ab und an wundere ich mich ja schon ein wenig: erstens über Deine wenig aussagenden Bildüberschriften, denen Du anscheinend wenig oder keine Bedeutung beimisst, und zweitens über Deine Einstellung zu dem, was Dich kreuchend und fleuchend umgibt.
Kurz zur Erklärung:
Anscheinend ist es Dir egal, WAS Du fotografierst. Anders kann ich mir Deine Bildunterschriften wie Schmetterling (bei einer Art, die ständig hier gezeigt wird, sogar bereits von Dir selbst fotografiert und von mir bestimmt wurde), Teich 4, 5, 6... (bei Fotos von Libellen, ohne weitere Angaben), Blümchen oder, wie hier bei diesem Bild, Weiße Spinne (diese Spinnenart oben im Bild, die Veränderliche Krabbenspinne, hatten wir bei Makrotreff in den vergangenen Wochen mehrfach ausführlich in Bild und Text vorgestellt) nicht erklären.
Ich wundere mich insofern ein wenig darüber, dass Du einerseits so viele Makrofotos von Dich umgebenden Kleintieren machst, während Du andererseits bestimmte Artengruppen dieser Kleintiere als "Schädlinge" wahrnimmst oder beispielsweise die Veränderliche Krabbenspinne zwecks Erstellung eines Fotos "in die richtige Position schubst".
Eine Frage, die mich ehrlich interessiert: Warum fotografierst Du eigentlich Kleintiere (Insekten und Spinnen)?
Danke für deinen Kommentar. Es freut mich sehr Das du dir die Bilder ansiehst und wie zuletzt geschehen auch zum dazugehörigen Umfeld Stellung beziehst. Da kann man Deine Meinung teilen, was ich weitestgehend tue, oder auch nicht.
Den Bildüberschriften messe ich nur geringe Bedeutung bei. Mir ist bis heute nicht klar ob man nicht immer den Gleichen nehmen kann. Auch warum man ich glaube bei nachträglich eingefügten Bildern 2x kommentieren muss.
Zu den Mehrfacheinstellungen kann ich so richtig keine Bemerkung machen. Ich habe eine Menge, zum Teil recht gute Aufnahmen von Kaisermänteln gemacht, und bin mir jetzt nicht sicher ob ich sie hier zeige.
Wie du weist betreibe ich Astrofotografie.Jetzt kommt es vor das ich ein Objekt im laufe der Jahre mehrfach aufnehme. Entweder weil die Aufnahmen nicht mehr den Ansprüchen genügen oder auch mit anderen Geräten und oder RGB/ Schmalbandtechnik. Trotzdem lösche ich, und auch viele Andere, nichts von der Homepage.
Da kann dann jeder sehen wie man sich über viele Jahre weiterentwickeln kann und vielleicht gibt dann doch ein Neuling nicht auf, sondern übt weiter und stellt sich der Kritik.
Zu Schädlingen möchte ich eigentlich nichts weiter schreiben, ist wie bei vielen Dingen nur aus der Sicht eines Betroffenen zu beurteilen. Ich habe ein gespanntes Verhältnis zu Nacktschnecken, mein Kollege zum Borkenkäfer und die Biene eventuell zur Foreamilbe. Ist halt so.
Zum zarten Schubsen, ich weis nicht was Du dagegen hast, ist nur zu sagen das die Spinne immer hinter der Distel und ich zum Teil mit einem 30 mm Makro vor der Distel war. Und ich wollte sie einfach auf das Bild bekommen. Da konnte ich entweder aufgeben oder Überzeugungsarbeit leisten.
Warum fotografiere ich Insekten?
Die Antwort ist einfach und auch nicht so einfach.
Es macht mir aus verschiedenen Gründen Spaß. Erst mal sieht man auf Makrofotos Einzelheiten die man sich ohne nicht so vorstellen kann. Zum Beispiel hat die Natur offensichtlich für das Problem der Nahrungsaufnahme, doch von weitem und unscharfen Hintergrund gesehen nicht erkennbar, bei ähnlichen Insekten unterschiedliche Lösungen gefunden. Ich hatte jetzt die Fresswerkzeuge, ich vermute bei einem Bockkäfer etwas besser auf dem Bild, Aus meiner Sicht echt faszinierend.
