Dieses Bild hatte ich wegen Schlechtwetter auf unserem Balkon gemacht. Ich war schon sehr überrascht welche Auflösung eine "einfache" kleine APS-C Kamera mit einem guten Objektiv bringen kann.
Sony A-6000
Sigma 2.8/70mm
ƒ/11.0
1/50
ISO 100
:-) Theo
Kommentare
ADMIN
Hallo Theo,…
Hallo Theo,
Du hast Recht: Das ist ein Bild, bei dem man sehr schön einige Qualitätseinschätzungen abgeben kann. Äußerst sauber werden die kleinen Blatthärchen mit den Tröpfchen wiedergegeben. Wie Du schon oben schreibst: Einer der entscheidendsten Punkte in der Qualitätskette zum technisch guten Foto ist die Linse vor der Kamera. Und hier macht das Sigma 2.8/70mm eine gute Figur.
Achtung: Bildränder & Bildecken
Nun muss man natürlich fairerweise auch sagen, dass genau dort, wo sich hinsichtlich der Objektivqualität "das Dicke vom Dünnen" trennt, keine feinen Härchen mit Tröpfchen befinden - nämlich an den Bildrändern und vor allem in den Bildecken. Hier lassen dann doch viele Objektive Federn. Das Bild oben liefert diesbezüglich keine Informationen, da in diesen "kritischen" Bereichen unscharfer Hintergrund ist.
"gute" Kamera - "schlechte" Kamera
Dennoch gebe ich Dir hinsichtlich der allgemeinen Feststellung völlig Recht. Heute sind bereits im niedrigeren Preissegment sehr hochwertige Kameras zu erwerben. Da muss man nicht mehr jahrelang hungern, um sich mal ein wirklich gutes Teil zu kaufen. Die Zeiten sind vorbei. Vielmehr ist es wichtig, bei einer Kaufentscheidung auf die wirklich wichtigen, qualitätsbeeinflussenden Faktoren zu achten. In Deinem Fall sind das:
Die Kamera kann noch so gut sein; beurteilt man sie hinsichtlich der technischen Bildqualität, ist sie nicht mehr als ein "Sensor-Etui". Die übrigen Dinge, die es dann da noch alle gibt, dienen der Erleichterung (manchmal auch Erschwerung :-)) des Fotografier-Vorgangs - dienen also dem Fotografen, nicht dem besseren Bild! Das Bild (genauer gesagt die Bilddaten) geht nur durch die Optik und landet auf dem Sensor. Dann noch ein bisschen Software, die unter Umständen aber auch viel Unheil anstiften kann, und das war´s!
Großer Hebel: die Optik!
Somit hat also die Optik immer noch den Bärenanteil an der technischen Bildqualität; das wird heute wie früher häufig unterschätzt. Hat die Kamera beispielsweise als Bridge-Kamera eine feste, aber super Linse davor, ist die Welt in Ordnung. Top-Freiheiten lässt natürlich das Wechseloptik-Prinzip, so wie es bei Deiner Sony gelöst ist. Dann kann man sich wahlweise eine tolle Linse davorschrauben, hinten in der Kamera baumelt ein guter Sensor - und der Fotograf kann sich nicht mehr damit rausreden, die Kamera sei schuld am schlechten Bild :-).
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Roland,…
Hallo Roland,
ich kann Dir da nur zustimmen. Für mich ist es in erster Linie wichtig zu wissen das die Kamera-Objektiv Kombi mehr kann als ich. Dann weiß ich wenn etwas nicht stimmt, liegt es an mir. Daran kann ich arbeiten. Früher, zu Analogzeiten, habe ich etliche Bilder wegwerfen müssen weil sie zwar schön, aber Ausrüstungstechnisch schlecht waren. Irgendwann habe ich mir dann gesagt, keine Kompromisse mehr. Als ich mit Contax und Zeiss fotgrafierte, gab es keine Ausreden mehr. Es blieb nichts anderes über als an sich selber zu arbeiten.
In der digitalen Welt halte ich es genau so, möglichst kein Kompromiss beim Gerät. Gut, das Geld setzt so manche Grenze, aber ich habe mich mit der Zeit hochgearbeitet. Ich glaube das 70er Sigma gehört zu den guten Gläsern und damit kann ich mich in die Makrofotografie einarbeiten, Ausreden gibt es nicht.
Also muss ich an mir arbeiten.
Ich mache in Kürze mal eine paar Bilder mit meiner SD1 Merrill und dem Sigma, ich glaube da geht noch mehr.
:-) Theo
ADMIN
Hallo Theo,…
Hallo Theo,
ja, es ist in den meisten Fällen so, dass die Kamera mehr kann als der Fotograf dahinter. Das soll natürlich nicht den Fotografen kleinreden, sondern nur die beruhigende Ausgangslage verdeutlichen, dass man sich zumindest eine Zeit lang voll und ganz auf die Entwicklung seiner eigenen Fähigkeiten konzentrieren kann. Die Kamera (bzw. die gesamte eingesetzte Technik) bremst einen nur selten aus. Und sollte dies doch der Fall sein und ich das hier bei Bildeinstellungen dann merken (was früher oder später meistens der Fall ist), spreche ich es an - aber erst dann, und nicht schon vorher!
Lieber Gruß,
Roland
Neuen Kommentar hinzufügen