Springspinne mit Beute. Aber: Warum ist der Bereich um das Auge unscharf, wenn die Haare im vorderen und hinteren Bereich scharf sind? Mindestentfernung unterschritten?
Springspinne mit Beute. Aber: Warum ist der Bereich um das Auge unscharf, wenn die Haare im vorderen und hinteren Bereich scharf sind? Mindestentfernung unterschritten?
Kommentare
ADMIN
Hallo Gartenfreund,das ist…
Hallo Gartenfreund,
das ist eine sehr gute Frage! Dieser deutlich unscharfe Bereich innerhalb der eigentlichen Schärfeebene passt überhaupt nicht. Woran kann das liegen?
Hier kann ich nur spekulieren, dies aber begründet:
Heutige Objektive arbeiten sehr intensiv mit der Kamera zusammen. Hiervon betroffen ist auch die Schärfeleistung eines Objektivs. Die Schärfe resultiert also nicht mehr ausschließlich aus der Berechnung der Gläser des Objektivs, sondern aus der Kombination der Gläser und der kamerainternen Software. Es handelt sich somit nicht mehr – wie früher – um eine rein optische Schärfe, sondern um eine in großen Teilen digitalen Schärfe.
[Eine Folge davon ist übrigens, dass die Objektive immer leichter geworden sind.]
Interessant dabei ist die Stärke des Anteils der Software am Schärfeergebnis. Als vor einigen Jahren diese Entwicklung einsetzte, habe ich Test gemacht, bei denen ich alle kameraseitigen Automatismen abgeschaltet habe – bei Verwendung professioneller Objektive des eigenen Herstellers! Die Ergebnisse glichen sehr dem Erscheinungsbild oben im Foto. Der Anteil der Software am Schärfeergebnis ist gewaltig!
Daraus resultiert meine These: Das Sigma soll zwar angeblich in vollem Umfang mit der Kameraelektronik der Canon zusammenarbeiten. Aber vielleicht gibt es hier doch Übertragungslücken z. B. bei der Berechnung der Schärfe, was sich dann in manchen Motivsituationen bemerkbar macht (hier in diesem Fall exakt bei der gegebenen Situation von Farben, Haaren usw.). Vielleicht hat hier die Software nicht mehr genau erkannt, was nun nachzurechnen ist und was nicht. Vielleicht wäre dies bei einem Originalobjektiv von Canon nicht der Fall gewesen – vielleicht aber auch doch, das weiß man nicht so genau.
Vorschlag: Mache mit dem Sigma Testaufnahmen von Motiven, die insgesamt bei den Punkten Farben, Strukturen und Schärfekanten recht homogen sind, und schaue, ob dies öfter passiert. Gut geeignet ist beispielsweise eine komplett mit Efeu bewachsene Bodenoberfläche, die schräg (also mit verschiedenen Schärfe-/Unschärfezonen) von vorne bis hinten scharf fotografiert wird (also mit geschlossener Blende. Prüfe dann, ob auch hier innerhalb der Schärfezonen unscharfe Bereiche auftreten. Wenn ja, dann trifft meine These zu.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland
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