Ein Rapsweißling (Pieris napi) dreht seine Runden

Hallo Ihr Lieben,

Diesen Rapsweißling habe ich auf einem Restbestand der immer weniger werdenden Futterwiese aufgenommen.

Das Foto wurde Nachmittags bei etwas Teil Sonne aufgenommen und ist auf das Format 16:10 zugeschnitten worden, leicht gedreht wegen den Blüten und ein kleiner Teil der Blüten die etwas angeschnitten waren habe ich weg Retuschiert. Das Format habe ich so gewählt, da der Falter mit den Blüten und dem gedrehten Winkel meiner Meinung nach so am besten zur Geltung kam. Ach so den kleinen Besucher habe ich beinahe vergessen, leider weiß ich nicht was das für einer genau ist.. :-)

Ich hoffe es gefällt euch..

Liebe Grüße sendet Christine :-)

 

Canon Eos 80D

Freihandaufnahme

Kommentare

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ADMIN

Hallo Christine,

der "kleine Besucher" rechts neben dem Falter ist eine Wanze, wahrscheinliche eine Weichwanze (Miridae). Mehr ist leider nicht zu erkennen.

Die Bildaufteilung ist gut gelungen, sieht ansprechend aus. Auch das gedämpfte Sonnenlicht macht sich sehr gut. Die Farben kommen sehr neutral zur Geltung. Bleibt das Thema

Schärfe:

Das Foto ist scharf - so würden und werden das wohl die meisten Betrachter wahrnehmen. Betrachtet man es sich aber ganz genau, stellt man fest, dass es wieder einmal diese ganz geringen Verwacklungsunschärfen aufweist, die ich immer "Mikro-Unschärfen" nenne. Sie sind als solche kaum erkennbar, "verschlucken" aber die feinsten Details und verhindern, dass ein Foto knackscharf wird. Also auch hier wieder der Hinweis: Deine Optik kann mehr!

Wie ist das zu lösen?

Klar, viele würden jetzt sagen: Doppelbein-Stativ rausholen, dasselbe einbetonieren, Kamera drauf, 50 kg Reissack auf die Kamera - dann wackelt nichts mehr.

Das ist quatsch! Denn die Kamera kann noch so stabil positioniert werden - was nützt es, wenn das Motiv wackelt? Und wir sind hier in der Natur, dort, wo ein Falter nachmittags auf einer langstieligen Pflanze sitzt und seine Flügel wie ein Segel im Wind wirken. Selbst bei Windstille (oder das, was wir als Windstille empfinden und so dann auch benennen würden) wackelt das Teil. Da hilft ein Stativ aber auch sowas von überhaupt nicht! Außerdem wollen wir ja fotografieren und nicht zentnerweise Fotozubehör und Baumaterial durch die Landschaft kämpfen. Was kann man also machen?

Hier gibt´s wohl nur eine Lösung: Mehrere Fotos machen, und dabei hoffen, dass eines exakt im Wechsel der Miniatur-Wackelbewegung entsteht, also dann, wenn das obige Gebilde (Falter + Pflanze) bei seiner minimalen, kaum oder nicht sichtbaren Wackelbewegung an einer Seite ankommt, kurz stehen bleibt und dann wieder zurück"wackelt". In diesem kurzen Moment des Richtungswechsel ist eine winzige Zeit Stillstand. Wenn das Auslösen genau in diese Phase fällt, ist das Foto knackscharf.

Weitere Voraussetzungen:

  • Die Verschlusszeit muss natürlich passen. Deine 1/400 Sekunden sollten hier aber reichen. Klar, eine kürzere Zeit wäre von Vorteil, führt aber zur ewigen Abwägung mit höherem ISO-Wert und/oder offenere Blende. Spielraum beim Foto oben wäre allenfalls noch bei der Blende gewesen, weil das Hauptmotiv (Falter) relativ zweidimensional ist. Die Blüten allerdings wären dann schnell aus der Schärfeebene entschwunden. Also ist dieser Punkt Abwägungssache.
     
  • Die Optik muss gut sein - das ist bei dem von Dir verwendeten Objektiv der Fall.
     
  • Und nun kommt der Hauptpunkt: Übung, Übung und nochmals Übung! Eine "ruhige Hand" und das Auslösen im richtigen (Mikro-)Moment lassen sich üben. Gib hier nicht auf. Sei großzügig mit Dir, denn das dauert einige Zeit. Aber es lohnt sich.
    Du bist eine Viel-Fotografiererin, gehst also oft raus und beschäftigst Dich häufig und intensiv mit dem Thema (Makro-)Fotografie. Das ist gut, und das ist auch DEINE Chance. Denn dies gibt Dir die tolle Möglichkeit, viel und häufig zu üben. Bleib also dabei. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, im Rahmen der Freihandfotografie effektive Stabilisierungstechniken anzuwenden und zu üben. Bei den Workshops ist dies immer wieder Thema - Du bist hier also in guter Gesellschaft.
    Für Dich sollte es durchaus überlegenswert sein, ob Du zukünftig Zeit und Geld verstärkt in schweres Equipment investieren willst, das Du dann zeitlebens rumschleppen kannst, oder ob Du zukünftig Deine Zeit in diese oben beschriebene Übung steckst und so das Problem deutlich reduzierst. Ich (!) wüsste, was ich täte :-)...

