Wassertropfen auf einer Feder

Zum Thema Focus Stacking. Mit dem Steuerprogramm HeliconRemote (30-Tagevers. kostenlos) Legt man nur den Nahpunkt und den Fernpunkt fest und der eingebaute Schärfentieferechner übernimmt die Belichtungswerte der Kamera und legt die Zahl der Schritte fest. Wenn vorhanden, wird das Ergebnis direkt an HeliconFocus weitergegeben.

Roland, mich interesssiert deine Meinung zu dem Verfahren.

Nebenbei habe ich die Frage gelöst, warum Federn nicht nass werden, in diesem Falle eine Taubenfeder.

Kommentare

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ADMIN

Hallo GerHüh,

ein Stack von einem Tropfen auf einer Feder - tolle Idee! Macht graphisch richtig was her.

Du fragst mich, was ich von dem Verfahren, wie es Helicon anbietet, halte.

Focus Stacking - "viele Wege führen nach Rom"

Natürlich ist dieses Verfahren eine Möglichkeit, Focus Stacking durchzuführen; es führen viele Wege nach Rom. Schließlich handelt es sich letztendlich um einen mathematischen Vorgang: Die in Abhängigkeit zur Blende notwendigen "Schärfe-Scheibchen" können berechnet und dann in Auslösungsanzahlen an die Kamera weitergegeben werden. WIE man das macht, ist letztendlich unwichtig.

Was nun dieses "App-Verfahren" von HeliconRemote anbetrifft, da bin ich mehr ein Mensch der Praxis. Ich will, was das Equipment anbetrifft, möglichst leicht, möglichst losgelöst, möglichst unabhängig und möglichst "schnell" unterwegs sein. Da greift die App-Lösung eher von der anderen Seite an: noch mehr Hardware, Kabel, dadurch dann in der Regel auch Stativeinsatz, Zeit zum Berechnen - und dann irgendwann mal auslösen.

Da ich mich mehr im Bereich biologischer Motive bewege, ist mir das einfach zu schwerfällig. Ich mache meine Stacks zu 99 % freihändig, die entsprechenden Einstellwerte kommen aus der Erfahrung. Auch, wenn es dann vielleicht das eine oder andere Mal doch nicht richtig hinhaut - die Pflanze ist jedenfalls bis zum Auslösen nicht verblüht bzw. das Insekt nicht weggelaufen, weggesprungen oder weggeflogen :-).

Aber: Natürlich funktioniert es so, wie Du es machst! Ich denke, da muss sich jeder selbst einnischen. Allerdings ändert das nichts daran, dass nicht irgendwo alle Wege, die nach Rom führen, auch ihre "Stolpersteine" haben -  so auch der von Dir beschrittene Weg mit HeliconRemote. Beim Foto sieht man oberhalb des Tropfens schräg quer verlaufend, von links unten nach rechts oben, Stacking-Fehler. Keine starken, aber dennoch eben Ungenauigkeiten. Und die liegen nicht an der wohl optimalen Berechnung der Einzelfotos, sondern am softwareseitigen Zusammenfügen der Einzelbilder. Und da sind wir wieder bei der Thematik, die wir beim letzten Stack von Dir hatten.

Ansonsten in aller Kürze:

Ausschnitt:

Es wäre überlegenswert, einen Ausschnitt zu wählen, bei dem oben links kein Hintergrund mehr mit drauf ist. So stelle ich mir z.B. eine sehr interessanten Ausschnitt im Hochformat vor, bei dem dann der Tropfen unten rechts ist. Dann ist es eine rein "technische" Aufnahme, geprägt ausschließlich von Linien, Geraden, Kurven, und das Ganze in Grautönen. Wäre sehr reizvoll ...

Müll:

Die Aufnahme würde sehr gewinnen, wenn Du die ganzen weißen Partikel und Fusseln entfernen würdest. Dürfte aber kein Problem sein.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Profile picture for user Birgit Heymer

Danke für die Hinweise, Roland, ich werde mich mit der Nachbearbeitung weiter befassen.

Beim manuellen Stacking ist man doch immer im Zweifel, wie viele "Scheibchen" richtig sind, und da dachte ich, dass ein Hersteller, der mit guten Ergebnissen werben will, mit seiner Automatik schon die richtige Zahl ermittelt. Aber die unterschiedlichen Motive, wie du schon bemerkt hast, verhindern offenbar eine generelle Lösung.

Gerhard

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