Die letzten Wespen

Lieber Roland,

vor ein paar Tagen habe ich diese Wespe entdeckt. Sie hat am Waldrand eine Art größeren Felsstein angeflogen.

Es kam mir so vor als ob sie dabei irgendetwas gesucht hätte.

Ich Denke es war wohl nicht nur die Sonne um sich einen wärmenden Platz zum hinsetzen zu suchen, den sie dann auch genossen hat.

Mitten drin ist sie immer Mal auf einer Stelle mehr herum geschwirrt als geflogen und hat mit ihren Fühlern und dem Kopf eng am Stein etwas gesucht. Dabei hat sie ihre Hinterbeine weggestreckt und das habe ich auch noch auf einem anderen Foto aufnehmen können.

Der Kontrast der Wespe mit dem Stein war nicht so deutlich zu erkennen, das war eine sehr gute Tarnung für sie. Die Sonne kam größtenteils von vorne und von der Seite und das kleine grüne Moos als kleiner hingucker kam mir da gerade sehr recht.

Ich habe das Foto wieder Hochkant aufgenommen und oben und rechts nur wenig beschnitten.

Ich hoffe es gefällt Dir :-)

 

Liebe Grüße und einen schönen Abend

Christine

 

Canon Eos 80D

Freihandaufnahme

Kommentare

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ADMIN

Hallo Christine,

jawohl, ein schönes Hochformat mit ansprechender Bildaufteilung. Gefällt mir gut!

Gut war, dass es sich bei der Sonne um eine nicht so starke Sommersonne handelte. Dadurch wirken die Kontraste nicht so stark. Dennoch weisen die Bereiche, die im Schatten liegen (z.B. Bauchunterseite der Wespe und der von ihr beschattete Stellen auf dem Stein), bereits nicht durchgezeichnete, dunkle Partien auf. Dadurch leidet ein wenig die Brillanz.

Das Ganze wird zusätzlich gefördert durch den ISO-Wert 640. Höhere ISO-Werte führen bei Sonnenschein meist zu einer etwas flaueren Bildwiedergabe. Es ist ratsam, deshalb bei Sonnenschein eher zurückhaltend mit höheren ISO-Werten umzugehen – selbst auch dann, wenn z.B. infolge niedrigen Sonnenstandes wenig Licht vorhanden ist.

Das wird wohl eine der letzten noch aktiven Wespen in diesem Jahr gewesen sein. Die meisten sterben zum Winter ab, nur die Königinnen überwintern, um im Folgejahr wieder einen neuen Staat zu gründen.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Lieber Roland,

ja die Gegenlichtaufnahmen oder allgemein die Aufnahmen in der Sonne sind nicht immer so einfach, auch in der nachbearbeitung was den Kontrast dann ausmacht.

Aber es stimmt schon die Sommersonne wäre hier noch viel härter gewesen als die Novembersonne, das ist mir auch aufgefallen besonders wenn ich einige Fotos vom Sommer im nach hinein mal vergleiche.

Ich hatte in solchen Situationen schon mehrmals überlegt eventuell gleich von der anderen Seite zu fotografieren, (Sonne im Rücken) das ist aber oft leichter gesagt als getan, da hätte ich bei dieser Distanz selber einen Schatten auf die Wespe geworfen, oder das Objektiv hätte schon genug abgeschattet.

Das nimmt dann immer ziemlich viel Licht weg und da geht dann unter Iso 1600 gar nichts mehr.

Ich hatte von früher noch Fotos, wo zb. eine Wespe auf einer Schafgarbe sitzt und halb von meinem Schatten oder dem Objektiv abgeschattet wird. Das hatte mir dann auch nicht so besonders gut gefallen.

Wäre das dort auch eine gute Lösung gleich eine niedrige Iso zu verwenden trotz dem wenigen Licht (bei Abschattung in der Sonne) und dann hinterher wieder in Lightroom aufzuhellen, wenn das Licht nicht bei Iso 100-400 gereicht hat?

Ich habe wie gesagt früher einige solcher Bilder gehabt wo ich von der anderen Seite, also Sonne im Rücken fotografiert und dabei Schatten geworfen habe und dann aufhellen musste, wenn ich die Fotos unbedingt behalten wollte.

Das ist dann aber alles ziemlich Glanzlos gewesen und ich habe die Fotos dann irgendwann gelöscht als ich genug neuere hatte. Bei Begrenzter Auto Iso hat das meistens Iso 1600 erreicht und bei selbst gewählter Iso 100 - 800 da war es aber oft noch viel zu dunkel.