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Hallo Roland,

Ja da hast du wohl recht und das macht mir auch Mut das es irgendwann durch genug Übung richtig funktionieren wird. Ich Danke dir sehr und werde dran bleiben und weiter üben und umsetzen was du oben geraten hast. Auf jeden Fall. :-)

Ich nutze eigentlich so oft es geht die Gelegenheit Fotos zu machen und meine ganze Freizeit geht da eigentlich drauf. Es macht mir aber auch sehr viel Spaß und lässt mir keine Ruhe bis ich zufrieden bin.

Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich vielleicht irgendwann halt nur Nebenberuflich mal ein paar Fotos versuchen, aber das wird wahrscheinlich mein Traum bleiben.

Ich lade die Fotos immer sofort auf den PC und wenn es nicht so geworden ist, bzw. ich nicht 100% zufrieden mit meinen Aufnahmen bin und die Gelegenheit draußen noch greifbar ist, dann gehe ich sofort nochmal hinaus und wiederhole die Aufnahmen.

Gestern habe ich auch zuerst etwas Schwierigkeit gehabt auf den Astern verschiedene Tagpfauenaugen richtig zu treffen. Erstens die Astern waren immer angeschnitten weil die so nah zusammen wachsen und die Tagpfauenaugen mit den Bienen und Schwebfliegen im Wechsel schwirrten nur so von einer Blüte zur anderen, da wusste man gar nicht welchen man zuerst Fotografieren soll. Bis dann alles so war und die Astern wenigstens so angeschnitten waren das man es soweit sehen konnte und auch das Pfauenauge richtig saß und ich zufrieden war dauerte es schon eine weile.

Das Foto das mir am besten gefallen hat lade ich nachher noch in der Galerie hoch. Du brauchst aber nicht gleich etwas dazu schreiben, denn ich möchte dir nicht so viel arbeit machen.

Liebe Grüße sendet Christine

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ADMIN

Hallo Christine,

Deine Einstellung zur Fotografie in Verbindung mit Deiner Vorgehensweise wird Dich weiterbringen und Dir noch viele Freuden bescheren. Viele Menschen fotografieren – und finden ihre Fotos immer gut, sind oft sogar der Meinung, ihre Fotos seien stets die besten im Vergleich zu denen anderer. Dagegen ist nichts einzuwenden. Schließlich ist es toll, wenn man Gutes in der eigenen Arbeit erkennt und dieses Gute auch gut sein lässt. Es motiviert, wenn man seiner eigenen Arbeit positiv gegenübersteht.

Allerdings bedeutet - und das sehe ich immer wieder als Folge solcher Einstellungen - dieses Vorgehen Stillstand. Eine Weiterentwicklung zu einer noch besseren Arbeit, sprich zu noch besseren eigenen Fotos, ist nahezu ausgeschlossen. Es ist erstaunlich, wie resistent Menschen mit einer solchen Einstellung hinsichtlich Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die das Leben so bietet, sind. Selbst, wenn man von diesen Menschen aktiv gebeten wird, etwas zu ihren Werken zu sagen, laufen Anregungen gnadenlos ins Leere. Da kann man sich den Mund fusselig reden... Aber wie gesagt, solange diese Menschen ihre Bildergebnisse nicht tatsächlich verbessern wollen, ist dies in Ordnung so.

Deine Vorgehensweise ist sehr erfolgversprechend: fotografieren – Feedback am Rechner oder sonst wo (z.b. auch bei Makrotreff) holen – sofort wieder raus zur "Kreativ-Wirkungsstätte" – neu Gesehenes oder neu Erfahrenes versuchen umzusetzen. Und nun steht über dem Ganzen:

Sich dabei immer wieder an den eigenen Ergebnissen und Fortschritten erfreuen!

Das ist DAS Erfolgsrezept für eine tolle, motivierende, Freude bereitende und erfolgreiche Beschäftigung mit der (Makro-)Fotografie.

Ich gebe Dir Brief und Siegel: Du wirst eine tolle Zeit als Makronistin vor Dir haben – mit jetzt schon guten (Makro-)Fotos, die zukünftig noch besser werden.

Lieber Gruß,

Roland

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Hallo Roland,

Ja so sehe ich das auch, da kann ich nur zustimmen.

Ich finde es schon sehr wichtig auch mal Verbesserungsvorschläge anzunehmen, nur so bildet man sich weiter. Ich schaue mir zB. die Fotos von anderen immer sehr gerne an und es gibt viele Fotos die mir auch sehr gut gefallen, aber man erkennt schon sofort ob sich einer dabei Mühe gegeben hat oder nur mit dem Handy knipst. Wobei das natürlich jedermans Entscheidung ist und ich niemand deshalb verurteile, das habe ich früher auch viel öfter so gemacht, aber seit ich die Kameras habe und auch auf die Qualität der Fotos sehr viel wert lege zumindest bei meinen eigenen, könnte ich mit einer Handy Kamera nur noch sehr wenig anfangen.

Ich habe mittlerweile schon Fotos gelöscht welche die ich mit den Canon Kameras gemacht habe die vielleicht erst ein paar Wochen alt sind, oder ein paar Monate, weil sie mir plötzlich nicht mehr gefallen haben, der Fokus vielleicht nicht so ganz gesessen hat, oder anderes. Zu der Zeit als ich sie gemacht habe da waren sie noch sehr gut für mich, aber wenn man sich weiterentwickelt und neues dazugelernt hat das soll natürlich jetzt nicht eingebildet klingen, so meine ich das nicht dann gefällt einem das von früher meistens nicht mehr so gut. 

Deshalb ich möchte mich auf jeden Fall noch weiterbilden und nehme jederzeit gerne Verbesserungsvorschläge an und bin sehr Dankbar dafür. Ich glaube man lernt nie aus..

Liebe Grüße

Christine

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