0 dieses tollen Objektivs ist gnadenlos. Sie liefert eine extrem schmale Schärfeebene... :-).

Liebe Grüße

Roland

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Makronist

Hallo Roland,

jetzt sehe ich es auch und Du hast natürlich recht! Und „gnadenlos“ ist der richtige Ausdruck für das, was dieses Objektiv drauf hat. Es scheint mir schärfer zu sein als mein früheres Sony 105/2.8-Makroobjektiv. Jetzt müsste es nur noch das Bokeh so abliefern wie sein Stallgenosse, das 55mm f1.2! Aber dann wäre es vermutlich unbezahlbar….

Vielen Dank und beste Grüße

Klaus

 

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ADMIN

Hallo Klaus,

ja, die Schärfe des OM 2.0/90er Makro ist gewaltig – und legendär! Es war zu seiner Zeit das Referenzobjektiv unter den ± 100er Makroobjektiven.

Aus heutiger Sicht ist seine hohe Schärfe in Verbindung mit einer exzellenten Brillanz so attraktiv, weil es sich um eine echte optische Schärfe handelt – im Gegensatz zu der "rattenscharfen" digitalen Schärfe heutiger Objektive. Bei ihnen kommt die Schärfe nicht mehr von den Gläsern, sondern von der Verbindung Gläser und Software; sie wird also zu einem sehr großen Teil gerechnet. Und das sieht man. Die Fotos, die mit Objektiven mit digitaler Schärfe gemacht werden, sind zwar super scharf, weisen aber auch eine gewisse Kälte auf.

Zum Bokeh:

Das OM 2.0/90mm Makro ist nicht in der Lage, ein solches oder ähnliches Bokeh wie das OM 1.2/55mm zu erzeugen. Das liegt daran, dass es bereits deutlich zu gut korrigiert ist. Es erschien Anfang der 80ger Jahre und steht für einen großen Sprung in der Objektiventwicklung. Mit neuen Berechnungen und der Verwendung neuer Materialien entstanden Gläser, die das Ende der "Vintage-Objektive" nach heutiger Sicht bedeuteten.

Das OM 2.0/90er Makro ist also eigentlich kein Vintage-Makroobjektiv mehr für den Bereich, für den wir alte Objektive einsetzen. Es befindet sich eher auf Augenhöhe mit modernen Objektiven der heutigen Zeit, obwohl es bereits über 40 Jahre alt ist. Das zeigt, auf welch hohem Niveau dieses Objektiv damals bereits war.

Ich setzte dieses Objektiv auch tatsächlich als modernes und nicht als Vintage-Objektiv ein. So habe ich beispielsweise die Titelseite der MAKROFOTO-Spezial – Natur im Garten mit diesem Objektiv gemacht: das Porträt einer Zauneeidechse. Dieses Foto zeigt deutlich die Abbildungscharakteristik und -leistung dieses Objektivs. Beachte diese extrem gute Schärfe; sie ist eine "warme" Schärfe, lässt aber hinsichtlich ihrer Ausprägung keine Wünsche offen. Die Hintergrundunschärfen sind eher homogen – ähnlich wie bei modernen Objektiven.

Fazit:

Du wirst dich also vergebens mühen, mit diesem Objektiv Bildergebnisse zu erzielen, die deutlich in die Kategorie "Malen mit der Kamera" fallen. Dafür ist es aber ein absolut hervorragendes Makroobjektiv mit der seltenen Blende 2.0 !

Liebe Grüße

Roland

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