Schmuckkörbchen

Hier gefällt mir der Hintergrund richtig gut :-) 

Das Bild ist beschnitten, an Farbe und Kontrast gezogen. 

Kommentare

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ADMIN

Hallo Marny,

ein sehr farbenfrohes Foto mit ausgeprägtem Farben-Bokeh.

Mir liegt in den Blüten ein wenig zu kräftige Sonne. Die Blätter sind nahe an der Grenze zur Überstrahlung, insgesamt ist das Licht recht hart. Aber darum geht es hier nicht vorrangig. Der Blick geht zum Bokeh:

Das Bokeh ist sehr farbenfroh. Es sind leichte, wolkige Strukturen sichtbar, die vomnder Vintage-Optik herrühren – also vom Helios 44-2. Hier kann dieses tolle Objektiv nun mal zumindest ein wenig zeigen, was es kann. Zumindest ein wenig? Ja, es kann deutlich mehr. Ob das hier in dem Fall auch sinnvoll gewesen wäre, sei dahingestellt. Ich möchte damit vielmehr sagen, dass es nicht weniger sein sollte. Denn dann käme wieder die Frage bezüglich des Einsatzes einer modernen Optik auf den Tisch.

Also: Im Vergleich zu den paar vorherigen Bildeinstellungen ein Foto, bei dem das Helios auch seine positiven Spuren hinterlässt :-).

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Makronist

Was hätte ich da jetzt anderes machen sollen, um ein stärkeres Bokeh bei dem Motiv zu erreichen? Wäre das überhaupt möglich gewesen? Wenn ja wie, oder sprengt das hier den Rahmen? 

Das Licht war viel zu hart. Das Bild ist um 11.37 Uhr aufgenommen. Hier hätte wohl der weiße Regenschirm geholfen, den ich natürlich auch nicht dabei hatte, da ich keinen besitze .....Ich sehe mich irgendwann mit einem Koffer durch die Lande streifen um Fotos zu machen ;-)

Gruß Marny

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ADMIN

Nein, nein, nein, keinen Koffer, und auch keine Schubkarre! Nur lernen, die Augen passend zur gegebenen Situation richtig zu lenken. Das ist die Kunst. Nicht alle Motive können zu jeder Zeit befriedigen abgelichtet werden. Dies einschätzen zu lernen und dann zu erkennen, was geht und was nicht – das ist höhere Fotokunst – und zwar weit weg von Ausrüstungs- und Kostenfragen.

Lieber Gruß,

Roland

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ADMIN

Hallo Marny,

viele Makronisten unterschätzen ein wenig die Fotografie mit Vintage-Objektiven. Es gilt hier tatsächlich der Satz:

Bei der Fotografie mit Vintage-Objektiven musst Du lernen, anders wahrzunehmen und anders zu schauen.

Dies ist grundlegend. Und es hat einen sehr großen weiteren Vorteil: Hat man dieses neue Wahrnehmen und Schauen gelernt, hebt das auch die Fotografie mit modernen Objektiven auf ein neues Niveau! Es führt also auf beiden Baustellen zu einer gravierenden Verbesserung.

Es ist gut, jetzt eine Pause zu machen – und dann geht´s weiter... .-)!

Bis dahin lieber Gruß,

Roland

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Makronist

Hallo Marny,

mach dir keinen Kopf! Während des Vintage-Workshops gab es einige - und wirklich gute FotografInnen - , die gefrustet hinwerfen wollten. Und dann ist plötzlich der Knoten geplatzt. Voraussetzung war allerdings, sich an das zu erinnern, was uns Roland zuvor über die andere Art des Schauens bei der Vintage-Fotografie erklärt hatte. 

Außerdem kann nicht jeder mit jedem Objektiv. Ich vergleiche (für mich) den Umgang mit einem Objektiv mit dem Hineinschlüpfen in Kleidung: Fühlt man sich darin sofort wohl, oder bereiten das Hemd oder die Hose eher Unbehagen? Nicht umsonst sprechen einige in Bezug auf Objektive von ihren "Lieblingslinsen". Mir geht es z. B. mit dem 50 mm 2.0 von Olympus so. Viele haben Probleme damit wegen der knappen Schärfentiefe. Ich das Teil nehmen und sofort lieben war eins.

Umgekehrt habe ich mich nach dem Workshop beispielsweise dazu entschlossen, mein 1a-Helios wieder abzugeben. Geholt, weil mir die "Nüchternheit" dieses Objektivs bei Bildern anderer Fotografen so gut gefiel, merkte ich dann in der Praxis für mich, dass sie sich für meinen Einstieg in die Vintage-Fotografie nicht eignete, weil ich damit nicht spürte, wann sich der Einsatz dieser Linse lohnt.

Anders formuliert: Als ich eine Linse nutzte, die wesentlich mehr "malt", sah ich auch erst, welche Einstellung, welches Motiv sich eignet für gute Fotos.

Daher würde ich Rolands Vorschlag unterstützen und dir zu einer Pause mit dem Helios raten - und zur Anschaffung irgendeines billigen "Krachers", der dir die Effekte besser zeigt als ein feinnerviges Helios. 

Viele Grüße

Mainecoon
 

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ADMIN

Hallo Mainecoon,

ich habe mich anscheinend etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte keine Pause mit dem Helios 44-2, sondern mit dem Fotografieren hier und jetzt. Nach dieser (kurzen) Pause zum Sackenlassen der vielen neuen Infos kann es durchaus wieder weitergehen – auch mit dem Helios –, auf jeden Fall dann, wenn sich der Anfangsfrust gelegt hat :-).

Lieber Gruß,

Roland 

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Makronist

Hallo Marny,

ich kenne das Gefühl sehr gut, aber das wird nicht so bleiben!

Wie Roland schon schrieb, es ist eine ganz andere Form des Fotografierens mit anderen Parametern, die dir vermutlich zum Teil einfach noch nicht bekannt sind. Ich bin zum Workshop gegangen mit meinen beiden "Sorgenkindern", habe dort viele Parameter kennen gelernt, Roland die beiden Problemfälle testen lassen und mit ihm zusammen mit beiden geübt.

Das Fazit waren einige herausragende Bilder und die Erkenntnis, dass ich beim einen Problemfall aus Unkenntnis viel falsch gemacht hatte und das abstellen konnte, und dass der andere Problemfall einfach für mich nicht gut handhabbar war. Also habe ich mich davon getrennt. Und mir statt dessen Linsen zugelegt, mit denen ich prima klar komme und die mir Freude machen.

Zusammengefasst war mein Erfolgsrezept also: Unwissen in Kenntnis verwandeln und die positiven Dinge verstärken. Und das macht wirklich Spaß!

Viele Grüße

Mainecoon

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