Das Thema Libellen ist ebenfalls für mich spannend und deswegen fotografiere ich sie immer wieder. In meinem Miniteich leben Larven von mindestens 3 Arten. Wann immer sich die Möglichkeit bietet fotografiere ich sie, und da ich der Meinung bin das vermutlich auch andere Marconisten Freude an diesen Tieren haben, stelle ich sie auch ein. Das mein Teich offensichtlich die Bedingungen bietet die Libellen zur Vermehrung animiert muß ich mich wohl damit abfinden das bei den Fotografien oft ein wenig Natur störend wirkt. Ich bin sicher das meine Fähigkeiten ausreichen den Hintergrund auszutauschen aber dazu habe ich nicht die geringste Lust. Obwohl ich jetzt immer öfter auch Hintergrundaufnahmen mache.
Spinnen?
Ich bin Spinnenfan, In dieser Woche habe ich vermutlich schon zwei (Wolfsspinnen?) das Leben gerettet. Eine musste dann im Gegenzug als Modell herhalten. Macht sich sehr gut auf einer Mädchenkiefer und auch das Bild auf meinem Arm gefällt mir gut. Ich denke ich werde noch einige Bilder davon einstellen obwohl es schon Bilder von anderen Makronisten gibt.
Ich möchte noch etwas zum Bokeh sagen. Meine Objektive können ein ansprechendes Bokeh. Das 30 mm Panasonic macht wohl ein besonders schönes. Aber das ist mir nicht wichtig. Ich will einfach mehr sehen. Deshalb mache ich Makrofotografie. Sonst könnte ich auch den Kölner Dom fotografieren. Schön platziert vor möglichst scharfen Hintergrund. Ist bestimmt auch ganz nett.
ich habe den Eindruck, es gibt einige Missverständnisse in eurem Dialog. Du schreibst z.B.:
"Den Bildüberschriften messe ich nur geringe Bedeutung bei... Auch warum man ich glaube bei nachträglich eingefügten Bildern 2x kommentieren muss."
Das Besondere an Makrotreff ist ja die Verknüpfung von Fotografie und Biologie. Manchmal glaube ich, Roland nutzt die Fotografie als Trojanisches Pferd, um die Fotografen auch für die Biologie zu interessieren *grins*. Aber das bedeutet auch, dass die Bilder wie eine Art Nachschlagewerk genutzt werden können. Wenn ich z.B. etwas über die Veränderliche Krabbenspinne erfahren möchte, kann ich dieses Stichwort eingeben, die Suchmaschine hier spuckt dann alle Bilder raus, die in der Überschrift diesen Namen stehen haben. Ich vermute, dass es Roland deshalb so wichtig ist, dass die Überschriften aussagekräftig sind.
Dass du bei nachträglich eingefügten Bildern ein zweites Mal kommentieren musst, ist dem ausgewählten Programm Drupal geschuldet. Einen sauren Apfel gibt es bei Computerprogrammen immer.
"Zu den Mehrfacheinstellungen kann ich so richtig keine Bemerkung machen."
Ich glaube, hier hast du Roland falsch verstanden. Er kritisiert nicht, dass du von gleichen Motiven mehrfach Bilder eingestellt hast. Er bezog die Mehrfacheinstellungen darauf, dass z. B. in den letzten Wochen öfter die Veränderliche Krabbenspinne mitsamt ihrem Namen von diversen Leuten eingestellt wurde und du daher für eine Bildüberschrift nur den Namen hättest kopieren müssen, falls du ihn nicht gewusst hättest.
Stichwort "Schädlinge": In der Biologie - und die vertritt Roland hier ja - kennt man keine Schädlinge. Es ist ein wertender Begriff allein aus der egozentrischen Wahrnehmung des Menschen heraus.
Stichwort "Schubsen": Zusammen mit dem Begriff "Schädling" kommen wir hier zu etwas, das Roland ebenfalls sehr, sehr wichtig ist. (Ich weiß das durch die Teilnahme an seinen Workshops, in denen er das immer wieder anspricht.)
Es geht um Respekt. Respektvoller Umgang mit der Natur und ihren Geschöpfen.