Also ich meine damit, wenn das Motiv komplett abgeschattet liegt (trotzdem niedrige Iso, oder gilt das dann nur in der Sonne wie bei diesem Foto?). (Für solche abgeschatteten Situationen hatte ich mir nämlich extra den Blitz mit dem Diffusor gekauft.)

Den Blitz hatte ich aber leider dieses Mal nicht mit dabei gehabt, sonst hätte ich die Wespe eventuell von der anderen Seite fotografiert und hätte das fehlende Licht dann damit gut ausgleichen können, weil der Blitz auch sehr gut Synkronisiert ist.

Aber dabei wäre sie wahrscheinlich ganz schnell weg geflogen. Ich habe mich sowieso ganz vorsichtig ohne Schatten zu werfen erstmal auf die andere Seite geschlichen. Da waren noch einige Schwebfliegen an der Steinwand und die hätten sofort mit Wegfliegen reagiert.

Eine andere Lösung mit der niedrigeren Iso im Gegenlicht, so wie Du hier gemeint hast habe ich dabei nicht bedacht. Ich werde das aber auch ohne Wespe bei nächster Sonne mal dort am Stein ausprobieren. Dann hänge ich mir so eine Art Attrappe mal dort hin.

Danke lieber Roland, ich bin sehr froh das du meine Bilder begutachtest.

Ich habe noch ein Foto vom selben Tag an diesem Stein mit einer Schwebfliege mit Iso 200 gemacht, ich werde es mal einstellen dann kann man das eventuell gut vergleichen.

Und ja das ist wirklich sehr schade dass es jetzt keine Wespen mehr gibt und das die alle sterben müssen. Irgendwie alles total traurig, auch wenn es von Natur aus so sein muss. (Leider!) Draußen ist alles voll Schnee, aber was dabei trotzdem noch ganz lustig ist, die Senfblüten sind noch Schneefrei und warten.. vielleicht kommt doch noch mal eine Wespe vorbei. ;-)

 

Ganz liebe Grüße

Christine :-)

 

 

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Hallo Roland,

hier habe ich noch mal die Schwebfliege am selben Felsstein, wie die Wespe diesmal mit Iso 200. Einmal leicht in RAW bearbeitet bzw. entwickelt mit geändertem Weißabgleich und aufgehellt und einmal einfach nur aus Lightroom exportiert. Beide Dateien habe ich etwas kleiner eingestellt. Der eine Fuß und die Flügelspitze ist nicht ganz scharf, aber es soll ja auch nur mal ein Vergleich sein. Was meist Du dazu?

Liebe Grüße

Christine

 

 

Profile picture for user Andreas Schuster
Erstellt von Karin Lenz (nicht überprüft) on Mo., 18/12/2017 - 20:03 Permalink

Hallo Christine,

 

sehr schönes Foto! Es handelt sich um eine ziemlich frisch geschlüpfte Drohne, also ein Männchen, erkennbar an den langen Fühlern. Es wird wohl auf der Suche nach einer Jungkönigin sein. Frisch geschlüpft, weil die Härchen so schön zu sehen sind und aufrecht stehen. Nach einiger Zeit sind die Tiere völlig haarlos, weil die empfindlichen Härchen brechen. Allerdings wenn es schon sehr kalt ist, sind die Chancen gering, noch eine Partnerin zu finden. Die Art der Wespe kann ich leider nicht bestimmen, dazu müßte ich die Kopfvorderseite sehen. Ich denke Deutsche Wespe oder Gemeine Wespe.

Sei nicht traurig, die verpaarten Königinnen verkriechen sich im Winter und wenn sie überleben, beginnt der Zyklus im nächten Jahr von neuem.

Viele Grüße

Karin

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Hallo Karin,

Danke für deinen lieben Kommentar und ich freue mich das es dir gefällt !

Und ja das wird bestimmt so sein, vielleicht ist sie sogar an diesem Felsstein geschlüpft, denn es war dort ein kleines Loch. Ich habe noch ein Foto wo die Wespe mehr von Vorne drauf ist, etwas seitlich aber man kann den Kopf von vorne teilweise erkennen.

Ich hänge das Foto unten noch mal an es ist vergrößert das man es besser sehen kann.

Viele Grüße

Christine

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