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Hallo liebe Makronisten,

nach meinem letzten Post eines UFOs (danke an Wolfgang für die Aufklärung) heute wieder etwas Bekanntes: Ich bin total stolz, dass mir diese Aufnahme gelang und bin gespannt auf fachmännische Kritik (@Roland ;-)).

LG, Lindi

Kommentare

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ADMIN

Tolles Flugfoto!

Hallo Lindi,

klasse erwischt! Wirklich hervorragend ist die tiefe Perspektive. Damit versetzt Du den Bildbetrachter in die Situation, als würde er zusammen mit der Biene fliegen. Tolle Wirkung!

Auch der Bildausschnitt passt perfekt. Die Honigbiene steuert – Fahrgestell und Zunge bereits ausgefahren :-) – die Blüte an. Sie ist leicht rechts positioniert und fliegt nach links ins Bild die Blüte an.

Nun der kleine, aber nicht unwesentliche Haken: Die Bewegung der Biene ist nicht komplett gestoppt, sie ist leicht unscharf.
Hierfür verantwortlich ist die für eine solche Motivsituation relativ lange Verschlusszeit von 1/500s. Diese 1/500s hat ausgereicht, das unterste, gelbe Zungenblütenblatt scharf abzubilden, nicht aber für die sich bewegende Honigbiene. Selbst dann, wenn sie wie hier im Bild recht langsam fliegt, musst Du mindestens auf 1/1000 bis besser noch 1/1500s kommen. Die anderen Werte (Blende/ISO) müssen hierzu entsprechend angepasst werden.

Bewegungen von Insekten müssen entweder gestochen scharf oder gewollt gekonnt unscharf abgebildet werden. Letzteres dient dann in der Regel zur Unterstützung der Bewegung. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Flügel oben bei der Biene. Sie sind ebenfalls unscharf, dies Unschärfe hingegen betont die rasante Schnelligkeit, mit der sich die Flügel beim Schlagen bewegen. Das ist sehr gut und bringt Dynamik ins Bild. Der Körper der Biene hingegen muss gestochen scharf sein. Über die Verschlusszeit wird entschieden, welche Bewegung gestoppt und welche dynamisch abgebildet wird.

In unserer MAKROFOTO-Ausgabe 5 beschäftigen wir uns intensiv mit der Fotografie von Insekten im Flug. Hier habe ich genau beschrieben, welche Verschlusszeiten man für welche Flugsituation in etwa benötigt, um das Insekt gestochen scharf zu bekommen. Aber vielleicht hast Du das schon gesehen...

Fazit: Klasse Situation, klasse Aufnahme, aber leider ist der Bienenkörper nicht ganz scharf. Es handelt sich dabei um eine Nuance, sodass das Foto in kleiner Vergrößerung oder auf dem Computer-Monitor trotzdem gut präsentiert werden kann. Erst bei großer Vergrößerung werden die Bewegungsunschärfen sichtbar.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Makronist

Lieber Roland,

danke für das Lob und die ausführliche Bildbesprechung. 
Schade, dass du eine Unschärfe entdeckt hast, für mich wirkt das Tierchen schon recht scharf. Es war ein Zufallstreffer, denn eigentlich wollte ich die spiralig angelegten Röhrenblüten im Inneren des Körbchens ablichten und dann kam Biene Maja daher … ich war auch gerade am manuellen Fokus … naja, ich werde weiter an mir arbeiten :-)

Danke nochmals und auch dir "gut Licht",
Lindi

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