Der Eichelbohrer (Curculio glandium) ist ein Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer. Das Weibchen bohrt mit seinem Rüssel Löcher in unreife Eicheln und legt dort seine Eier ab. In der Vergrößerung ist gut sichtbar, dass der Käfer mit Schuppen bedeckt ist.
Das Bild ist ein geblitzter Freihand-Stack aus ca. 20 Fotos, das Format habe ich auf 2x3 geändert. Der lange Rüssel mit den zur Seite auskragenden Fühlern ist fotografisch eine Herausforderung (die ich nicht ganz bewältigt habe, der vordere Fühler läuft in die Unschärfe). Obwohl das Tier gefühlt still saß und ich beim Auslösen eine stabile Position einnehmen konnte, gab es unscharfe Säume - besonders am rechten Vorderbein, aber auch am Rüssel.
Mir ist nicht ganz klar, ob entweder das Tier oder aber ich sich doch bewegt haben und die unscharfen Bereiche deswegen auftraten. Oder kann es andere Gründe geben (zu große Schrittweite beim Stacken?). Da fehlt mir leider die Erfahrung.
Liebe Grüße
Ingo
Kommentare
MOD
Grüß Dich Ingo,ja, Fühler…
Grüß Dich Ingo,
ja, Fühler und stacken, das ist wirklich eine Herausforderung. Irgend eine Bewegung ist da immer :-). Rüsselkäfer sind einfach knuffige Tierchen, ich muss immer lächeln wenn ich ein Bild von ihnen sehe.
Servus
Wolfgang
Hallo Wolfgang,schön, von…
Hallo Wolfgang,
schön, von dir zu hören!
Auf Rüsselkäfer- Fotos bin ich schon lange scharf gewesen. Es ist immer wieder beeindruckend, zu welchen skurrilen Anpassungen die Evolution führt. Leider sind die Gesellen oft sehr klein und neigen dazu, sich schnell auf die Blattunterseiten zu verkrümeln, wenn man sich ihnen annähert. Umso schöner, wenn mal einer mitspielt.
Übrigens: Angeregt von deinen Einstellungen habe ich vor zwei Jahren den Bachnelkenwurz an unseren kleinen Teich gepflanzt. Er blüht gerade und ich muss oft an dich denken, wenn ich die unscheinbar schöne Pflanze sehe :-)
Liebe Grüße aus dem Norden
Ingo
ADMIN
Hallo Ingo,du schreibst, dir…
Hallo Ingo,
du schreibst, dir sei nicht ganz klar, ob sich beim Stacken das Tier bewegt hat oder du.
Säume
Ich weiß zwar nicht, was du bereits in der Nachbearbeitung "korrigiert" hast – ob du bereits Unschärfen ausgebessert hast –, aber das, was sich jetzt noch an Säumen und Unschärfen zeigt, hat keine Bewegung zur Ursache. Die Säume am rechten Vorderbein sind klassische Halos, die beim Stacken immer mal auftreten – mal stärker, mal weniger stark, und unterschiedlich bei der Anwendung von verschiedenen Stack-Programmen und unterschiedlich je nach Motivsituation. Solche Unschärfesäume müssen händisch nachgearbeitet werden, das ist eine Arbeit, die aktuell noch zur Erstellung hochwertiger Stacks dazugehört. Die kannst du also nicht generell vermeiden.
Unschärfebereiche
Die Unschärfen im vorderen Fühler liegen daran, dass dieser Fühler nach vorne hin den festgelegten Schärfebereich verlässt. Die Fühler dieses kleinen Eichelbohrers sind super lang bzw. stehen super weit vom Körper ab. Du hast den Schärfebereich zwar schon ziemlich weit nach vorne gelegt, sodass die rechten Beine komplett in dieser Schärfe liegen. Doch der Fühler ragt noch mal deutlich weiter nach vorne; hier hättest du den Schärfebeginn also deutlich weiter nach vorne legen müssen. Ob das dann noch gut ausgeschaut hätte, weil dadurch natürlich ein weiterer großer Bereich des Bodens vor den Füßen ebenfalls scharf geworden wäre, steht auf einem anderen Blatt.
Mich (!) störte es nicht, dass der rechte Fühler nach vorne in die Unschärfe fließt – genauso nicht, dass die hinteren Beine ebenfalls außerhalb der Schärfezone liegen. Es muss nicht immer exakt alles scharf sein. Unser Auge sieht auch Schärfezonen, das ist also gewissermaßen "natürlich".
Fazit
Wenn ich mir den Stack detailliert anschaue, ist er insgesamt sauber durchgeführt worden. Nennenswerte Verwacklungen bzw. Bewegungen hat es nicht gegeben, und die Schrittweite der einzelnen Stacking-Fotos passt ebenfalls.
Noch ein bisschen Nachbearbeitung an den Säumen des rechten Vorderbeines, und das Ergebnis ist ein sauberer Stack!
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht"
Roland
Hallo Roland,danke für deine…
Hallo Roland,
danke für deine hilfreichen Anmerkungen! Gut zu wissen, dass die Ursache der Säume nicht in handwerklichen Fehlern zu suchen, sondern -zumindest in diesem Fall- dem Stack-Vorgang geschuldet sind.
Ich habe sowohl Helicon, als auch Zerene und den Shine-Stacker getestet, die Säume traten (in unterschiedlicher Ausprägung) bei allen drei Programmen auf.
Ich habe versucht, das Foto nachzubearbeiten, ein wenig konnte ich die Säume weg retuscheln, aber das Ganze war relativ aufwendig. Wahrscheinlich geht´s schneller, wenn man das öfter macht. Immerhin habe ich das „Klonen“ bei Helicon entdeckt und konnte dem Käfer seine richtige „Rüsselnase“ aufsetzen :-). Trotzdem ist mir bei dem Ganzen nicht so wirklich wohl, man bewegt sich schon dicht an der Grenze zur Bildmanipulation.
Ich teile deine Auffassung, dass das Motiv besser nicht ganz durchgestackt werden sollte, das sieht schnell unnatürlich aus, wie man auf dem zweiten anhängenden Foto sehen kann.
Trotz aller zusätzlichen Schwierigkeiten: Das Stacking ist schon eine faszinierende Möglichkeit, wenn man wirklich dicht an die Motive ran will (muss man ja nicht).Mir macht es jedenfalls Spaß.
Liebe Grüße
Ingo
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