Mosaikjungfer

Hier seht ihr eine Mosaikjungfer im Flug. 

Die Blaugrüne Mosaikjungfer weist eine Körperlänge von sieben bis acht Zentimetern und Flügelspannweiten von 9,5 bis elf Zentimetern auf. Damit ist sie wohl die zweitgrößte bei uns vorkommende Art. Nur die Königslibelle wird noch ein wenig größer.

Kommentare

Profile picture for user Roland

ADMIN

Hallo Klaus,

Volltreffer! Der Kopf liegt genau in der (schmalen) Schärfeebene.

Soweit passt alles. Zwei Dinge möchte ich ansprechen:

Belichtung:

Das Foto ist ein wenig zu dunkel. Eine leichte Anhebung über alle Werte würde im guttun. Hierbei allerdings aufpassen auf das Gelb. Das ist jetzt bereits recht stark und wird sich durch die Aufhellung nochmals zusätzlich leicht verstärken. Dies dann gegebenenfalls etwas zurücknehmen.

Allgemeine Bildnachbearbeitung

Auch dieses Foto zeigt trotz sehr guten Sensors und idealem ISO-Wert wieder deutliche Nachbearbeitungs-Spuren. Ich kann nicht genau sagen, wie diese entstanden sind, aber sie sind für diese sehr gute Ausgangslage deutlich zu deutlich. Hier vorsichtiger vorgehen. Typisch sind diese Erscheinungen bei zu starken Einstellungen beim Schärfen, Entrauschen und/oder Skalieren.

Trotzdem: Ein interessantes, nicht einfaches Motiv gut "getroffen".

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Profile picture for user Chris Tine

Hallo Klaus,

Ich finde auch das es sehr gut getroffen ist.

Ich selbst hätte es aber sehr wahrscheinlich mit einer geschlosseneren Blende eventuell 8 mal versucht, auch wenn es hier mit der Schärfe auf dem Kopf bereits sehr gut gelungen ist. Ich verspreche mir davon das die Flügel dann etwas schärfer wären. Der hintere Körperteil ist dabei nicht ganz so wichtig, das würde ohnehin nicht funktionieren.

Hast du eventuell schon mal bei deiner Kamera nachgeschaut ob dort vielleicht die schärfe schon zu stark voreingestellt ist, sowie die Rauschreduzierung. Das kann eventuell auch schon viel für die Bildqualität mit verantwortlich sein. Ich denke besser ist es auch immer in der Kamera gar nicht so viel oder nur sehr minimal zu schärfen und wenig zu entrauschen und das dann lieber zum Schluss erst bei der Bildbearbeitung zu tun, auch wenn das RAW Dateien sind. 

Liebe Grüße

Christine

 

Profile picture for user Klaus Schulmann

Hallo Christine,

erstmal danke, das du dich mit meiner Arbeit auseinander gesetzt hast.

Du schreibst, ich hätte das mit einer F8 versuchen sollen. Das wäre in dem Fall aber Kontraproduktiv gewesen. Das Bild erscheint euch ja jetzt schon zu dunkel. Was wäre passiert, wen ich eine F8 genommen hätte? Das Bild wäre noch dunkler. Um das zu vermeiden, hätte ich Gegensteuern müssen. Ich hätte mit der Iso höher gehen können, in dem Fall dann auf ca. 1000. Das habe ich aber bewusst nicht gemacht, weil das Rauschverhalten bei der Sony A77 schon ab 400 sehr hoch ist, besonders bei den Bedingungen, die vor Ort herrschten. Das hohe Rauschverhalten der A77 hat mich übrigens dazu bewogen auf die A77 II umzusteigen. Weitere Möglichkeit wäre gewesen, ich hätte mit längeren Verschlußzeit arbeiten können. Ging aber auch nicht. 1/1000 ist die absolute Grenze, um fliegende Libellen zu fotografieren. (Besser wäre 1/1650)

Somit waren das für mich bei den Gegebenheiten, die vor Ort herrschten, die besten Einstellungen. Man muss, gerade wenn man bewegte Ziele fotografieren will, immer mal wieder Kompromisse eingehen. Anders, und damit wesentlich einfacher ist es, wenn du ein Motiv vor dir hast, dem Du nicht hinterherlaufen musst :-).

LG

Klaus

Profile picture for user Chris Tine

Hallo Klaus,

das ist schon richtig was du hier schreibst das mit einer Blende 8 die Iso dann auch dementsprechend wieder etwas höher eingestellt werden müsste. Das hatte ich hier schon mit einkalkuliert.

Die genauen Lichtverhältnisse damals bei dir vor Ort während der Aufnahme die kann natürlich niemand außer Dir ganz genau wissen. Ich habe Dir die Blende 8 deshalb vorgeschlagen, da ich mit dieser Blende bisher oftmals die besten Ergebnisse hatte. Die meisten Kameras rauschen sehr schnell und das ist bei meinen beiden leider genauso. Dann müsste man eine Vollformat Kamera nutzen und wegen dem großen Sensor wenn man nicht nah genug heran kommt wieder sehr viel beschneiden was dann auch wieder ein Nachteil wäre. Alles hat seine vor und Nachteile und auch hier muss man deshalb Kompromisse eingehen, genauso wie du schon schreibst.

Ich habe noch mal gerade ein paar Testberichte deiner Kamera durchgelesen, das hat ein bisschen gedauert und daher antworte ich Dir erst jetzt. Der Sensor deiner Kamera scheint demnach wirklich nicht so besonders gut zu sein und das ist sehr schade, denn damit hast Du in der Tat einige Einschränkungen, auch wenn diese Kamera anderer Orts wieder sehr hoch gelobt wird. Dasselbe Problem habe ich mit meinen Kameras aber auch und ich Denke mittlerweile es gibt keine gute oder keine schlechte Kamera, sondern man muss die Kameras so wählen wie sie für die jeweilige Fotosituation am besten geeignet sind.

Nun hast du diese Kamera ja schon, also würde ich wegen dem Rauschen nur bei bestmöglichsten Lichtbedingungen diese Flugaufnahmen machen und dabei dann einen Mittelwert der Blenden wählen nämlich 5.6 oder 6.3. beim selben Abstand zum Motiv wie hier. Somit wären die Ansätze der Flügel schon etwas schärfer. Außerdem würde ich die Auto Iso auf 800 beschränken und die kurze Verschlusszeit 1/1000 einstellen und damit könntest du zuvor mal ein Test Foto von der Helligkeit der Umgebung auf ein kontrastreiches Motiv machen und sehen ob es sich mit diesen Einstellungen bei den gegebenen Lichtverhältnissen für Flugaufnahmen dann lohnt und bis zu einem gewissen Grad lassen sich auch im nach hinein noch etwas dunklere belichtete Fotos dann im Bildbearbeitungsprogramm aufhellen. Das kommt aber dann auf den Dynamikumfang der Kamera an und dieses müsste man dann austesten. Bis Maximal Iso 800 müsste deine Kamera bei ausreichenden Lichtverhältnissen dafür noch gut zu gebrauchen sein. Höher würde ich dann allerdings nicht mehr gehen.

Und im einem weiteren Testbericht hatte ich auch gelesen das deine Kamera bereits zur leichten Unterbelichtung neigt und deshalb ein Foto schnell mal etwas dunkler werden kann, sodass eine Belichtungskorrektur von +3 bis +5 EV oftmals empfohlen wird.

Liebe Grüße,

Christine

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