Violetter Krokus - mal anders
Krokus-Blüten sind natürlich hoch-fotogen. Aber auch die Blätter verdienen einmal, genauer betrachtet zu werden.
Durch- und Auflicht.
Krokus-Blüten sind natürlich hoch-fotogen. Aber auch die Blätter verdienen einmal, genauer betrachtet zu werden.
Durch- und Auflicht.
Nachdem Roland kürzlich meinte, die "Bilder machen sich bei deiner Maschine ja ganz von alleine", wollte ich das tatsächlich ausprobieren. In der Tat ist ein Stack mit 30fps schnell fertig - Trotzdem dauert es bei 300 Bildern eben 10 Sekunden. Und die braucht man für 1mm Schärfentiefe. Rechenaufgabe:
Wenn die Wahrscheinlichkeit, dass eine Laus sich innerhalb von 10s bewegt, 80% beträgt, wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass 2 Läuse sich in dieser Zeit nicht bewegen?
Um bei der derzeitigen Schwammerl-Schwemme auch einen Beitrag leisten zu können:
In den Lamellen eines (vermutlichen) Wiesen Champignons tummelten sich hunderte winzig kleiner dunkelbrauner Springschwänze. Einen davon habe ich hier versucht zu portraitieren. Nicht ganz einfach, die Tierchen sind wirklich winzig, (ABM 50:1).
Die gemeine (oder grüne) Florfliege (Chrysoperla carnea) ist ein wahrer Farbkünstler:
1. Die Augen: Nur im Auflicht sind sie "golden" (bzw. gelb-orange), im hier dominierenden Gegen- und Streiflicht kommen die Grüntöne zur Geltung.
Nachdem sich Wolfgang schon seit Wochen auf Samhain freut, hier nun mein Beitrag. Kein UV, dafür polarisiertes (Durch-) Gegenlicht.
Bei dieser kleinen Mücke wollte ich eigentlich nur einen Flügel mit den schönen Interferenzfarben darstellen. Nun habe ich aber noch die Diskussion um Fraukes Mantiden im Hinterkopf, mit Rolands Aussage:
"... Beispielsweise ein Ausschnitt eines Knies [...] sollte und wird dann wohl eher einen medizinischen Hintergrund haben."
Das trifft dann wohl für einen isolierten Flügel auch zu.
Mit Schmetterlingsmücken (Psychodidae) habe ich mich schon öfter mal beschäftigt. Hauptproblem: Außer den Haaren sieht man fast gar nichts, vor allem die (eigentlich schönen) Augen gehen fast unter (z.B. hier).
Mit einer Prise UV-Autofluoreszenz plus etwas direktem (nicht-diffusem) Licht kann man sie aber zum strahlen bringen!
Den Hintergrund habe ich diesmal "unbehandelt" belassen.
Ameisen habe ich nur sehr selten unter dem Mikroskop. Sie geraten mir immer irgendwie martialisch.
Der Bart ist eine Herausforderung fürs Stacken. Besser krieg ich es momentan nicht hin.
Ich kanns einfach nicht lassen, mit den Farnen. Der Hirschzungenfarn führt ein absolutes Schattendasein in unserem Garten (vgl. Bild 2). Ich musste ihn einfach mal an ein energetischeres Licht bringen. Die Sporangien wohnen hier in länglichen Streifen, statt in runden Tüpfeln.