Es gibt leider viele Makrofotografen (nicht nur die...), die für ein Bild buchstäblich über Leichen gehen. Sei es, dass sie Tiere töten oder ihren Tod in Kauf nehmen, um extreme Makros machen zu können; sei es, dass sie für das Foto einer seltenen Pflanze alles rings um diese eine herum regelrecht platt machen und dadurch zerstören. ich war einmal in einem Botanischen Garten unterwegs und legte mich für eine Aufnahme auf den Gehweg, um die Fläche rings um die Blüte (einen scheinbar schlichten Rasen) nicht zu berühren. Anschließend kam eine Gärtnerin zu mir, lobte mich explizit für meine Sorgfalt und klagte darüber, wie viele Leute einfach auf die Rasenfläche laufen würden, um ihr Foto zu bekommen. Damit würden aber viele Pflanzen, die noch im Boden wären, vernichtet, weil sie durch die verdichtete Fläche nicht mehr an Tageslicht kommen könnten oder schlichtweg zerquetscht würden.
Zurück zum Respekt. Der beinhaltet auch, das Tier (hier: deine Spinne) so wenig wie möglich zu stören. Nicht jedes Foto muss gemacht werden, wenn es nur um diesen Preis geschehen kann.
Natürlich - das sage ich - ist es immer eine individuelle Entscheidung. Du hast vielleicht den Fall des deutschen Kreuzfahrtschiff-Rangers in der Arktis mitbekommen, der die Touristen auf dem Eis bewacht hat und von einem Eisbären angefallen wurde. Der Bär wurde anschließend erschossen. Haben Touristen ein Recht auf den Besuch eines Winkels der Erde, der so stark unter dem menschlichen Einfluss zu leiden hat? Müssen sie unbedingt in den Lebensraum eines so gefährlichen Tieres eindringen? Musste der Bär unbedingt erschossen werden? Jede einzelne Frage gilt es wieder und wieder zu klären und individuell zu beantworten.
So, sehr langer Rede kurzer Sinn: Ich hoffe, ich konnte einige Missverständnisse ausräumen. Ich bin gespannt auf weitere Bilder von dir (vor allem deine Libellen haben es mir angetan). Und ich würde mir wünschen, z. B. durch Bildüberschriften oder ein paar Worte zu deinen Bildern von deinem Wissen mehr profitieren zu können.
Kommentare
ADMIN
Eine ehrlich gemeinte Frage…
Eine ehrlich gemeinte Frage.
Hallo Karl,
ab und an wundere ich mich ja schon ein wenig: erstens über Deine wenig aussagenden Bildüberschriften, denen Du anscheinend wenig oder keine Bedeutung beimisst, und zweitens über Deine Einstellung zu dem, was Dich kreuchend und fleuchend umgibt.
Kurz zur Erklärung:
Anscheinend ist es Dir egal, WAS Du fotografierst. Anders kann ich mir Deine Bildunterschriften wie Schmetterling (bei einer Art, die ständig hier gezeigt wird, sogar bereits von Dir selbst fotografiert und von mir bestimmt wurde), Teich 4, 5, 6... (bei Fotos von Libellen, ohne weitere Angaben), Blümchen oder, wie hier bei diesem Bild, Weiße Spinne (diese Spinnenart oben im Bild, die Veränderliche Krabbenspinne, hatten wir bei Makrotreff in den vergangenen Wochen mehrfach ausführlich in Bild und Text vorgestellt) nicht erklären.
Ich wundere mich insofern ein wenig darüber, dass Du einerseits so viele Makrofotos von Dich umgebenden Kleintieren machst, während Du andererseits bestimmte Artengruppen dieser Kleintiere als "Schädlinge" wahrnimmst oder beispielsweise die Veränderliche Krabbenspinne zwecks Erstellung eines Fotos "in die richtige Position schubst".
Eine Frage, die mich ehrlich interessiert: Warum fotografierst Du eigentlich Kleintiere (Insekten und Spinnen)?
Lieber Gruß,
Roland
Hallo Roland Danke für…
Hallo Roland
Danke für deinen Kommentar. Es freut mich sehr Das du dir die Bilder ansiehst und wie zuletzt geschehen auch zum dazugehörigen Umfeld Stellung beziehst. Da kann man Deine Meinung teilen, was ich weitestgehend tue, oder auch nicht.
Den Bildüberschriften messe ich nur geringe Bedeutung bei. Mir ist bis heute nicht klar ob man nicht immer den Gleichen nehmen kann. Auch warum man ich glaube bei nachträglich eingefügten Bildern 2x kommentieren muss.
Zu den Mehrfacheinstellungen kann ich so richtig keine Bemerkung machen. Ich habe eine Menge, zum Teil recht gute Aufnahmen von Kaisermänteln gemacht, und bin mir jetzt nicht sicher ob ich sie hier zeige.
