Hallo Roland,
die Blüte dieser Glockenrebe konnte ich recht gut Freistellen ,allerdings sind die Wassertropfen am Stengel nicht ganz scharf, aber vom Gesamtbild finde ich, ist es ganz gut gelungen.
Ich bin gespannt auf deine Bildbeurteilung .
LG
Geli
Kommentare
ADMIN
Hallo Geli,…
Hallo Geli,
Du liegst mit Deiner eigenen Einschätzung ziemlich richtig. Die Blüte ist schön freigestellt, und sie ist gut ins Bild gesetzt. Dadurch, dass sie leicht geneigt nach (links) unten "schaut", wäre es noch vorteilhafter gewesen, sie wenig mehr nach oben zu platzieren, dann hätte sie noch wirkungsvoller "ins Bild hinein geschaut". Im Moment ist oben mehr "Rahmen" als unten. Umgekehrt wäre besser.
Die Perspektive passt ebenfalls gut; die Glockenreben-Blüte ist ziemlich genau quer zur optischen Achse.
Du hast auch richtig gesehen, dass die Tropfen nicht in der Schärfe liegen. Dennoch liegt die Schärfe nicht falsch, da sie auf der vorderen Fläche der Blütenblätter und der grünen Kelchblätter liegt. Das Problem liegt in der zu geringen Tiefenschärfe - bedingt durch die offenste Blende bei 146mm Brennweite.
Aber wieder schrittweise:
Du hast Dich entschieden, die lange Brennweite 146mm Deines Zooms zu nutzen. Das ist gut! Unter anderem deswegen hast Du diesen super weichen Hintergrund! Darüber "sprachen" wir in den vergangenen Wochen bereits. Hierfür mitverantwortlich ist aber auch der Abstand von der Blüte zu den hinter ihr liegenden Strukturen, denn: je weiter die weg sind, desto unschärfer (beruhigter) werden sie abgebildet.
Nun hast Du aber auch bei der höchsten Brennweiten-Einstellung die relativ geringste Tiefenschärfe. Deshalb ist es hier sinnvoll, nicht die offenste Blende zu wählen. Gehe in so einem Fall (relativ "dicke" Blüte, stark dreidimensional, Tropfen liegen hinter der Ebene der Blüten-Vorderseite) möglichst in Richtung Blende 5,6 oder 8. In diesem Beispiel wären dann die Tropfen ebenfalls scharf abgebildet worden. Den Spielraum hierzu hättest Du gehabe:
1. wegen vorhandener Luft nach oben bei ISO-Zahl - hier zur Not auf 200 oder 400 gehen;
2. wegen sehr ruhigem Hintergrund. Bei einer geschlosseneren Blende wäre hier der Hintergrund zwar durchstrukturierter wiedergegeben worden, aber das wäre immer noch voll im akzeptablen Rahmen gewesen.
3. Verschlusszeit von 1/400 Sek. ist relativ komfortabel. Du hättest auch versuchen können, eine 1/200 Sek ruhig zu halten. Klappt das nicht, wie gesagt: ISO-Zahl rauf - oder mehr stabilisieren - siehe hierzu TIPP 1 - Drei-Punkt-Auflage bei Deinem Alpenveilchen-Bild. Hilft das alles nicht, muss ein Stativ her. Geht das auch nicht, weil z.B. die Pflanze windbedingt zu sehr wackelt: Pflanze stabilisieren. Geht das nicht: Kamera zurück in die Tasche packen und der Pflanze beim Trocknen und Blühen zuschauen - und sich trotzdem freuen :-).
Du siehst also, es führen mal wieder ´ne Menge Wege nach Rom!
Weiterer Hinweis zur offensten Blende:
Ein Objektiv zeigt seine beste Qualität nie in der offensten Blendeneinstellung! Vielmehr werden bei voller Offenblende die Schwächen der Optik sichtbar. In der Regel reicht das Abblenden um eine volle Blendenstufe, um die Abbildungsqualität deutlich anzuheben - oft reicht auch schon das Schließen um eine 2/3 Blendenstufe!
Das trifft im Grundsatz mehr oder weniger für ALLE Objektive zu, insbesondere bei qualitativ schlechteren und/oder Zoomobjektiven.
Die Merkmale dieser Qualitätsminderung bei voller Offenblende sind beispielsweise leichte Unschärfen und reduziertere Brillanz. Und gerade dieser letzte Punkt ist bei Deinem Glockenwindenbild sichtbar: Das sieht so´n bisschen so aus wie durch die Erbsensuppe gezogen :-).
LÖSUNG: Versuche generell, die volle Offenblende zu vermeiden (Einsatz nur in "besonderen" Situationen). Blende um 2/3 oder 1 Blendenstufe ab, um die volle Qualität der Optik nutzen zu können.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland, sorry,einen…
Hallo Roland, sorry,einen Teil hatten wir ja schon Besprochen gehabt,hab ihn leider wieder nicht umgesetzt.Ich glaube, das ist zur Zeit mein Hauptproblem. Danke für die Bildbeurteilung. LG Geli
ADMIN
Hallo Geli,…
Hallo Geli,
sei beruhigt, das ist völlig "normal". Genau so geht´s fast allen: Man lernt die Eigenheiten der Makrofotografie Stück für Stück kennen, freut sich jedes mal, wenn ein weiterer Schritt kapiert und vollzogen ist - und dann kommt der Punkt, bei dem man mehrere Sachen zusammen bringen muss, und das auch noch vor dem tatsächlichen Motiv! Es scheint verhext zu sein: Während man vorne dazulernt, scheint man in gleichem Maße nach hinten zu vergessen.
LÖSUNG:
Auch hier gibt´s eine Lösung.
Ich freue mich auf Deine nächsten Fotos!
In diesem Sinne weiterhin so ein "Gutes Licht" wie bisher,
Roland
Hallo Roland,…
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