Schnaken Portrait
Tipulidae sp. (Zur Abwechslung mal nur weißes Licht ohne UV). Bei der Artbestimmung bin ich leider verzweifelt. [ Evtl. Tipula pagna (m)]
Tipulidae sp. (Zur Abwechslung mal nur weißes Licht ohne UV). Bei der Artbestimmung bin ich leider verzweifelt. [ Evtl. Tipula pagna (m)]
Jedes Jahr zum Mai dieselbe Herausforderung: Der "Stamm" der Antennen ist so dick wie (mein dünnes) menschliches Haar, die feinen Härchen haben etwa 3-5 Mikrometer im Durchmesser.
Hier noch ein (fast) passendes Gedicht von Wilhelm Busch:
Dich freut die warme Sonne.
Du lebst im Monat Mai.
In deiner Regentonne,
Da rührt sich allerlei.Viel kleine Tierlein steigen
Bald auf-, bald niederwärts,
Und, was besonders eigen,
Sie atmen mit dem Sterz.
Noch ein Nachtrag zum Silberfischchen.
Beleuchtung: Epi-UV, wobei die Schuppen selbst nicht fluoreszieren, sondern das Abdomen dahinter. Dadurch werden die Schuppen von hinten durchleuchtet (und das bei einer Auflicht-Lichtquelle(!))
Der Abstand zwischen zwei "Adern" auf den Schuppen beträgt ca. 3µm.
Kleiner Ausschnitt (ca. 5mm²) aus dem Oberpfälzer Waldboden.
Das Kohlweißlings-Ei hat mir keine Ruhe gelassen. Die Unterschiede zu meinen ersten Versuchen:
1.) Das Ei (bzw. die werdende Raupe) hat sich weiterentwickelt, was man an den unterschiedlichen Färbungen sieht.
Der kleine Kohlweißling klebt seine Eier einzeln in großem Abstand an die Unterseite von Kohlblättern. Dieses Jahr gibt es bei uns wohl keinen Blumenkohl, dafür flattern jede Menge Kohlweißlinge im Garten herum.
Die Eier haben einen Durchmesser von unter 0,5 mm, die feinen Strukturen sind ca. 8 Mikrometer (0,008mm) breit. Bei diesen Vergrößerungen ist die Beleuchtung das größte Problem, um zu einem kontrastreichen Bild zu kommen.
Zu Bild 3: Im nächsten Stadium kann man den werdenden Schmetterling dann schon locker aus der Hand fotografieren!
... so sieht man halt aus, nach Corona shut down, und kein Friseur-Termin in Sicht!
(Aufgrund der extremen Kontraste und der Haare eine Herausforderung für den Micronisten)
Mitu 20xNA 0.42 bzw. Mitu 50HR NA 0.75
Es gibt schon merkwürdige Tiere:
Die Larven der Familie der Schaumzikaden (welche Art es hier genau ist, weis ich nicht), leben in selbstgebastelten Schaumwolken. Sie pumpen Luftbläschen aus der Atemhöhle in eine aus dem After austretende Flüssigkeit. Um dann selbst wieder atmen zu können, schöpfen sie regelmäßig Luft mit der Hinterleibsspitze an der Schaumoberfläche (ähnlich wie Mückenlarven).
Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen, wie der Blaustern aus der Nähe aussieht.
Bild1,2: ABM 5:1 bzw. 20:1
Das letzte Bild ist mit dem 15mm LAOWA Macro (ca. 1:1) gemacht.
Leberblümchen im ABM 20:1
Die "eierschachtelartige" Struktur der Blütenblätter sorgt für deren irisierende Wirkung.
(Allererstes (Test-) Ergebnis mit meinem neuen Mikroskop-Aufbau).