Fleischfliege

Bei diesem Foto habe ich mal die interne Focusstacking Funktion der Olympus OMD-EM5ii, das 60mm Olympus Zuiko Makroobjektiv sowie 3 Zwischenringe von insgesamt 47mm benutzt.

Viele Grüße!

Frank

 

Kommentare

Profile picture for user Erika Post

Hallo Frank,

das sieht beeindruckend aus!

Zwei Verbesserungsideen:

Wenn Du den Stack weiter vorne angefangen hättest (ich weiß nicht, wie das mit der Automatikfunktion geht, manuell gehe ich da immer auf Nummer sicher und fange noch im Unscharfen Bereich an...) wäre der interessante Vorderbereich des Kopfes auch scharf.

In Lightroom (oder einem anderen Programm) würde ich die Lichter rausnehmen, damit der Hintergrund abgedämpft wird und die Tiefen so weit erhöhen, dass der vordere Teil des Kopfes heller und somit brillanter wird. Diese HDR-Einstellung benutze ich eigentlich so gut wie immer.

Liebe Grüße

Erika

Profile picture for user Roland

ADMIN

Hallo Frank,

auch ich finde das Bild "beeindruckend", da schließe ich mich der Formulierung Erikas an. Das trifft es sehr.

Ergänzend zum oben bereits Angesprochenen folgende Gedanken:

Focus Stacking

Der Stack ist technisch gesehen (Stärke und Anzahl der einzelnen Schärfeebenen, softwareseitige Berechnung) in Ordnung.

Das, was Erika anspricht, ist wirklich wesentlich. Du hast die beiden Facettenaugen der Fliege super in den Stack mit aufgenommen, sie sind somit voll scharf. Aber die Fliege hat auch noch ein "Gesicht dazwischen". Das ist die Maske und auch die noch weiter hervorstehenden Fühler. Und beides MUSS scharf sein, wenn man schon so weit geht, dass man das Foto stackt. Maske und Fühler gehören zum Kopf – also zu dem Körperteil, wohin der Betrachter als erstes schaut. Und das sind eben, wenn auch super groß, nicht nur die Facettenaugen. 

LÖSUNG:
In so einem Fall unbedingt vor der Erstellung der Stackreihe klären, wo der vorderste Punkt ist, sprich die erste Aufnahme angesetzt wird. In diesem Falle muss dieser Punkt an der vordersten Spitze der Fühler liegen, gegebenenfalls aus Sicherheitsgründen sogar noch ein knappes Stück davor "im Luftraum". Dann kannst Du anschließend am Rechner den korrekten Startpunkt exakt auswählen.

Hintergrund

Zur Helligkeit des Hintergrunds hat Erika bereits alles Notwendige geschrieben.

Perspektive

Du hast die Fliege von schräg oben gestackt. Dadurch hat der Betrachter zwar einen Blick auf die attraktive Körperoberseite mit ihren Flügeln, aber diese Perspektive "drückt" gleichzeitig die Fliege ein wenig nach unten. Es ist nicht die klassische "Augenhöhe", die so viel Respekt zum Ausdruck bringt, ja eine respektvolle Begegnung mit der Fliege ermöglicht.

LÖSUNG:
Gerade wenn die Fliege so lange still hält und eine Focus Stacking-Reihe gemacht werden kann, bietet sich eine weitere Senkung der Kamera bis auf tatsächliche Augenhöhe an. Damit wird zwar der oben angesprochene Blick auf den Rücken (wie gesagt: gleichzeitig "Blick von oben [herab]") ausgeschlossen. Dafür gibt´s aber die echte Augenhöhe – und das ist DIE wahre Begegnung mit einem solchen Tier. Dann wird das Foto richtig spannend, der Betrachter hat die Möglichkeit, dem Tier so richtig nahe zu kommen. Das ist nochmal eine ganz andere Wirkung.

Trotzdem ist dies schonmal ein gutes Foto. Wir gehen hier in der Bildbesprechung in die Details, bitte siehe das so und "übersehe" dabei nicht, dass es sich von grundauf schonmal um ein gutes Foto handelt!

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Profile picture for user Michelser
Makronist

Hallo Erika und Roland, danke für eure Tipps! Die Olympus OMD-EM5ii macht bei der Stacking-Funktion leider nur 8 Fotos und verrechnet diese danach gleich intern. Es gibt noch die interne Focus-Bracketing Funktion mit welcher man bis zu 999 Fotos unterschiedlicher Schärfenebene schießen kann, für diesen Abbildungsmaßstab die bessere Funktion. Diese Fotos muß man dann allerdings mit PC-Software stacken.

Was den Hintergrund anbetrifft werde ich das Foto morgen nochmal in Lightroom bearbeiten.

Viele Grüße!

Frank

 

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