Wespen, Faltenwespen, Feldwespen, Polistes

Was mir bisher nicht aufgefallen ist das Wespe nicht gleich Wespe ist. Die Augen und die Fühler sind völlig unterschiedlich.

Kommentare

Profile picture for user Chris Tine

Hallo Karl,

ja es gibt sehr viele verschiedene Arten von Wespen und den meisten Menschen fällt das leider gar nicht so besonders auf, da hast du schon Recht.

Bei allen drei Fotos ist die Blende die du genommen hast etwas zu knapp gewesen, denn die Fühler sind teilweise schon aus der Schärfeebene draußen und unscharf. Blende 8 wäre da sicher besser gewesen um wenigstens den gesamten Kopf mit den Fühlern zusammen scharf zu bekommen.

Bei dem einen Foto hast du eine Marienkäfer Larve mit auf das Bild gebracht. (von hinten). Die Blätter der Zwetschgen sind teilweise sehr nah vor dem Objektiv gewesen und verdecken deshalb das Motiv bzw. einige Körperteile der Wespen wie zb. die Beine, so das die Wespen teilweise etwas unscharf versteckt dahinter sitzen.

Vom Weißabgleich und vom Kontrast her würde ich nochmal austesten. Ich habe hier mal einiges versucht. Farblich und Kontrastmäßig könnte man beim RAW sicherlich aber noch etwas mehr herausholen, denn der Weißabgleich stimmte auch nicht so ganz, besonders bei dem Foto mit den zwei Wespen. Da geht es ziemlich ins grünliche und das Gelb der Wespen kommt daher nicht so gut zur Geltung. Wenn es ins Weislichere geht, dann sieht man die gelb schwarze Zeichnung der Wespen besser.

Vom Beschnitt her habe ich mal versucht alle Wespen soweit es ging in den Goldenen Schnitt zu setzen. (Die Arten kann ich Dir leider alle nicht so sicher bestimmen bevor ich dann falsch liege sollte das Roland lieber machen.)

Bei neuen Fotos die Du irgendwann machst wäre es besser gleich auf den goldenen Schnitt zu achten, denn man muss sonst einfach zu viel beschneiden um einen Goldenen Schnitt hineinzubekommen und die Bildqualität leidet dann sehr. Vergleiche die bearbeiteten Fotos mal mit den anderen oben, dann siehst du in etwa wo der Fokuspunkt mit den Wespen beim Goldenen Schnitt sitzen muss, bzw. wie die Kamera dann in etwa ausgerichtet gewesen wäre wenn du gleich den Goldenen Schnitt beim Fotografieren gemacht hättest.

Liebe Grüße und ein Frohes neues Jahr!

Christine

 

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Makronist

Hallo Christine

Vielen Dank für deine Mühe. Wie Du weist stammen die Bilder aus dem letzten Sommer. Da habe ich über das Thema Bildgestaltung nicht nachgedacht sondern war froh ein Insekt halbwegs scharf auf dem Chip zu haben. In Zukunft werde ich mich bemühen der Bildgestaltung schon bei der Aufnahme etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. 

Grüße und ein gesundes 2018

Karl

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ADMIN

Hallo Johannes_BW1,

jawohl, sehr schön, dieser kleine "Wespen-Überblick".

Kurz zu den Arten (alle fotografierten Wespenarten gehören der Familie der sozialen Faltenwespen (Vespidae) an. Ich erweitere dies entsprechend in der Überschrift zu Deiner Einstellung):

Das erste Foto zeigt eine männliche Feldwespe (Polistinae), wahrscheinlich eine Art der Gattung Polistes, hier eventuell Polistes dominulus, die Gallische Feldwespe bzw. Haus-Feldwespe. Mit 100%iger Sicherheit kann ich dies anhand des Fotos nicht bestimmen.

Vergleiche hierzu:

http://www.naturbildarchiv-guenter.de/fotos/polistes+dominulus-fotos-1.htm

insbesondere:

http://www.naturbildarchiv-guenter.de/fotos/RG153680-polistes+dominulus-foto.htm
 

Auf Bild zwei hast Du zwei soziale Faltenwespen (Vespidae) erwischt. Eine sichere nähere Bestimmung ist kaum möglich, dafür bräuchte man die Gesichtszeichnung beider Individuen sowie die Rückenzeichnung der oberen Wespe.


