Attacus atlas ♀

Attacus atlas ♀ / Atlasspinner

aus Thailand

Nachzucht an Ligustrum ovalifolium

Kommentare

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MOD

Hallo Frank,

dein Falterbestand scheint unerschöpflich.Kein Wunder bei 40 jähriger Zuchtätigkeit. Es sind wirklich interessante, außergewöhnliche Exemplare dabei. Jedoch gehen sie in der Menge unter und sprengen etwas den Rahmen der Galerie :-) Was hälst du davon, immer mal ein Einzelbild einzustellen, welches dann auch richtig besprochen werden kann.  Die Bilder sind viel zu schade, um einfach darüber hinweg zugehen. ;-)

Lieben Dank nochmal für`s Zeigen und einen schönen Abend noch.

Liebe Grüße

Gabi

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ADMIN

Hallo Frank,

Deine eingestellten Falterfotos zeigen die ganze Schönheit der abgebildeten Schmetterlinge. Die jeweiligen Falter sind auch in der Regel sehr gut abgelichtet. Das Hauptproblem ergibt sich, wie Du auch bereits an anderer Stelle beschrieben hast, durch die geringe Auswahlmöglichkeit der Hintergründe. Die Falter befinden sich nun mal nicht in ihren natürlichen Lebensräumen. Würden sie dort sitzen, sähe das eine oder andere Foto nochmals deutlich attraktiver aus; die biologische Aussage wäre eine deutlich höhere.

Und dennoch: Konzentriert man sich beim Betrachten der Bilder auf das eigentliche Hauptmotiv, den Falter, kann man tatsächlich nur noch staunen, welche Fülle an Formen und Farben die Evolution im Laufe ihrer vielen Jahre kreiert hat.

Liebe Grüße,

Roland

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Makronist

Hallo Roland,

vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast Recht, die Natur hat im Laufe der Evolution schon die wunderbarsten Geschöpfe, Farben und Formen hervorgebracht. Das erstaunlichste daran ist, dass alles einen bestimmten Zweck erfüllt, den wir nicht immer auf den ersten Blick erkennen können. Das ist es ja gerade, was mich immer wieder auf's neue fasziniert.

Natürliche Bedingungen kann man bei der Zucht nur bedingt nachstellen. Ich versuche aber, es nach meinen Möglichkeiten umzusetzen. Einen gewissen Anspruch habe ich da schon. Manche Arten der Nachtfalter leben tagsüber so versteckt, dass man sie selbst in den Originalhabitaten selten oder gar nicht zu Gesicht bekommt. Auch sind manche Arten recht unkooperativ beim Fotoshooting, dass man mitunter doch schon recht tief in die Trickkiste greifen muss. Aber solange euch die Fotos gefallen ist das Ziel ja erreicht. Sicher habe ich was Fototechnik anbelangt noch vieles zu lernen - aber meist fehlt mir die Zeit, da noch tiefer einzudringen. Ich versuche eher, das, was in meiner unmittelbaren Umgebung noch an Artenvielfalt da ist, zu dukomentieren. Leider wird das von Jahr zu immer weniger. Näher möchte ich das an dieser Stelle nicht ausführen, da wir da bestimmt auch keinen Konsens finden würden.

LG Frank

 

 

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo Frank,

vieles von dem, was Du schreibst, kann ich verstehen. Allgemein ist das Fotografieren von Insekten in Gefangenschaft eine sehr undankbare Sache. Zu häufig passen eben diese Umfeldbedingungen nicht oder nur mäßig. Und die natürlichen Originalhabitate nachzubilden, sodass sie auch noch von möglichst vielen Perspektiven aus keine "Störungen" aufweisen, ist extrem aufwändig.

Es ist nicht so, dass in der Evolution "alles einen bestimmten Zweck erfüllt". Diese Auffassung über Evolution vertrat man früher, ist aber seit einiger Zeit berechtigterweise überholt.

Es gibt zahlreiche durch Evolution entstandene Entwicklungen, die keinen Zweck erfüllen, sondern einfach nur nicht stören. Evolution läuft nach wertfreiem Zufall ab. Führt ein Ereignis (z.B. eine Mutation oder ein bestimmtes Verhalten) zu einem Vorteil für die jeweilige Art, hat es Chancen, sich durchzusetzen. Führt es umgekehrt zu einem Nachteil, wird es wahrscheinlich so schnell gehen, wie es gekommen ist. Führt die Ausbildung eines bestimmten neuen Merkmals zu weder einem Vor- noch einem Nachteil, ist es eine Frage des Zufalls, wie es damit weitergeht. Hierbei kann es durchaus auch mal sehr spielerisch zugehen. Solange es keinen stört, ist alles möglich.

Die zielgerichtete Zwecktheorie spiegelt mehr den Funktionsmodus des Menschen wider. Wir, oder besser gesagt unser Gesellschaftsprinzip tickt mehr nach zielgerichtet, zweckorientiert, optimiert usw. Das sind alles Ausrichtungen, die in der Natur anders definiert sind. Auch, wenn viele von uns das nicht wahrhaben wollen, aber in der Natur ist lange nicht alles zielgerichtet oder zweckorientiert. So gibt es beispielsweise auch einen Haufen von Tierarten, die keinen bestimmten Zweck mit ihrem Dasein haben. Ihre Existenz rechtfertigt sich durch keinen Nutzen oder ähnliches. Sie sind einfach nur da, quasi für sich – weil bisher nichts dagegen gesprochen hat. Aber das macht ja nun mittlerweile der Mensch in ganz großem Stil, dieses Dagegensprechen!

Aber wie Du schon schreibst, lassen wir es dabei :-).

Lieber Gruß,

Roland

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