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1 JahrHallo zusammen.
Ich bin Wolfgang. Ich fotografiere aus Leidenschaft schon seit meiner Jugend (2006). Es hat nicht direkt mit einer Kamera im klassischen Sinn begonnen, sondern mit einem Sony Ericsson K800i Handy mit 3,2 Megapixel und Xenon-Blitz.
Im Hof eines alten Schulgebäudes in der Pfalz, bei meinem besten Freund, entstand das erste Foto. Es war ein Hinterhof ohne Dach. Eine Sandsteinwand, an der eine alte rote Holztür abgestellt wurde. Der Schatten fiel eindrucksvoll nach links, und eine kleine gelbe Blume in einem Sandsteintrog stand rechts von der Tür. Diese Szene, dieses Motiv sehe ich noch genau vor mir, als wäre es gestern gewesen. Das ist jenes Bild, welches, so glaube ich, in mir den Wunsch nach mehr ausgelöst hatte. So startete das Thema Fotografie für mich.
Nach Jahren der Knipserei mit dem Handy und einer Digitalkamera meiner Eltern musste früher oder später eine eigene erste Kamera gekauft werden. Diese wurde mir von meinen Eltern zum Start meiner Ausbildung als Hotelfachmann geschenkt. Ich weiß noch, wie mich meine Mutter im Fotogeschäft fragte: „Was stellst du dir beim Fotografieren eigentlich vor, was interessiert dich?“
Ich wusste damals noch nicht, was mich genau interessierte, beziehungsweise welchen Weg ich genauer favorisieren wollte. Ich sagte, ich wollte immer selbst beim Fotografieren die Dinge sehen und anderen zeigen, die man sonst nicht gesehen hätte. Da sagte der Verkäufer etwas über Makrofotografie. Genau das, wonach ich gesucht hatte, ohne zu wissen, dass es das überhaupt gibt.
Es wurde eine Nikon D5000 mit einem Tamron SP 90mm f/2.8 Di MACRO 1:1 Objektiv. Dazu gab es noch einen Fernauslöser, eine Tasche und ein auch bei mir heute noch sehr beliebtes Stativ von Manfrotto.
So startete alles.
Nach etwas Ausprobieren merkte ich, dass mehr dahintersteckt, als nur auf einen Knopf zu drücken. So besuchte ich einen Kurs, um mich mit der Kamera und den Basics vertraut zu machen. Belichtung, Blende, Bearbeitung – das war alles weit von dem entfernt, was ich wusste. Aber der Kurs war die perfekte Entscheidung. Am Ende wusste ich sogar, dass es eine blaue Stunde gibt. :)
Mittlerweile geht es mit einer Nikon Z8 vor die Tür, und die Ausrüstung hat auch zugelegt.
Wenn ich mit der Kamera unterwegs bin (gefühlt immer, wenn es vor die Tür geht), ist das auch meine Art, dem Alltag zu entfliehen.
Für mich ist die Fotografie eine perfekte Möglichkeit, mal abzuschalten.