Werkstatt-Makrofoto

Fundgrube Wollziest 6

Auch winzige Winzlinge lieben Wollziest.

Bild 1) Die Gemeine Halmfliege ist nur etwa 2 mm groß. Vor allem im Herbst sieht man sie häufig. Dann können sie in Massen auftreten und als Lästlinge in Häuser eindringen. Als Winterquartier bevorzugen sie gern helle und hohe Gebäude.

Die adulten Fliegen ernähren sich besonders von Nektar und Honigtau. Die Larven leben von Blatt- und Wurzelläusen. Sie verpuppen sich im Erdboden, wo ein Teil auch überwintert.

 

Tagpfauenauge an den Herbstastern

Vor dem Regen war einige Tage lang an den Herbstastern Hochbetrieb. Heute ist es wieder warm und die Schmetterlinge sind wieder da. Zitronenfalter, Admiral und Tagpfauenauge sind schon da. Der Kleine Fuchs und der Weißling kommen bestimmt auch noch.

Leider sind die Astern durch das Mistwetter aus Sturm und starkem Regen nicht mehr so schön als Ansitz.

Darum zeige ich ein paar Bilder, die ich vor zwei Wochen machen konnte.

Sand-Steppenrüssler in der Döberitzer Heide

Da es beim Makrotreff etliche Rüsselkäferfans gibt: hier mein schönstes Rüsselkäfer-Foto aus diesem Jahr. Es handelt sich m.E. um den Sand-Steppenrüssler (Coniocleonus hollbergii).

Er ließ sich in aller Ruhe fotografieren... Ich mag das Foto, weil der Käfer komplett ist ;) und der Rüssel durch die Position schön freigestellt ist.

Wie schon der Name vermuten lässt, bevorzugt der Sand-Steppenrüssler magere, trockenwarme Standorte. Laut Roter Liste Deutschlands ist die Art in ihrem Bestand gefährdet.

Fundgrube Wollziest 5

Hier schicke ich euch die nächsten kleinen Tierchen, die den Wollziest besucht haben.

Bild 1) Die Goldfliege (Lucilia sericata) ist eine sehr schöne Fliege aber als Hygieneschädling hat sie einen sehr schlechten Ruf. Sie spielt bei der Verbreitung von humanpathogenen Krankheitskeimen eine wichtige Rolle.Die Eier legen die Weibchen gezielt an tierischen Nahrungsmitteln ab. Die Eiablage kann sogar in Kühlschränken und Kühlräumen erfolgen. Die Larven schlüpfen unter geeigneten Bedingungen bereits nach 24 Stunden.

Gemeine Wiesenwanze

Die Bestimmung  "Gemeine Wiesenwanze" ist eher eine Vermutung, da durch die Tautropfen die Merkmale der Wanze nicht so genau zu erkennen sind. Dafür zaubern die Tautropfen aber ein schönes Fotomotiv. 

Die technischen Daten: 1/30sec, f/ 5,0, ISO 640, Stack aus 36 Einzelfotos; Stativ;

Da ich sehr früh unterwegs und es windstill war, konnte ich diese doch lange Belichtungszeit wählen.

Viele liebe Grüße an alle, die das Foto betrachten

Charly

Riesen-Schlupfwespe (Dolichomitus mesocentrus) – Korrektur: Schlupfwespe (Ichneumonidae)

Hallo,

das Insektenjahr geht dem Ende entgegen. Wie schade! Aber noch ist es nicht ganz vorbei.

In den letzten Tagen konnte ich die Riesen- Schlupfwespe (Dolichomitus mesocentrus) beobachten. Das Tier ist 25-35 mm, mit Legebohrer bis 80mm lang. Die Literatur sagt, sie parasitiere in der Regel Bockkäferlarven. Bei uns treibt sie sich an den Wildbienennestern in „Insektenhotels“ rum.

Punktierte Glasflügelwanze (Stictopleurus punctatonervosus)

Im Garten, auf einem Frauenmantelblatt, habe ich die Wanze entdeckt.


Zuerst dachte ich es sei eine Hellbraune Glasflügelwanze (Rophalus subrufus). Erst am Rechner habe ich die Punktierung erkannt. Demnach handelt es sich wohl um eine Punktierte Glasflügelwanze (Stictopleurus punktatonervosus). Es gibt sie in unterschiedlichen braun, schwarz und grau Tönen.