Am Rofan

Aufgenommen im Rofangebirge am Achensee. Mft System, Olympus 

Kommentare

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Hallo SoWie,

Du hast das Hauptmotiv sehr bildwirksam in die rechte Bildhälfte platziert, mit Blickrichtung nach links. Das sieht gut aus.

Allerdings ist das steile Sonnenlicht etwas hart. Dies führt unter anderem dazu, dass einzelne Bereiche im schwarzen Gefieder nach unten absaufen, sodass keinerlei Strukturen mehr erkennbar sind. Und so ist leider auch das Auge im tiefen Schwarz verschwunden, das ist schade.

Sehr schön ist, dass die Hangkante und der Blick auf den Gegenhang erkennbar sind. Damit ist eine typische Lebensraumsituation für diesen Vogel mit im Bild.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Hallo SoWie,

Ich habe schon viele Vögel fotografiert und ideal war deine Foto Situation mit dem starken Sonnenlicht und den Schlagschatten nicht. Mit der Selektivmessung und der Belichtungskorrektur von +2 im M Modus der Kamera, hätte ich das bestmöglich bei meinen Canon Kameras geregelt. Bei sonnigem Wetter macht es am meisten Spaß unterwegs zu sein. Das kann ich gut nachvollziehen.

Ich habe gesehen du benutzt Olympus, da ist manches anders, daher habe ich ein wenig recherchiert und vielleicht hilft dir der obere Link beim nächsten Mal weiter.

Alternativ kannst du mit Bildoptimierung noch einiges herausholen. Der unterere Link..

Viele Grüße Christine :-)

http://www.digitalphoto.de/ratgeber/kamerfunktionen-erklaert-olympus-multi-funktion-100316742.html?page=1

https://www.dxo.com/de/fotografie/dxo-academy/tutorien/spitzlichter-und-schatten-mit-dxo-opticspro-10-meistern

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ADMIN

Hallo Sonja,

das ist korrekt, Du kannst über die Belichtungskorrektur in die kameraseitig vorgeschlagenen Werte eingreifen. Im Fall des (zu) schwarzen Gefieders könntest Du also bereits beim Fotografieren etwas mehr Licht "durchlassen", was dem Gefieder gut tut – aber den sonnenbeschienenen Bereichen im Bild weniger. Die werden dann zu hell.

Das ist genau das Dilemma beim Fotografieren bei hohem Sonnenstand. Das Licht ist steil und hart. Es liegt ein so hoher Kontrastumfang vor, dass die Kamerasensoren Probleme bekommen; hell wird schnell zu hell, dunkel zu dunkel.

Nun kann man natürlich über die Bildnachbearbeitung ein wenig korrigieren. Im Bild oben kannst Du beispielsweise die dunklen Lichtbereiche etwas anheben. Dadurch wird das Gefieder ein wenig aufgehellt. Und solltest Du im RAW-Format gearbeitet haben, werden dabei auch noch Strukturen erscheinen, die im Moment nicht sichtbar sind.
Aber eine solche Nachbearbeitung hat natürlich auch ihre Grenzen. Zum einen müssen tatsächlich Strukturen im Schwarz vorhanden sein, sonst können sie nicht rauskommen. Das geht logischerweise nach dem Motto: Wo nichts ist, kann auch nichts rausgeholt werden.
Zum anderen, und das darf nicht unterschätzt werden, "verschiebt" eine nachträgliche Aufhellung Schwarzbereiche ins Grau. Dies geht sehr schnell zu Lasten der Brillanz. Nach der Aufhellung können zwar wieder Kontraste hinzugefügt werden, aber wenn das Ausgangslicht zu steil war, wird auch das keine wirklich befriedigende Ergebnisse liefern. Und die insgesamt eher ungünstige Charakteristik der Licht- und Farbwiedergabe infolge des harten Lichts bleibt letztendlich im Bild erhalten.

Deshalb gilt auch trotz der zahlreichen Möglichkeiten im Rahmen der Bildnachbearbeitung:

In der Regel das Fotografieren bei steilem, harten Sonnenlicht (Mittagssonne) meiden. Ausnahme: beabsichtigte Spezialwirkungen. Diffuser Himmel oder flacherer Sonnenstand bringen meist die besseren Lichter und Farben ins Bild.

Lieber Gruß,

Roland

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Ciao SoWie

Nicht vergessen sollte man bei all den lehr-/lernreichen fotgrafischen Hinweisen: Es handelt sich beim Motiv um eine Alpendohle. Gerade in meiner engsten Heimat (Luzern / Innerschweiz) leben sehr grosse Kolonien. Sie übernachten in der Regel in der Höhe, aber je nach Wetterlage und Saison stechen sie - oft in Schwärmen - von den Berggipfeln (Pilatus!) runter ins Tal. Dohlen haben sich stark dem Menschen angepasst, auf meinen Touren muss ich oft auf mein Picknick aufpassen, damit die Dohlen oben in den Bergen nicht etwas vom Essen wegschnappen.
Mehr zu den Aplendohlen (Rabenvögle)  siehe z.B.:
http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/alpendohle

Eine besonder kulturgeschichtliche Komponente zum Thema "Alpendohlen" aus meiner Heimatstadt Luzern:
"Ein tragischer Tag in der Geschichte der Hofkirche ist der 27. März 1633, ein Ostersonntag. Der Dachdecker Peter Steiner hatte den Auftrag, die Dohlen von der Hofkirche zu vertreiben. Gegen Abend nahm er seine Flinte und schoss. Dabei geriet leider das trockene Holz der Kirche in Brand. Fast die ganze Hofkirche brannte ab. Nur die Türme überlebten das Inferno. Dank Spenden aus der Bevölkerung wurde die Hofkirche wieder aufgebaut."

Herzlichen Gruss aus der Innerschweiz

Mandi

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Hallo Mandi,

da gebe ich dir vollkommen Recht, das ist ganz wichtig das nicht zu vergessen und dass, das nicht untergeht.

Ich mag Dohlen und Rabenvögel unheimlich gern. Eigentlich alle Vögel bzw. Tiere und wo ich wohne, gibt es ziemlich viel Raben und einige Eichelhäher im Wald.

Die sind ziemlich intelligent, da gibt es Videos wo Raben, Eichelhäher und auch Dohlen mit Werkzeugen arbeiten um an ihr Futter zu gelangen. Diese Art Vögel sind genauso Intelligent wie Papageien.

Eine interessante Geschichte mit dieser Kirche damals. Aber Ehrlich gesagt, habe ich kein Mitleid, denn wer Tiere schlecht behandelt, hat nichts Besseres verdient. Klingt hart, aber ist so. Ich hoffe das war 1633 den Leuten eine Lehre. Die Kirche hat sowieso viel auf dem Gewissen.

Liebe Grüße Christine

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