Meine Frau kam vom Gassigehen mit dem Hund zurück und hatte ein schönes Spinnennetz mit Tautropfen daran gesehen, also machte ich mich auf. Ja, wo ein Netz ist, ist bestimmt auch eine Spinne, und da hing doch auch was...ha ja eingewickelt, aber wo ist gnädige Frau? Ich fand sie etwas versteckt in der Falte eines eingerollten Blattes, und Frau Spinne hatte großen Appetit....
Als ich später nochmal an Netz vorbeischaute, war die Beute weg und Spiderwomen saß in ihrem Blatt, sie gab mir nicht die Chance ihr Antlitz zu fotografieren, abe ich bleibe dran!!!
Objektiv mZuiko f2,8 60mm Macro
Da die Datei um die 7MB hatte und sich nicht hochladen ließ, habe ich das Foto kleiner zugeschnitten.
Kommentare
ADMIN
Hallo Erimue,…
Hallo Erimue,
jou, der Dame scheckt´s!
Das ist ein sehr attraktives, aber recht schwierig umzusetzendes Motiv. Bei einem Tier mit Beute (egal, ob Insekt, Spinne oder Löwe) ist sowohl der Jäger also auch seine Beute Hauptmotiv. Das bedeutet, dass der Betrachter eines Fotos gerne beides betrachten möchte - und zwar scharf!
Und das ist genau das Problem. Da allgemein (und natürlich auch hier) gilt, dass das Auge eines Tieres in der Schärfeebene liegen MUSS, befindet sich in der Regel die Beute räumlich mehr oder weniger vor dieser Ebene. Infolgedessen ist sie dann sehr schnell außerhalb der Schärfeebene und somit nur als unscharfer Flätsch zu sehen.
Hier bei diesem Foto ist es ähnlich. Teile der Beute sind zwar scharf, aber erstens nur Teile, die kaum Genaueres erkennen lassen. Und zweitens ist der größte Teil der Beute unscharf - und leider auch noch genau der Teil, der im Vordergrund, also am nächsten zum Bildbetrachter, liegt.
Hinzu kommt, dass die Spinne selbst ebenfalls zum Teil verdeckt ist - und hier leider ihr wichtigster Teil, nämlich das Gesicht mit den Augen und Mundwerkzeugen. Du beschreibst diesen Umstand sehr schön oben in Deinem Bildtext. Und mit dieser guten Beschreibung versteht man dann auch dieses Bild. Aber diese Beschreibung muss tatsächlich zum Bild mitgeliefert werden.
Also, lange Rede, kurzer Sinn: tolle Story, und fotografisch das rausgeholt, was ohne viele weiteren Aufwendungen möglich war.
Ansonsten gilt bei einem solchen Motiv: Auge und möglichst die Mundwerkzeuge (das Hauptmotiv ist ein fressendes Tier!) müssen scharf sein. Zusätzlich muss die Beute als Teil des Hauptmotivs sehr überlegt in die Schärfeebene mit eingebracht werden. Funktioniert das mit "herkömmlicher" Technik nicht, ist dies ein klassischer Fall für Schärfentiefenerweiterung mittels Focus Stacking. Denn in der Regel bewegt sich die Spinnen-Dame während ihres Mahls recht wenig. Da kann man gut auch freihändig eine Stackreihe erstellen.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
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