Blaugrüne Mosaikjungfer im Flug

Für mein Empfinden ist die Blaugrüne Mosaikjungfer eine besonders mutige und stolze Edellibelle. Keine andere Art ist so neugierig in meine Nähe geflogen. Diesem Männchen scheint völlig klar zu sein, dass er mir in jeder Hinsicht überlegen ist und würde niemals wegen einem flugunfähigen Makronisten das Revier aufgeben. Natürlich versuche ich, mich vorsichtig und zurückhaltend in seinem Zuhause zu benehmen. Nach kurzer Prüfung lässt er mich immer gewähren und behandelt mich wie Luft.

Ganz offenkundig war das Licht hier eher experimentell. Recht harte und leicht gegenlichtige Nachmittagssonne, gekontert mit einem kleinen Reflektor. Logischerweise fehlt Licht im Gesicht um Details besser rauszuholen und ISO1000 macht diesem Umstand auch nicht besser. Zudem habe ich leicht überbelichtet. Sollte ich von solchen Lichtsituationen grundsätzlich Abstand nehmen? Ich freue mich, falls es Meinungen hierzu in der Runde gibt.

ABM etwa 1:7, APS-C, 1/4000s, f/4, ISO1000, Laowa Makro 65mm, Reflektor (am Objektiv), Beschnitt auf 5:4

Kommentare

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MOD

Guten Morgen, Rob!

Ich teile Deine Meinung bezüglich der Mosaikjungfer. Auch ich empfinde sie als eine sehr stolze und erhabene Libelle. Außerdem halte ich sie für mutig. Denn sie kommen oft sehr dicht, stoppen dann für längere Zeit , begutachten und fliegen dann weiter ihre Strecke ab.

Man muß Dein Bild in der Vergrößerung anschauen. Erst dann kann man die Libelle richtig wahrnehmen, in ihrem Umfeld, über dem Wasser bei diesem Licht. Und dann mag ich mich gar nicht mehr davon lösen. Denn sie fliegt genau auf mich zu. Ich habe den Eindruck, sie begutachtet mich und will mich nicht gehen lassen. So wie du die Schärfe gelegt hast  ist sie total präsent und fesselt meinen Blick. Super!

Abstand nehmen ist also keine Lösung, denn ohne zu Probieren geht es nicht weiter, siehe dein Ergebnis.;-)

Liebe Grüße

Gabi

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Makronist

Hallo Gabi,

vielen Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich, dass dir die Lichtsituation zusagt. Gegenlichtige Situationen können zwar tolle Stimmungen schaffen, sind aus meiner Sicht bei Insekten aber auch herausfordernd. Blüten können von der Sonne durchleuchtet werden, Insekten nur sehr selten.

Auf jeden Fall macht es Spass, neue Sachen auszuprobieren...

Liebe Grüße

Rob

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Makronist

Servus Rob,

ich kann der Gabi nur beipflichten. Ja, da ist eine kleine ausgebrannte Stelle rechts oben am Auge, aber die ist meiner Meinung nach noch völlig tolerierbar. Das Gegenlicht zaubert dafür im Gegenzug eine schöne (warme) Stimmung mit tollen Reflexen in den Flügeln, und dank deines "Front Reflektors" ist auch das "Gesicht" einwandfrei ausgeleuchtet. Die Schärfe sitzt - wie bei dir üblich - absolut perfekt, und das bei Blende 4 (!). Auch die ISO 1000 macht sich noch nicht in übermäßigem Rauschen bemerkbar (und wenn man 1/4000  braucht, ja auch nicht anders machbar). Für mich ist das ein sowohl technisch als auch atmosphärisch perfektes Flug-Bild!

Sind in deinem nächsten "Insekten-im-Flug-fotografier-Workshop" noch Plätze frei? Ich reserviere jedenfalls schon mal einen!

P.S. Mir ist aufgefallen, dass du jetzt mit einer 6400er fotografierst. Was hat dich bewogen von der 6300er "upzugraden"? Wäre nicht eine 6500 oder 6600 wegen des eingebauten 5-Achsen Stabilisators noch besser (vor allem bei Verwendung von nicht-System Objektiven), wenn man schon den Body wechselt?

Schöne Grüße

Uli

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Makronist

Hi Uli,

vielen Dank für deinen Kommentar! Mich stört die ausgebrannte Stelle schon ein wenig, wollte aber auch mal eine andere Lichtstimmung einfangen. Freut mich, dass es dir gefällt! Hehe, du bist ja lustig ... Workshops gibt es noch keine und ich weis auch nicht ob das bei diesem Thema Sinn macht. Aber ich teile immer gerne meine Erfahrungswerte. Nach wie vor beschäftige mich fast jeden Tag mit den Flugaufnahmen und hab noch immer kein Stacking ausprobiert ;-)

Die 6400er musste schon her, weil ich bei der Art, wie ich die Geräte benutze definitiv, ein Backup-Gerät brauche. Ich denke ich habe schon bei beiden die maximalen Auslösungen überschritten ;-). Die 6400 hat einen schnelleren Rechner drin und das ist angenehm bei den Flugaufnahmen. Die 6500 und 6600 ist aus meiner Sicht vor allem besser durch den Griff. Von dem Stabi ist da, wie ich oft gehört habe, nicht viel zu erwarten. Ich warte aber sehnsüchtig auf eine neue APS-C mit besserem Sensor. Mal sehen wann die rauskommt.

Danke für dein Interesse & schöne Grüße

Rob

 

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Makronist

Danke für die Info, Rob. Ich hab ja auch noch die "Große" A7, und da bringt der Stabi schon einiges. Bei manuellen Objektiven muss man nur die Brennweite im Menü entsprechend händisch einstellen. Wenn dieser Parameter falsch eingestellt ist, wirkt der Stabi zum Teil sogar kontraproduktiv - so ist es halt mit der Regelungstechnik wenn das  Systemmodell nicht stimmt...

Schöne Grüße

Uli

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Makronist

Danke für den Hinweis! Interessant, dass man die Brennweite einstellen kann. Mit Sensor-Stabi habe ich keine Erfahrungen aber mit einer neuen APS-C wird sich das wohl ändern. Ich vermute, ich bleibe beim kleineren Sensor, auch wenn die A7 schon bestimmt sehr fein ist.

Schöne Grüße

Rob

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Makronist

Hallo Rob,

super eingefangen! Es wurde ja schon einiges gesagt, das will ich jetzt nicht wiederholen. Mir gefällt besonders die dynamische Flügelhaltung.

Liebe Grüße

Inga

 

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