Falter

Diesen Falter kennt mein Schmetterlingsbuch nicht.

Ich habe aber den Eindruck, dass er aus Tarngründen die Mauerfuge mit ähnlicher Zeichnung wie die seiner Flügel als Ruheplatz gesucht hat.

Das Bild ist unbeschnitten. Abbildung 1:1

Gerhard

 

Kommentare

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Hallo Gerhard,

der ist etwas schwieriger zu bestimmen, aber es gibt glücklicherweise das Internet und damit habe ich ihn schnell gefunden (bin mir ziemlich sicher).

Ich gehe davon aus, dass Du etwas fortgeschritten bist und manches schon weißt.
Trotzdem schreibe ich mal ein paar Tipps auf, die auch anderen  helfen können.

Suchbegriffe bei Google "falter grau schwarz"

Wenn man die gefundenen Bilder durchgeht, findet man den Kerl schnell.

Tipp von mir:

Zur Bestimmung hilfreich sind Angaben zur Fundsituation wie Fundort ( z.B. auf welcher Pflanze), Datum, Zeit (Tag/Nacht), Größe,  Farbe, Verhalten, ...

Und?

Was sagt das Internet?

Grauer Erlen-Rindenspanner (Aethalura punctulata)

Wenn man sich den Spanner-Falter auf Erlenrinde denkt, kann man sich die perfekte Tarnung richtig vorstellen. Dort würde man ihn vermutlich überhaupt nicht finden.

Manchmal haben Kameras auch deshalb Probleme beim Scharfstellen.

Uns geht es übrigens oft so, dass wir zuhause auf den Fotos auf Pflanzen, Blüten, Steinen, ... irgendwelche kleinen Krabbeltiere finden. Manchmal sind sie richtig schön gefärbt oder scheint das Verhalten interessant zu sein und wir gehen nochmal an den Fundort. Dann findet man natürlich oft was ganz anderes ;-))

Noch ein Tipp:

Einfach mal längere Zeit an einer Stelle z.B. in einer Blumenwiese, an einer Pfütze ruhig verharren. Man glaubt nicht, was man da alles beobachten kann. Wichtig ist, sich ruhig zu verhalten und möglichst nicht aufzufallen, also auch sich sehr langsam zu bewegen. Viele Tiere sind Bewegungsseher, die registrieren den Beobachter dann nicht oder erst sehr spät.

Mit der Zeit bekommt man einen 7. Sinn und kann Pflanzen, Tiere, ect. immer öfter finden und besser einordnen.
Uns ging es letztes Jahr mit den Wanzen so. Sie sind geduldige Models und oft wunderschön und man findet sie sehr häufig. Wir hätten nie geglaubt, dass Wanzen sooo interessant sein können.

Also von meiner Seite weiterhin viel Spass.

Water Castle

 

Nachtrag:
Auch ich bin kein Experte, kein Biologe, sondern habe mir etwas Wissen im Laufe der Zeit angeeignet.
Einige Jahre habe ich auch Exkursionen und Kurse zu bestimmten Themen gemacht und Vorträge gehalten. Das zwingt einen zur Beschäftigung mit den Themen.

 

 

 

 

Profile picture for user Roland

ADMIN

Hallo Gerhard,

das ist ein sehr schönes Foto eines - ja, Spanners. Ob´s der Grauer Erlen-Rindenspanner (Aethalura punctulata) ist, wie von Water Castle geschrieben, da bin ich mir nicht ganz sicher. Es kann sein, das dies zutrifft, er sieht ihm schon sehr ähnlich. Allerdings kommt der Grauer Erlen-Rindenspanner in sehr vielen Variationen vor, kann also recht unterschiedlich aussehen. Jedoch ist bei nahezu allen Variationen ein Merkmal relativ deutlich vorhanden: vier dunkle Querlinien auf den Vorderflügeln. Sie sind fast immer als deutliche, längliche Flecken (in Linienform) ausgebildet - auch bei abgenutzteren, älteren Flügeln. Und das ist hier bei dem fotografierten Exemplar von Dir nicht der Fall. Diese Linien sind eher undeutlich. Und dann gibt es da noch eine ganze Menge andere, sehr ähnlich aussehende Arten. Ich will mich also nicht festlegen.

Bezüglich des Prinzips und der Sinnhaftigkeit der Google-Suche stimme ich Water Castle zu. Hier kann man häufig zumindest schon mal eine Grobzuordnung vornehmen. Oft hilft das schon sehr weiter.

Dass der Falter - egal, welcher es nun tatsächlich ist - genau die Fuge als Sitzplatz ausgesucht hat, hängt wahrscheinlich tatsächlich mit einer Tarnabsicht zusammen, da hast Du Recht. Das Farbenspiel der Flügel dient der Tarnung - egal, um welche Art es sich handelt. Und dann gehen die Falter bei der Standortsuche nach einem Ruheplatz sehr stark nach den Farben und Kontrasten des Untergrunds - also in diesem Fall Farben und Kontraste, die denjenigen der Flügel möglichst ähneln. Und das war eben die Fuge und nicht die Mauer selbst. Die Fuge wird ihn angezogen haben. Dumm gelaufen, dass sie so schmal ist ... :-)

Zum Fotografischen:

Du hast den Falter perfekt ins Bild gesetzt. Das Foto ist super scharf und schön brillant.

Kleiner Wermutstropfen ist die Ausrichtung der Schärfenebene. Der Falter liegt mit seinen Flügelflächen nicht komplett in der Ebene. Die Flügelenden rechts, aber vor allem links sind unscharf. Dies liegt an der Ausrichtung der Ebene.

Bei diesem Motiv, bei dem sich der Falter flach auf die Mauer drückt, sollte tatsächlich alles scharf sein. Das ist auch fototechnisch mit dem Objektiv, mit dem Du fotografiert hast, umsetzbar. Blende 11 ist genau die richtige Wahl und reicht auch hierfür aus. Aber wie gesagt, daran liegt es auch nicht.

FAZIT:

Ein schönes, brillantes Foto mit einer interessanten inhaltlichen Aussage, aber leider, wenn man ganz genau hinschaut (ich weiß, da kann ich voll blöd sein :-) !), nicht bis in alle (Flügel-)Ecken ganz scharf.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Profile picture for user Danny

Hallo Roland, der Falter hat mir Zeit gelassen, das Stativ aufzubauen, und ich konnte manuell fokussieren.

Mein Fehler war sicher, dass ich auf den höchsten, nahesten Punkt (seinen Hinterleib) fokussiert habe. Im Makrobereich soll der Schärfebereich zur Hälfte vor und hinter der Einstellung liegen. Wenn das so ist, habe ich den halben Bereich verschenkt. Aber wo ist die Mitte zwischen Flügelspitze und Hinterleib :-)?

Gerhard

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ADMIN

Hallo Gerhard,

ja, das mit dem Stativ war schon klar - bei so ´ner langen Belichtungszeit.

Tja, das, was Du da ansprichst, sind die Tücken des Makrobereichs. Aber wie gesagt, das Foto ist dennoch sehr gut!

Lieber Gruß,

Roland

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