Fotografiert in einem Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Priwall-Travemünde. Bläulinge sind hier seit vielen Jahren zu finden, es werden aber leider immer weniger. Der südliche Teil der Halbinsel wird sich selber überlassen und dient somit als Rückzugsort für viele einheimische Tierarten.
Die Bläulinge waren so mit sich beschäftigt, dass ich mich, vorbei an Brombeer- und Sanddornsträuchern, annähern konnte und eine so Serie von Aufnahmen machen konnte.
Kommentare
Makronist
Hallo Reinhard, über die…
Hallo Reinhard,
über die Planung sind die beiden wohl hinaus... Schade, dass die beiden verschwommenen Halme diesen fantastischen blauen Hintergrund durchschneiden.
Danke für den Einsatz und das Einstellen!
Mainecoon
ADMIN
Hallo Reinhard, tolles…
Hallo Reinhard,
tolles Motiv, ansprechende Perspektive.
Den Aspekt hinsichtlich des Hintergrunds (die beiden schneidenden Halme) sprach Mainecoon bereits an. Bleibt noch ein Punkt übrig, der allerdings Jammern auf hohem Niveau bedeutet:
Schärfeebene
Mit der Blende 5.6 hast Du eine mittlere Blende gewählt und somit nicht das Maximum an verfügbarer Schärfentiefe genutzt. Klar, die schon angesprochenen Hintergrundhalme würden noch mehr "schneiden", wenn die Blende weiter geschlossen wäre. Allerdings bedingt die relativ schmale Schärfentiefe, dass Flügel und Kopf des oberen Falters nicht mehr scharf sind.
Nun ist es bei solchen Paarungsaufnahmen von Faltern zwar schwer, aber dennoch fast Pflicht, genau dieses Ziel anzustreben. Wenn man sie in dieser Position quer fotografiert, dann sollten auch möglichst die Flügel beider Falter scharf sein. Und dafür hat die Schärfentiefe nicht gereicht. Eine Verlagerung der Schärfeebene hätte nicht zum Ziel geführt, da ansonsten der Brustbereich des unteren Falters noch unschärfer geworden wäre. Die einzige Chance liegt also in der Blendenwahl – abgesehen von der Focus Stacking-Methode, die hier aber kein Thema ist, weil ich die Bedingungen bei der Erstellung des Fotos nicht kenne (Windruhe, Falterruhe, Dauer eines eventuellen Stillhaltens der Falter etc.).
Aber wie gesagt, ich jammere hier auf dem berühmten hohen Niveau. Insgesamt ist es ein sehr schöner Bildeindruck, die blauen Falter vor dem blauen Himmel.
In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",
Roland
Hallo Reinhard, Da ich…
Hallo Reinhard,
Da ich Anfänger bin und zu Detailes nichts sagen kann nur soviel:dein Foto hat mich sofort angesprochen.
Die verschwommenen Halme stören leider auch mich etwas. Ich hätte es mit Retusche versucht.
Aber das ist meine Vorgehensweise die nicht immer gut ist.
Dein Foto: mir gefällt es
LG Margret
Hallo Margaret, vielen…
Hallo Margaret,
vielen Dank für deinen Kommentar. Mit Retusche habe ich auch schon einiges versucht, bin aber kein großer Fan hiervon. Hier meine Begründungen, warum ich meine Aufnahmen möglichst im Original einstelle:
1. Es handelt sich hier um Naturfotografie. Störende Elemente gibt es oft als Beiwerk gratis. Die Umgebung hätte ich reinigen können, nicht aber in einem Naturschutzgebiet.
2. Retusche wende ich nur dort an, wo es wirklich störende Elemente gibt, z.B. Mülltonne, Satellitenschüssel usw., ansonsten könnte ich mich nicht mehr mit meiner eigenen Aufnahme identifizieren und präsentiere darüber hinaus der Gemeinde etwas, was nicht der Realität entspricht.
Da kann ich schwer über den Schatten springen.
Aber trotzdem, ich arbeite gerne mit Photoshop und Co. Sind die Eingriffe zu umfangreich, so freue ich mich über das Ergebnis, die Aufnahme bleibt aber auf der Festplatte.
Man kann vortrefflich über dieses Thema und andere Themen in der Fotografie diskutieren. Deshalb freue ich mich über jeden Kommentar zu meinen Aufnahmen.
Nochmals vielen Dank
und viele Grüße aus Lübeck
ADMIN
"Retusche" während und nach…
"Retusche" während und nach der Aufnahme: ja oder nein?
Hallo Reinhard,
ja, es gibt seit vielen Jahren eine heiß geführte Diskussion darüber, in welchem Maße man störende Elemente während der Erstellung des Fotos oder anschließend im Zuge der Bildbearbeitung entfernen soll/darf. Wie stark dürfen Eingriffe in Naturfotos sein?
Die Beantwortung der Frage hängt auch stark mit der Zielsetzung des Fotografen bzw. der Fotografin zusammen: Steht der dokumentarische Ansatz im Vordergrund oder mehr der künstlerische und/oder ästhetische. Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.
Noch schwieriger wird die ganze Sache in sensiblen Naturräumen wie Naturschutzgebieten, aber auch in wertvollen Bereichen außerhalb abgegrenzter Naturschutzgebiete. Hier sollte das eigene Handeln während der Erstellung von Fotos tatsächlich strengen Grundsätzen unterliegen – wenn dies nicht ohnehin gesetzlich geregelt ist.
Hier gibt es weder ein Richtig oder Falsch, noch führen Verallgemeinerungen zu einem sinnvollen Ergebnis. Ich denke, zu diesem Thema muss sich jeder individuell positionieren – und hat damit dann für sich auch Recht, für sich und sein Vorgehen die richtige Lösung gefunden.
Insofern kann ich Deine Ausführung gut nachvollziehen.
Lieber Gruß,
Roland
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