Wie du weist betreibe ich Astrofotografie.Jetzt kommt es vor das ich ein Objekt im laufe der Jahre mehrfach aufnehme. Entweder weil die Aufnahmen nicht mehr den Ansprüchen genügen oder auch mit anderen Geräten und oder RGB/ Schmalbandtechnik. Trotzdem lösche ich, und auch viele Andere, nichts von der Homepage.
Da kann dann jeder sehen wie man sich über viele Jahre weiterentwickeln kann und vielleicht gibt dann doch ein Neuling nicht auf, sondern übt weiter und stellt sich der Kritik.
Zu Schädlingen möchte ich eigentlich nichts weiter schreiben, ist wie bei vielen Dingen nur aus der Sicht eines Betroffenen zu beurteilen. Ich habe ein gespanntes Verhältnis zu Nacktschnecken, mein Kollege zum Borkenkäfer und die Biene eventuell zur Foreamilbe. Ist halt so.
Zum zarten Schubsen, ich weis nicht was Du dagegen hast, ist nur zu sagen das die Spinne immer hinter der Distel und ich zum Teil mit einem 30 mm Makro vor der Distel war. Und ich wollte sie einfach auf das Bild bekommen. Da konnte ich entweder aufgeben oder Überzeugungsarbeit leisten.
Warum fotografiere ich Insekten?
Die Antwort ist einfach und auch nicht so einfach.
Es macht mir aus verschiedenen Gründen Spaß. Erst mal sieht man auf Makrofotos Einzelheiten die man sich ohne nicht so vorstellen kann. Zum Beispiel hat die Natur offensichtlich für das Problem der Nahrungsaufnahme, doch von weitem und unscharfen Hintergrund gesehen nicht erkennbar, bei ähnlichen Insekten unterschiedliche Lösungen gefunden. Ich hatte jetzt die Fresswerkzeuge, ich vermute bei einem Bockkäfer etwas besser auf dem Bild, Aus meiner Sicht echt faszinierend.
Das Thema Libellen ist ebenfalls für mich spannend und deswegen fotografiere ich sie immer wieder. In meinem Miniteich leben Larven von mindestens 3 Arten. Wann immer sich die Möglichkeit bietet fotografiere ich sie, und da ich der Meinung bin das vermutlich auch andere Marconisten Freude an diesen Tieren haben, stelle ich sie auch ein. Das mein Teich offensichtlich die Bedingungen bietet die Libellen zur Vermehrung animiert muß ich mich wohl damit abfinden das bei den Fotografien oft ein wenig Natur störend wirkt. Ich bin sicher das meine Fähigkeiten ausreichen den Hintergrund auszutauschen aber dazu habe ich nicht die geringste Lust. Obwohl ich jetzt immer öfter auch Hintergrundaufnahmen mache.
Spinnen?
Ich bin Spinnenfan, In dieser Woche habe ich vermutlich schon zwei (Wolfsspinnen?) das Leben gerettet. Eine musste dann im Gegenzug als Modell herhalten. Macht sich sehr gut auf einer Mädchenkiefer und auch das Bild auf meinem Arm gefällt mir gut. Ich denke ich werde noch einige Bilder davon einstellen obwohl es schon Bilder von anderen Makronisten gibt.
Ich möchte noch etwas zum Bokeh sagen. Meine Objektive können ein ansprechendes Bokeh. Das 30 mm Panasonic macht wohl ein besonders schönes. Aber das ist mir nicht wichtig. Ich will einfach mehr sehen. Deshalb mache ich Makrofotografie. Sonst könnte ich auch den Kölner Dom fotografieren. Schön platziert vor möglichst scharfen Hintergrund. Ist bestimmt auch ganz nett.
Roland Du hast gefragt, das ist meine Antwort.
Grüße
Karl
ADMIN
Hallo Karl, vielen Dank für…
Hallo Karl,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Lieber Gruß,
Roland
Makronist
Hallo Karl, ich habe den…
Hallo Karl,
ich habe den Eindruck, es gibt einige Missverständnisse in eurem Dialog. Du schreibst z.B.:
"Den Bildüberschriften messe ich nur geringe Bedeutung bei... Auch warum man ich glaube bei nachträglich eingefügten Bildern 2x kommentieren muss."
