Cliffhanger :-)

Eine Biene am Sonnenhut-Blütenblatt heute morgen. Sie war noch abgekühlt und mir freundlich gesonnen.:-)  Ich hab versucht sie mit dem Kinon festzuhalten, dabei wollte ich gerne die Farben des Hintergrundes verlaufen lassen. Deshalb hab ich mich für das Kinon entschieden. Vielleicht gefällt es Euch ja. ;-)

Kinon 1,8/50mm (Offenblende) Exifs stimmen nicht ganz, hab leider nicht umgestellt. :-(

Kommentare

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MOD

Hallo Inga,

ja, ich hatte echt Glück dass die Biene so reglos da saß. Ich hab allerdings auch ein Stativ verwendet, da ich die Schärfe auf dem Display sonst nicht so genau halten kann. Das Kinon ist für so etwas super geeignet. Es verwischt den Hintergrund so schön, zeigt aber trotzdem Schärfe.Es macht allerdings etwas Mühe sie zu treffen. *grins

Danke für Dein Feedback. :-)

Liebe Grüße

Gabi

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Makronist

Hmh - ich muss gestehen, dass ich mich etwas schwer tue mit dem Bild. Die Aufteilung und Darstellung finde ich super, aber (im Gegensatz zu Inga) - mir fehlt die Schärfe, gerade im Bereich des Auges. Liegt das an dem verwendeten Objektiv, dass die Schärfe nicht so "knackig" erscheint wie man das sonst gewohnt ist?

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MOD

Hallo Leon,

vielen Dank für Dein Feedback zum Bild.Es freut mich, dass Du Dir die Zeit genommen hast Dich damit auseinander zu setzen.  Man darf das sicherlich nicht mit einem modernen Makro-Bild vergleichen.Gerade beim Kinon bei dieser Vergrößerung ist es schon schwierig und da wirkt es leicht flau.Ich habe versucht die Schärfe der beiden umschließenden Blütenblätter mit dem Kopf bzw Auge der Biene herauszuarbeiten. Beim Auge habe ich mich an der Linie am Anfang des Augapfels orientiert.Ich finde es jetzt nicht so schlecht,kann aber nicht beurteilen, ob noch mehr Schärfe möglich gewesen wäre.

Liebe Grüße

Gabi

 

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ADMIN

Hallo Leon,

ich kann verstehen, dass dir erst einmal die Schärfe "fehlt". Bei der Fotografie mit alten Objektiven sind wir in einer anderen Welt unterwegs als bei der Fotografie mit modernen Objektiven. Hier gelten andere Parameter, da müssen wir umdenken – und mit der Zeit sogar anders sehen lernen.

Beim Bild von Gabi sitzt die Schärfe des eingesetzten Objektivs voll auf dem oberen Facettenauge. Es handelt sich um eine lichtstarkes Projektionsobjektiv aus den 1930er Jahren – also um ein fast 100 Jahre altes Objektiv, das für einen Lichteinfall von hinten (anstatt von vorne!) konstruiert wurde. Da ist aus heutiger Sicht die Schärfe sicherlich nicht das Hauptmerkmal. Vielmehr geht es um die Unschärfen im Bild. Wie stellt ein solches Objektiv die Unschärfen dar (also die Bereiche außerhalb des Hauptmotivs)? Und da kommt nun eine ganz besondere Eigenheit eines solchen Objektivs in Verbindung mit modernen Sensoren zum Tragen.

Das Augenmerk des Betrachters geht also deutlich mehr in Richtung der Unschärfen, als dies bei modern fotografierten Bildern der Fall ist. Schaue dir das Bild von Gabi als Gesamtbild an. Dann wirst du feststellen, dass man ein solches Foto so nicht mit einer modernen, hochkorrigierten Optik machen kann. Und wenn die Schärfe beim Hauptmotiv so gerade noch ausreicht, dann ist in der Welt der "gemalten Bilder" alles in Ordnung :-).

Liebe Grüße

Roland

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ADMIN

Hallo Gabi,

ein feines Foto. Bildbestimmend hierbei ist nicht die Biene, sondern vielmehr die zarten gelben Schwünge, in denen das Kinon die Zungenblütenblätter des Sonnenhutes zeichnet. Sie bilden einen wunderschönen Rahmen um die aufwachende Honigbiene herum :-).

Ein Bild mit ganz viel Ausdruck!

Liebe Grüße
Roland 

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Makronist

Hallo Gabi,

dein Bild ist so wunderbar sonnig strahlend und perfekt komponiert - das könnte ich mir stundenlang betrachten!

