Werkstatt-VINTAGE-Makrofoto

Hummel im Anflug

Endlich ist es mir auch mal gelungen, ein Insekt im Flug zu erwischen. Sogar mit dem Ross 1.9 / 25 mm mit einem Zwischenring und somit ziemlich nah dran. Zum Glück hat sich die Hummel dieselbe Blüte ausgesucht, auf die ich scharf gestellt hatte. Etwas schade finde ich den weißen Fleck unterhalb der Blüte. Ich habe es leider nicht geschafft, ihn unsichtbar zu retuscheln.

Wer bin ich?

Auf dem Weg zu dem ehemaligen Sandabbaugebiet war ich eigentlich an einem Brombeerstrauch stehen geblieben, als ich ein deutliches Brummen vernahm. Vor mir blieb das Tierchen in de Luft stehen, beobachtete mich, rauschte an mir vorbei, nur um kurz danach wieder vor mir, diesmal schon etwas näher, in der Luft zu stehen. So ging es eine ganze Weile und bei jedem Mal war es näher dran. Als ich ca. 30-40 Meter weitergegangen war, stand es plötzlich wieder vor mir in der Luft. Es war mega spannend und auch ein bisschen gruselig.

Im Sand

Aufgenommen in demselben ehemaligen Sandabbaugebiet wie die Libellen.

Die Wespe (Bild 1) kam, nachdem sie sich an meine regungslose Anwesenheit gewöhnt hatte, immer wieder zu dem Tunneleingang und schmiss etwas Sand hinaus. Das war sehr interessant zu beobachten. Irgendwann hat sie es mit der Buddelei allerdings etwas übertrieben und das Gebilde stürzte ein.

Zwischenzeitlich gesellte sich die weiße Fliege (Bild 2) dazu. Die fand ich sehr hübsch.

Rechtfertigung für den Einsatz eines Vintage-Objektivs: kein anderes dabei gehabt. ;-)

Libellen

In einem ehemaligen Sandabbaugebiet befindet sich ein kleiner See. Die Libellen sind dort zahlreich vertreten. Vielleicht kann sie jemand genauer bestimmen?

War bei Bild 1 und 2 (Trioplan 2.8 / 100 mm) der Einsatz eines Vintage-Objektivs berechtigt? Ja - denn ich hatte kein anderes dabei. ;-)

Bild 3 (Cyclop 1.5 / 85 mm) ist schon ein paar Tage älter, an demselben See bei Sonne. Hier bin ich gar nicht sicher, ob das Libellenauge nun scharf ist oder nicht, so durchleuchtet, wie es ist. 

Hingabe

Am Wegrand vormittags im Wald: eine kleine federbeinige Tanzfliege genießt voller Hingabe den Nektar des Storchschnabels. Um mit dem Rüssel bis auf den Grund der Blüte zu gelangen,"kniet" sie sich für kurze Zeit in den Kelch und stützt sich dabei mit den Vorderbeinen ab.

Für mich war es faszinierend zu beobachten, mit welcher Leidenschaft die kleine Fliege bei der Nahrungssuche vorgeht.

Beschnitt: 10-15%, Belichtungskorrektur: -1, Zwischenring 

 

 

Morgens um 6 in Deutschland

Liebe Makro-Vintage-Verrückten,

zuerst nochmal ein herzliches Dankeschön für das tolle WE in Breisach. Ich hatte sehr viel Spass mit euch! Wie sollte es auch anders kommen: nach dem Vortrag von Roland war ich natürlich noch mehr angefixt und dachte mir so: ich brauch noch dringend Alternativen zu meinem geliebten Trioplan. Also auf die Suche gemacht und mir das Helios 44-2 geholt. Als I-Tüpfelchen hab ich dann noch die vordere Linse ausgebaut und umgedreht eingesetzt. Wenn schon, dann richtig verrückt sein.