Borstige Dolchwespe

Hallo zusammen, 

diese Dolchwespe habe ich das erste Mal bei uns im Garten (Rangsdorf) entdeckt. Vielen Dank Roland, dass du mir bei der "Identifizierung" geholfen hast! Ich bin jetzt richtig stolz, dass so seltene "Exemplare" bei uns rumschwirren :-) 

250 Sek. / f4.0 / ISO 160 / 220 mm / kein Blitz 

Kommentare

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ADMIN

Hallo Tine,

herzlich willkommen bei Makrotreff!

Ja, wir hatten uns bereits über Facebook über diese tolle Wespe unterhalten. Hier gebe ich nochmals kurz die Infos zu diesem interessanten Insekt wieder, die ich Dir dort schon geschrieben hatte.

Biologie

Diese "Schönheit" ist die Borstige Dolchwespe (Scolia hirta). Es ist eine Wespe, die bei größeren Käferlarven parasitiert. Sie graben sich bis zu den Larven von bevorzugt Juni- oder Rosenkäfern ziemlich tief in den Erdboden ein (bis zu 40 cm), betäuben sie und legen ein Ei an deren Außenhaut. Die schlüpfende Wespenlarve frisst dann die Käferlarve auf, verpuppt sich und schlüpft im darauffolgenden Jahr aus dem Boden.

Nun zum Foto:

Das Foto zeichnet sich aus durch eine sehr ansprechende Gesamtwirkung. Das liegt insbesondere an den tollen Farben, dem Blüten-Anschnitt und der Hintergrundgestaltung.

Zwei Dinge:

Bildaufteilung:

Die Blüte ist, wie oben schon angedeutet, sehr schön angeschnitten und ins Bild platziert. Die Dolchwespe allerdings – das eigentliche Hauptmotiv – sitzt fast mittig im Bild. Das ist hinsichtlich der Bildwirkung etwas ungünstig.

LÖSUNG:
Das Bild würde nochmals deutlich spannender, wenn Wespe und Blüte noch weiter nach rechts rücken würden – und zwar ziemlich genau in die Mitte des freien Raumes, der jetzt zwischen Wespen-"Hintern" und rechtem Bildrand liegt. Dann wäre das Hauptmotiv tatsächlich im rechten Bilddrittel, und die gelben Zungenblütenblätter der gelben Blüte könnten noch deutlicher nach links in das Bild hinein "strahlen". Dadurch würde das an sich schon gute Foto nochmals an Tiefe gewinnen.

Schärfe:

Der Schärfepunkt liegt minimal hinter der vorderen, der Kamera zugewandten seitlichen Fläche der Dolchwespe. Es ist wirklich nur eine Nuance, aber dieses kleine Bisschen führt dazu, dass eben die Körperseite der Wespe, auf die man schaut, inklusive des Auges nicht ganz scharf sind.

LÖSUNG:
Liegt auf der Hand: Schärfepunkt exakt auf die "vordere" Körperfläche und vor allem das Auge ausrichten.

Das mit der (Un-)Schärfe ist nur bei großer Vergrößerung zu sehen. Hier popele ich also mit einer sehr spitzen Pinzette :-). Aber ansprechen muss ich es. Solange Du allerdings mit dem Foto nicht Dein Wohnzimmer tapezieren willst, wird diese Unschärfe kaum sichtbar werden :-).

Was bleibt: ein sehr ansehnliches Foto!

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Hallo Roland, 

vielen Dank für dein Feedback. Oh je die Mitte, ich weiß :-). Ich war am Sonntag beim 1. Foto hochladen echt etwas aufgeregt ... warum auch immer ... und hab die falsche Kopie genommen. Neue "Gartenbesucher" landen bei mir immer als Hintergrundbild auf dem Computer :-) Nächstes Mal wird aufgepasst.

Was ich unbedingt ausprobieren muss ist das Blitzen! Meine Bilder werden oft zu dunkel, weil ich ISO 200+ gar nicht mag. Als Hochzeitsfotografen lieben wir auch das entfesselte Blitzen, das wird bestimmt spannend. 

PS: Übrigens deine Bilder sind grandios! Eine Heuschreckensandwespe hatte ich diesen Sommer auch schon als Model, aber nur ganz kurz. Die sind wirklich sehr hektisch. 

Viele Grüße aus Rangsdorf

Christine

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ADMIN

Hallo Christine,

Ja, das Blitzen stellt auch im Makrobereich eine sehr interessante Variante dar. Und die (positiven) Wirkungen, die Du von der Hochzeitsfotografie her kennst, wirken natürlich auch im Makrobereich - wenn man mit Blitzlicht umgehen kann! Aber diesbezüglich bist Du ja bereits super aufgestellt...

Schön, dass Dir die Heuschreckensandwespen-Story gefällt.
Ja, die sind super hektisch. Alleine schon aufgrund der schnellen Bewegungen bekommt man ihre Verhaltensweisen kaum ohne Blitzlicht fotografiert.

Einen schönen Spätsommertag und viele Grüße nach Rangsdorf,

Roland

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