Das dritte Foto könnte das Weibchen von der Haus-Feldwespe (Polistes dominulus) sein. Das kann ich aber nicht sicher sagen, da die Polistes-Arten allgemein eine starke Variabilität aufweisen.


Alle fotografierten Wespen bauen Wabennester, wobei die Nester der auf dem mittleren Foto abgelichteten Art die größten sind (Polistes-Arten bauen eher kleinere Nester). Bei ihnen sind die Wespen auch am aggressivsten. Dagegen sind die Polistes-Arten äußerst friedlich. Manchmal fliegen sie etwas schwerfällig, dafür aber um so neugieriger vor des Makronisten Gesicht hin und her, um es eingehend zu betrachten. Was sie sich dabei dann so alles denken – keine Ahnung :-). Sie sind jedenfalls faszinierende Makromotive.

Noch ein ergänzender Hinweis zur Schärfe:

Beim mittleren Foto sitzt die Schärfe gut, bei den beiden Polistes-Arten hast Du das Wespengesicht nicht exakt getroffen. Diese nicht ganz korrekte Platzierung des Schärfepunktes ist das eigentliche Problem. Die Schärfentiefe der von Dir eingesetzten relativ offeneren Blende hätte aufgrund des relativ geringen Abbildungsmaßstabes dann ausgereicht, wenn der Schärfepunkt perfekt platziert worden wäre.

Außerdem sind bei diesen beiden Fotos Spuren einer zu heftigen Bildnachbearbeitung in Richtung Schärfen und Entrauschen zu sehen.

Das von Dir verwendete Super-Objektiv (40-150mm f/2.8) kann auf jeden Fall deutlich mehr!

Alles Übrige wurde oben bereits besprochen.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Makronist

Hallo Roland

Vielen Dank für die Hinweise zu den Wespen Arten. Mir ist erst bei der Vorbereitung für den Makrotreff  aufgefallen das diese sich erheblich unterscheiden.

Die Bilder selbst hatte ich mit einem sehr hohen Iso Wert aufgenommen damit ich mit der Belichtungszeit runter konnte. Trotzdem war das Histogramm nur zu 75% ausgenutzt, mit Folgen für die Bildbearbeitung. Danach habe ich immer dem Ringblitz benutzt und für das nächste Jahr eine Art Zangenblitz zusammengebaut. Das sollte mir das Einfrieren der Bewegung vereinfachen.

Das Objektiv ist sicher super aber auch etwas kopflastig. Deshalb werde ich wohl für solche Aufnahmen eher ein Makro benutzen.

Grüße

Karl

Übrigens hat die zweite Wespe eine sehr ähnliche Rückenzeichnung,

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ADMIN

Hallo Karl,

ja, die Linse ist etwas kopflastig. Das liegt natürlich an der phantastischen festen Lichtstärke von f/2.8. Natürlich ist ein Makroobjektiv fast immer besser für Makrofotos als so ein universelles Zoom. Dennoch verfügt es über eine hervorragende optische Qualität.

Ich bin sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse mit Deiner zusammengebauten "Art Zangenblitz". Klingt spannend.

Lieber Gruß,

Roland

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Makronist

Hallo Roland

Das ist nichts Besonderes. Das sind zwei leichte Blitze die mit Gelenkarmen rechts und links neben der Kamera montiert werden, Angesteuert wird per Funk und Slave. Belichtet werden soll nicht frontal sondern von der Seite als Aufhellblitz, Da die Gelenkarme so flexibel aber auch etwas störrig sind muss die Positionierung auf einem Stativ erfolgen. Der Betrieb erfolgt dann ohne Stativ. Ich bin selbst gespannt.

Grüße

Karl

 

 

 

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ADMIN

Hallo Karl,

das klingt gut. Es geht ja auch nicht darum, etwas "Besonderes" zu haben. Im wahrsten Sinne des Wortes "im Fokus" liegt das Ergebnis! Und je einfacher man ein tolles Ergebnis erreicht, umso besser. Komplizierte Lösungen erweisen sich häufig nicht als die besten.

Viel Spaß beim "Makroblitz-Fotografieren"!

Lieber Gruß,

Roland

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