Viele Grüße

Goni

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Makronist

Hallo, und danke für Eure Bemerkungen zu meinem Kommentar. Ja, ich gebe zu dass ich mit Vintage Objektiven und auch der Makrofotografie mit solchen Objektiven keinerlei Erfahrung habe und von daher noch die üblichen Maßstäbe an die Schärfe gelegt habe. Wie ja schon erwähnt, finde ich die Aufteilung und Darstelllung klasse,, von daher gefällt mir das Bild wirklich sehr gut!

Gruß, Leon

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MOD

Hallo Leon,

ich finde es aber super, dass Du Deine Zweifel zur Schärfe äußerst. Denn sicherlich schauen noch mehr Makronisten hier herein und wundern sich manchmal über unsere Einstellungen bezüglich dieses Punktes. Rolands Ausführungen brachten nun Klärung für Dich und für mich.:-) 

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße

Gabi

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Makronist

Hallo Gabi, ja, für mich sind solche Bilder "Neuland", und von daher noch einmal ein herzlicher Dank an Roland für die hilfreichen Erläuterungen.

Gruß Leon

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ADMIN

Hallo Leon,

es ist absolut korrekt und – wie Gabi schon sagte – wichtig, dass du deine Skepsis geäußert hast. Anderenfalls könnte man ja vielleicht sogar berechtigt unterstellen, die da seien nicht in der Lage, scharfe Aufnahmen zu machen :-)!

Nein, die Vintage-Makrofotografie geht in eine ganz andere Richtung. Klar, Schärfe spielt beim Hauptmotiv immer noch eine Rolle; das Hauptmotiv ist Hauptmotiv und wird alleine schon durch Schärfe dazu bestimmt. Aber hier geht es nicht um die maximale Schärfe, die wir von heutigen Objetkiven kennen, sondern um diejenige Schärfe, zu der die alten Objektive bei Offenblende maximal in der Lage sind. Darüber hinaus kommen nun die unscharfen Bildbereiche ins Spiel. Hier zeigen diese alten Objektive ein völlig anderes Abbildungsverhalten als moderne. Nun öffnet sich für viele Makronisten ein noch nie erlebter kreativer Raum.

Ich habe oben nur einen ganz kleinen Erklärungsversuch zu dieser wunderbaren Art der Makrofotografie unternommen; viel mehr geht hier nicht, das würde den Rahmen von Makrotreff sprengen. Aber ich habe zu diesem Thema eine MAKROFOTO-Spezial – Vintage-Makrofotografie (Malen mit der Kamera) herausgegeben. Wenn du alles zu diesem Thema erfahren möchtest, lege ich dir diese Spezialausgabe ans Herz – und versprochen: Du wirst verzaubert sein von den Fotos, die du darin findest :-).

Liebe Grüße

Roland

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Makronist

Hallo Roland, ja, das könnte durchaus ein Bereich der Makrofotografie sein, für den ich mich interessiere, und da käme dann Dein Makrofotografie Spezial als Informationsquelle sicherlich gelegen. 

Im Moment allerdings kämpfe ich damit, die alltäglichen Probleme der "normalen" Makrofotografie zu bewältigen: Nachdem ich lange Zeit vorwiegend mit einer APS-C Kamera (zuletzt Canon EOS R7) mit der etwas größeren Schärfetiefe fotografiert habe bin ich nun auf eine  Vollformatkamera gewechselt. Nicht nur ist dabei der Schärfebereich sowieso kleiner, ich bin auch zunehmend dazu übergegangen, geringere Blendenwerte zu verwenden (f/4 - f/4,5). Mir passiert es nun allerdings bei den Stacks immer wieder, dass ich kleine Bereiche des Objekts gar nicht erwischt habe, vermutlich weil ich den Fokusring doch etwas zu schnell drehe. Ich denke da hilft einfach nur weiter üben.

Bis ich diese Probleme nicht bewältigt habe und mit meinen Bilder (wieder) zufrieden bin werde ich mir sicherlich keinen neuen, ebenfalls anspruchsvollen Bereich suchen.

Aber ich behalte das Thema Vintage Makrofotografie definitiv im Hinterkopf... versprochen 

Gruß

Leon

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Makronist

Hallo Gabi,

mir gefällt dein Kinonbild sehr gut. Der Bildaufbau ist auch super.

Ich hab's mir jetzt schon länger angeschaut und auch mal um 90° im Uhrzeigersinn gedreht, so würde es mir persönlich noch besser gefallen. Durch das scharfe Auge rechts bleibt der Blick der Biene dennoch im Bild.

Allerdings würde dann natürlich der coole Titel nicht mehr passen.

Viele Grüße Markus 

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