Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus)

Hallo Ihr lieben,

Diesen Gemeinen Grashüpfer (Chorthippus parallelus) habe ich am Abend vor ein paar Tagen auf einer Feldwiese aufgenommen. Ich finde er sieht aber gar nicht so gemein aus wie er heißt. ;-)

Das sind schon manchmal seltsame Namen und wer sich diesen wohl ausgedacht hat.

Die Sonne war noch etwas draußen. Das Foto ist unbeschnitten, ich konnte ganz nah 1:1 an ihn heran gehen und er hat dann schön in die Kamera gelächelt..

LG Christine

Canon Eos 80D mit Aufsteckblitz und Diffusor

Kommentare

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ADMIN

Hallo Chris Tine,

das ist ein wunderschönes Foto! Aber zunächst mal zum Namen "Gemeiner ...":

Du hast Recht, er sieht überhaupt nicht gemein aus. Das ist aber auch völlig in Ordnung so. Dieses Wort im deutschen Namen ist nicht im Sinne von böse, schurkenhaft oder übel gemeint. Es leitet sich vielmehr von (all)gemein, von gewöhnlich, üblich ab und bedeutet damit, dass er weit verbreitet ist. Also: alles wieder im Lot :-)!

Du hast den kleinen Kerl perfekt erwischt und sehr schön ins Bild gesetzt. Der Hinterleib berührt unten rechts leicht den Bildrand, hier wäre vielleicht etwas mehr Abstand gut gewesen. Ansonsten: tolles Foto!

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Hallo Roland,

Ich Danke dir für deine Antwort und freue mich sehr darüber das dir das Foto gut gefällt.

 

Am unteren Rand war der Hinterleib etwas knapp bemessen, das stimmt.

Das kam daher, da ich das eine Autofokus Feld das ich nutze am Auge vom Grashüpfer schon ausgerichtet hatte und so schnell nicht mehr verschieben konnte.

Es muss ja meistens immer ganz flott gehen, sonst ist die Gelegenheit vorbei und der Flip wieder weg. Eine Sekunde nach dem Foto ist er sofort weitergehüpft.

Ich hatte beim herangehen schon ein paar Fotos mit etwas mehr Abstand gemacht. Das mache ich eigentlich öfters für den Fall das das Tier mich nicht ganz so nah heran kommen lässt wie ich möchte, damit ich wenigstens schon ein paar Fotos von ihm habe.

Dieses Foto hatte mir wegen dem unschärferen Hintergrund am besten gefallen und musste nicht beschnitten werden. Es war das nähste und das letzte 1:1 Bei den anderen war der Grashüpfer wegen der weiteren Entfernung und dem Fokusfeld auch etwas zu weit in der Mitte. 

Ich versuche wenn ich ein Motiv sehe schon vorher immer das Fokusfeld so ungefähr aufs Auge auszurichten, während ich es entdecke und mich anschleiche. 

Es müsste etwas geben wo man noch schneller reagieren könnte, obwohl ich eigentlich schon recht schnell umschalten kann aber manchmal langt das einfach nicht, das wäre klasse. 

Bei meiner Kamera muss ich nämlich immer zwei verschiedene knöpfe hintereinander einstellen damit sich das Fokusfeld verstellen lässt und danach wieder den gesamten Bildausschnitt neu prüfen, das dauert seine Zeit.

Vielleicht ist das mit einem Stativ und der Live Ansicht ja besser, aber dazu brauche ich erst einen guten Makroschlitten wo ich mir noch unschlüssig bin welcher der passendere wäre. 

Es ist mir wichtig das ich das Stativ dann nicht dauernd neu umstellen muss wenn sich das Insekt etwas weg bewegt und eine längere Makroschiene zur Verfügung steht, mit der ich überall in der Nähe gut ausrichten kann wenn es so etwas in der Art überhaupt gibt.

Die Handelsüblichen scheinen mir irgendwie ziemlich kurz zu sein, wenn man nur 10 CM vor oder zurück verstellen kann, das erscheint mir recht wenig.

Wenn ich Freihand Fotos mache dann gehe ich ja mehrere Meter vor und zurück oder nach rechts oder nach links. 

Sorry für den langen Text, das ist wahrscheinlich auch alles Gewöhnungssache.

Kommt Zeit kommt Rat.

