umkristallisierter Diabas (Grünstein, Schalstein)

umkristallisierter Diabas aus dem Hauptgrünsteinzug bei Brilon (Sauerland) – Bildbreite 44 mm

genaue Steinbruch-Provenienz jedoch unbekannt

Sammlung Museum Haus Hövener Brilon

!!! Wenn jemand hier bei Makrotreff schon mal einen ähnlichen Stein gesehen hat oder sogar besitzt, wäre ich dankbar um eine genaue Provenienzangabe, da diese Form der Umkristallisation doch selten ist !!!

Braune Grundmasse mit den Strahlenrosetten aus Quarz mit Hämatit. Der Hämatit ist auch als Flitter auf manchen Quarzkristallen zu finden. Die weißen und roten Kugel sind ebenfalls Quarz oder roter Hämatit und die schwarzen Kristalle Hämatit.

Basische untermeerische Vulkanite (Diabase) sind bereichsweise voller ehemaliger Gasbläschen, die nachträglich mit anderen Mineralen (Quarz, Calcit, Hämatit) ausgefüllt wurden. Im Zuge der Diagenese und schwachen Metamorphose ist es unter Einwirkung hydrothermaler Lösungen im Umfeld der Bläschen zu strahlenförmigen Umkristallisationen und Mineralneubildungen gekommen.

Bild 2 zeigt das komplette 120 x 60 x 90 mm große Handstück.

Bild 3 präsentiert die polierte Rückseite des geteilten Handstücks mit seinen leeren und gefüllten ehemaligen Gasbläschen als Panoramabild.

Exkurs

Diabas ist schwarzlich- oder gräulich-grün und wurde daher früher von den Geologen auch als Grünstein bezeichnet. Seine Farbe erhält er durch Chlorit und Serpentin, die durch Umbildung von dunklem Augit oder Hornblende entstanden. Trotz seiner Verwitterungsresistenz (Nutzung für Schotter, Pflastersteinen, Grabsteine) kann es zu schalenartigen Abplatzungen kommen (Druckentlastungen), so dass er noch unter einem dritten Namen bekannt ist: Schalstein.

Kommentare

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Makronist

Hallo Petros Uli,

wirklich sehr interessant! Die Erde lebt, auch die Gesteine sind nicht tot sondern ändern sich (umkristallisieren, Löcher neu mit Kristallen füllen usw.). Das Ganze halt auf (für uns) langen zeitlichen Skalen.

Die Rosetten auf Bild 1 und 2 kommen sehr plastisch rüber, wie ich sehe hast du nicht geblitzt sondern halt lange belichtet. Das geht eben auch, und hat den Vorteil, dass man die Lichtwirkung vorab besser kontrollieren kann. Gefällt mir sehr gut!!

Schöne Grüße

Uli

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Makronist

Habe ja schon realisiert, dass Du kein Blitzbefürworter bist, Uli.

Deshalb habe ich auch mal ein älteres Foto für Dich mit Normalbeleuchtung eingestellt. Hat sich ja gelohnt. Immerhin zwei AUSRUFZEICHEN:

Und zum BD60x:

Brauche mir keine Sorgen bzgl. der Erschütterungen machen. Die Hobel sind hier unten auf Sohle 7 (deshalb bevorzuge ich Blitzbeleuchtung) von Prosper schon lange abgestellt, so dass mein Studio wirklich sehr ruhig gelegen ist. Und nach dem Starten des Sets kann ich zur Muße immer rüber zum Gewölbe gehen, in dem das Originalbern...

Aber ich darf hier nicht zuviel verraten:-)

Glückauf

Uli

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