Das Besondere an Makrotreff ist ja die Verknüpfung von Fotografie und Biologie. Manchmal glaube ich, Roland nutzt die Fotografie als Trojanisches Pferd, um die Fotografen auch für die Biologie zu interessieren *grins*. Aber das bedeutet auch, dass die Bilder wie eine Art Nachschlagewerk genutzt werden können. Wenn ich z.B. etwas über die Veränderliche Krabbenspinne erfahren möchte, kann ich dieses Stichwort eingeben, die Suchmaschine hier spuckt dann alle Bilder raus, die in der Überschrift diesen Namen stehen haben. Ich vermute, dass es Roland deshalb so wichtig ist, dass die Überschriften aussagekräftig sind.
Dass du bei nachträglich eingefügten Bildern ein zweites Mal kommentieren musst, ist dem ausgewählten Programm Drupal geschuldet. Einen sauren Apfel gibt es bei Computerprogrammen immer.
"Zu den Mehrfacheinstellungen kann ich so richtig keine Bemerkung machen."
Ich glaube, hier hast du Roland falsch verstanden. Er kritisiert nicht, dass du von gleichen Motiven mehrfach Bilder eingestellt hast. Er bezog die Mehrfacheinstellungen darauf, dass z. B. in den letzten Wochen öfter die Veränderliche Krabbenspinne mitsamt ihrem Namen von diversen Leuten eingestellt wurde und du daher für eine Bildüberschrift nur den Namen hättest kopieren müssen, falls du ihn nicht gewusst hättest.
Stichwort "Schädlinge": In der Biologie - und die vertritt Roland hier ja - kennt man keine Schädlinge. Es ist ein wertender Begriff allein aus der egozentrischen Wahrnehmung des Menschen heraus.
Stichwort "Schubsen": Zusammen mit dem Begriff "Schädling" kommen wir hier zu etwas, das Roland ebenfalls sehr, sehr wichtig ist. (Ich weiß das durch die Teilnahme an seinen Workshops, in denen er das immer wieder anspricht.)
Es geht um Respekt. Respektvoller Umgang mit der Natur und ihren Geschöpfen.
Es gibt leider viele Makrofotografen (nicht nur die...), die für ein Bild buchstäblich über Leichen gehen. Sei es, dass sie Tiere töten oder ihren Tod in Kauf nehmen, um extreme Makros machen zu können; sei es, dass sie für das Foto einer seltenen Pflanze alles rings um diese eine herum regelrecht platt machen und dadurch zerstören. ich war einmal in einem Botanischen Garten unterwegs und legte mich für eine Aufnahme auf den Gehweg, um die Fläche rings um die Blüte (einen scheinbar schlichten Rasen) nicht zu berühren. Anschließend kam eine Gärtnerin zu mir, lobte mich explizit für meine Sorgfalt und klagte darüber, wie viele Leute einfach auf die Rasenfläche laufen würden, um ihr Foto zu bekommen. Damit würden aber viele Pflanzen, die noch im Boden wären, vernichtet, weil sie durch die verdichtete Fläche nicht mehr an Tageslicht kommen könnten oder schlichtweg zerquetscht würden.
Zurück zum Respekt. Der beinhaltet auch, das Tier (hier: deine Spinne) so wenig wie möglich zu stören. Nicht jedes Foto muss gemacht werden, wenn es nur um diesen Preis geschehen kann.
Natürlich - das sage ich - ist es immer eine individuelle Entscheidung. Du hast vielleicht den Fall des deutschen Kreuzfahrtschiff-Rangers in der Arktis mitbekommen, der die Touristen auf dem Eis bewacht hat und von einem Eisbären angefallen wurde. Der Bär wurde anschließend erschossen. Haben Touristen ein Recht auf den Besuch eines Winkels der Erde, der so stark unter dem menschlichen Einfluss zu leiden hat? Müssen sie unbedingt in den Lebensraum eines so gefährlichen Tieres eindringen? Musste der Bär unbedingt erschossen werden? Jede einzelne Frage gilt es wieder und wieder zu klären und individuell zu beantworten.
So, sehr langer Rede kurzer Sinn: Ich hoffe, ich konnte einige Missverständnisse ausräumen. Ich bin gespannt auf weitere Bilder von dir (vor allem deine Libellen haben es mir angetan). Und ich würde mir wünschen, z. B. durch Bildüberschriften oder ein paar Worte zu deinen Bildern von deinem Wissen mehr profitieren zu können.
Es grüßt
Mainecoon
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