Projektionsoptik Handhabung?

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Hallo ich wollte mal nachfragen,

wie geht das mit einem Projektions Objektiv in der Handhabung.

Also ich suche da nach einem bauähnlichen Teil wie Trioplan z.B. aber versteh nicht wie das geht? ist da ein Schraubgewinde dran, oder muss man das adaptieren mit M42 Anschluss?

Dann beim fotografieren kann ich da irgendwas einstellen????

Gruß Sigi

Kommentare

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ADMIN

Hallo Sigi,

die Fotografie mit Projektionsobjektiven ist eine ganz eigene Sache. Sie unterscheiden sich in einigen sehr wesentlichen Faktoren gegenüber klassischen Fotoobjektiven.

  • sie haben keinen Anschluss, sondern sind entweder glatt oder haben, wie die meisten, ein grobes, weitläufiges Gewinde
     
  • sie haben keine Blende
     
  • das Licht kommt bei Projektionsobjektiven von hinten rein, nicht von vorne – daher sind sie anders berechnet (s.u.)
     
  • die Gläser sind anders berechnet und nicht vergütet (eine Vergütung vorne bringt ja auch nichts, weil ja das Licht im Normalgebrauch von hinten kommt)

Projektionsobjektive werden in der Regel mit einem Tubus an die Kamera gesetzt. Diesen Tubus lässt man anfertigen, oder kauft einen extra angefertigten,. Dieser Tubus lässt sich dann in irgendeiner Form an die Kamera montieren – entweder mit dem passenden Bajonett-Anschluss, mit M42-Gewinde oder sonst einem von den vielen möglichen Anschlüssen.

Das Scharfstellen bzw. die Festlegung des Abbildungsmaßstabs geschieht über das Herein- oder Herausfahren des Objektivs aus dem Tubus. Es kann locker im Tubus stecken, oder durch eine kleine, seitliche Schraube fixiert werden, sodass es nicht herausfällt (kann übel enden bei schwergewichtigen Projektionsobjektiven hoher Lichtstärke). Diese Schraube greift dann in der Regel auch in das – wenn vorhanden – Gewinde der Objektivs, sodass es durch Drehen heraus- und hereingeschoben werden kann.

So, dass ist ein Crashkurs zum Thema Projektionsobjektive. Dann heißt es üben, üben, üben. Die Fotografie mit diesen Obis ist nicht ganz so einfach, weil ihre Handhabung etwas umständlich ist (kann man sich aber gut dran gewöhnen) und sie natürlich große Eigenheiten bei ihrer Verwendung in der Fotografie aufweisen – für die sie ja nicht gemacht wurden! Und genau darin liegt der kreative Reiz!

Lieber Gruß,

Roland

 

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Ohje Roland,

das hab ich mir komplett anders vorgestellt, vielen Dank für deine klar verständlichen Ausführungen.

Da bin ich mit meinen Einschränkungen überfordert leider, nun weiß ich, dass ich mit dem Thema nicht weiter liebäugeln kann, aber jeder Vintage Freund sollte unbedingt ein Auge drauf werfen, das zeigen die tollen Bilder welche vorgestellt wurden.

Viele Grüße

Sigi

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