Ach so da bin ich ja beruhigt das der Name vom Grashüpfer doch nicht ganz so schlimm ist, das sind ganz süße Kerlchen ;-) 

LG Christine 

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ADMIN

Hallo Christine,

es ist eine gute Vorgehensweise, bereits bei der Annäherung an ein Tier die ersten Fotos zu machen. Ich nenne die immer "Sicherheits-Fotos". Wir haben es mit höchst wilden Tieren :-) zu tun, bei denen man nie weiß, wie lange sie aushalten, wann sie flüchten - oder zubeißen und uns auffressen (grins).

Nein, Scherz beiseite, wir wissen halt vorher nicht, wie nah wir rankommen. Das ist ein großer Unterschied zur klassischen Studiofotografie unter kontrollierten Bedingungen. Hier kann man in der Regel ewig rumfummeln bis zum einen Bild ganz am Schluss.

Bei der Wildlife-Fotografie ist es oft von großem Vorteil, bereits früh eine Art "Belegfoto" zu haben. Und dann kommt da noch ein weiterer Vorteil hinzu, den man nicht unterschätzen darf: Die vorsichtige Annäherung in Verbindung mit dem Fotografieren führt häufig auch zu einer allmählichen Gewöhnung der Tiere an die Makronistin (oder den Makronisten :-)) – und sie halten länger aus. Nähert man sich – nicht bereits vorsichtig fotografierend – den Tieren an, flüchten sie oft wesentlich schneller.

Also, lange Rede kurzer Sinn: Das ist nach meiner Erfahrung ein absolut richtiges Verhalten!

Und was das Stativ anbetrifft: Ich mache solche Fotos zu 99,9 % ohne Stativ. Mir (!) ist das mit dem Stativ zu viel Gefummel, zu viel Gewackel an der Vegetation, zu viel Bewegung im ganzen Lebensraum – und zu langsam. Mit den heutigen Kameras und ihren guten Sensoren haben wir hier viele Möglichkeiten, flexibler und schneller zu arbeiten.

Aber: Ich habe hier auch Experten erlebt, die fahren mit LKW´s ins Gelände, heben mit Gabelstablern ihre Stative ins Gebüsch – und machen irre gute Fotos. Also ist es hier wie mit so manchen Dingen im Leben: Vieles ist individuelle Ansichts- und vor allem Übungssache!

Lieber Gruß,

Roland

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Hallo Roland,

Ja da stimme ich dir voll und ganz zu. Diese Erfahrungen habe ich auch schon in den zwei Jahren bei der Vogelfotografie gemacht mit dem annähern und dabei Fotografieren und mit den Sicherheitsfotos und das die Tiere sich dabei etwas an einen gewöhnen. Das ist bei Makros dann recht ähnlich finde ich.

Das ist echt wahr bei Wildlife ist das ganz anders als im Studio, wobei ich Wildlife wirklich bevorzuge und ich im Studio eigentlich noch nichts so gemacht habe, außer meine Papageien Fotografiert. Das ist alles einfach viel natürlicher draußen und gefällt mir auch viel besser.

Ja Danke für deine Antwort auch zum Stativ das sehe ich eigentlich genauso. Ich dachte nur weil man ständig bei Makros hört das ein Stativ so wichtig sei und natürlich dann auch der Einstellschlitten und das die Makroobjektive ohne Bildstabilisator, also vor allem die langen Telemakros dann verwackeln.

Mein schweres Stativ mit der Halterung das ich mir damals extra für die Wildlife Vogelfotografie zugelegt hatte und das mein 100-400er Canon Objektiv (allerdings mit Bildstabbi) mit der Kamera halten sollte und dazu noch den Tarnumhang mit allem drum und dran liegt jetzt im Schrank. Ich bin mit der schweren Linse so unterwegs gewesen und habe die Wildvögel Fotografiert. Es war einfach wie du sagst zuviel Gefummel und Gewackel, aber man musste immer eine Gelegenheit finden wo ich das schwere Tele dann abstützen konnte. Ich habe dann meistens auf einem Bein gestanden, da ich das eine Bein irgendwo hochgestellt habe auf etwas drauf, einen großen Stein, oder irgendwas damit ich dann meine Ellenbogen auf meine Knie aufstützen konnte. Da macht man schon ganz schöne verrenkungen. Ja ist alles Übungssache :-)

Liebe Grüße sendet Christine

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