Weidenbohrer Raupe

Zu den gefürchtetsten Schädlingen in heimischen Gärten zählen diese Raupen.Sie sind nicht nur ungemein gefräßig und vernichten bereits durch ihren nahezu unstillbaren Appetit das Holz ganzer Baumbestände, sondern verursachen zudem auch noch Pilzinfektionen.

Kommentare

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ADMIN

Hallo helko,

herzlich willkommen bei Makrotreff!

Zum Foto:

Du hast die Weidenbohrer-Raupe – die sich übrigens in Abwehrstellung befindet – exakt quer zur optischen Achse fotografiert. Damit erreicht die Schärfeebene die gesamte Körperfläche.

Leider liegt sie minimal zu weit hinten. Die zur Kamera gewandte Körperoberfläche liegt vor der Schärfeebene und ist damit leicht unscharf.
Mit einem Vorziehen des Schärfepunktes hättest Du zwar diesen vorderen Bereich abgedeckt, dann hätte aber im hinteren Bereich die Schärfe gefehlt: die Ober- und Unterseite der Raupe wären unscharf geworden.

LÖSUNG:
Der Verschluss der Blende um eine weitere Stufe hätte ausgereicht, alle notwendigen Bereich der Raupe in die volle Schärfe zu bringen. Und hinsichtlich des Hintergrunds hätte dies keine negativen Auswirkungen (Schärfentiefe) gehabt, da er homogen genug ist.

Dabei wäre entweder die Verschlusszeit von 1/80s auf 1/40s gerutscht, oder (je nach Stabilisierung der Kamera), der ISO-Wert von 100 auf 200. Beide Lösungen wären möglich, ohne dass es zu nennenswerten Verlusten kommt.

Zur Biologie:

Der Raupe des Weidenbohrers entwickelt sich zu einem mächtigen, recht plumpen grauen Nachtfalter. Er kann eine Flügelspannweite von bis zu 8 Zentimetern (!) erreichen, die Raupe selbst wird bis 10 Zentimeter lang!

Ich kann Deine Sichtweise hinsichtlich der Schäden, die diese Raupe in Gärten anrichtet, verstehen. Mann kann diesen Gesichtspunkt aber auch von seiner anderen Seite aus betrachten:

Weiden sind ökologische Hotspots unserer Natur. Auf, an und in ihnen leben einige Tausend Insektenarten – teilweise hoch spezialisiert, also nur auf Weide. Eine dieser Arten ist der Weidenbohrer.
Damit ist der Weidenbohrer Teil dieser umfangreichen und faszinierenden biologischen Vielfalt (Biodiversität). Und man kann sogar noch einen Schritt weitergehen: In der nächsten Stufe gehört der von ihm übertragene Pilz ebenfalls zu diesem vielfältigen Geflecht, also zur Biodiversität.

Die Bewertung schädlich/nützlich spiegelt ausschließlich die Sichtweise des Menschen wieder – verständlich, aber auch gefährlich! Denn diese Sichtweise ist mit ein Grund dafür, dass wir infolge unserer ständig vorgenommenen Bewertungen viele Pflanzen, Tiere, ja sogar ganze Lebensräume (z.B. Hochmoore) dezimiert oder sogar vernichtet haben – mit den katastrophalen Auswirkungen, die sich aus der heutigen Sicht für das gesamte Ökosystem Erde ergeben.

Das ändert natürlich alles nichts daran, dass sich ein Gartenbesitzer ärgert, wenn Weidenbohrerraupen Pflanzen zum Absterben bringen, das ist mir klar. Ich denke, das ist eher alles eine Frage der Sichtweise bzw. der Wahrnehmung des Gesamtsystems.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland 

 

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Makronist

Hallo helko,

auch von mir ein herzlich willkommen bei Makrotreff!

Deine Raupe gefällt mir gut, die Bildanalyse hat Roland bereits gemacht. So eine Weidenbohrer-Raupe habe ich bis jetzt noch nie gesehen, hoffe ich bekomme sie auch mal vor die Kamera.

Schöne Grüße

Werner

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