Hagebutten

mit Blende 2.8

eigentlich ist das Pentagon 2.8/29 ein Weitwinkel aber Nahaufnahmen gehen auch

Kommentare

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ADMIN

Hallo Sigi,

ja, auch mit einem Weitwinkel kann man im Nahbereich fotografieren. Manche der alten Objektive haben eine erstaunlich geringe Mindesteinstellentfernung und könnten schon fast als Makroobjektive durchgehen :-).

Sollte es dennoch mal nicht ausreichen, hilft ein (schmaler) Zwischenring. Allerdings sollte man dann noch mehr als sonst darauf achten, dass sich das Hauptmotiv nicht zu nahe an den Bildrändern befindet. Denn mit dem Zwischenring verlässt man die "Komfort-Zone" des Objektivs. Die Abbildungsleistung leidet also ein wenig, wenn man die vorgegebene Mindesteinstellentferung unterschreitet. Und da die guten alten Obis ohnehin bei Offenblende zu den Rändern hin an Leistung verlieren, verschärft sich dies durch die zusätzliche Verwendung eines Zwischenrings noch.

Lieber Sigi, dieses Foto oben von den Hagebutten ist auffallend gelb- bis braunstichig. Vielleicht kommt dies von der von Dir verwendeten Optik. Im "Normalzustand" sind die Linsen des Pentacon 2.8/29mm klar. Aber vielleicht hast Du eins erwischt mit einem Belag. Überprüfe mal, ob Du eine Trübung, vielleicht sogar einen gelblichen Belag auf den Gläsern erkennen kannst.

Wir hatten dies schonmal vor einiger Zeit. Überprüfe zusätzlich mal die Einstellung Deines Weißabgleichs in Deiner Kamera; er sollte immer auf "automatisch" stehen. Sollte dies irrtümlich verstellt sein, unbedingt wieder neu einstellen.

Das Foto hat ein sehr schönes Bokeh – das aber leider etwas im starken Braunton untergeht. Solltest Du das Bild im RAW-Format gemacht haben, lohnt es sich, nachträglich den Weißabgleich zu verändern. Dies wird zu einer deutlichen Verbesserung der gesamten Bildwirkung führen. Sollte die Einfärbung allerdings ihren Ursprung in einer Eintrübung der Linse haben, wird es etwas komplizierter. Dies ist nicht so leicht auszugleichen.

Aber erst mal klären, woran es liegt... :-)

Dein Foto zeigt übrigens die wunderbare Schärfe des Pentacon 2.8/29mm bereits bei Offenblende. Und diese Schärfe liegt auch an der genau richtigen Stelle!

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Profile picture for user Sigi Weyrauch

Hallo Roland,

also nun hat es mich nicht in Ruhe gelassen:

beim Durchblick des Pentagon Glases seh ich alles nur klar

der Weißabgleich an der Kamera ist auf automatisch

Ich nehme grundsätzlich nur im RAW auf

Aber: Ich vermute mal der Fehler wegen dem starken Braunton liegt bei mir in der Bildbearbeitung?

Ich häng mal dasselbe Foto mit verändertem Weißabgleich (kälter) an wahrscheinlich ist das der Grund?

Jetzt hab ich im Anhang noch 3 Fotos gemacht, das alte Hagebutten Motiv find ich nicht mehr leider

Bild 1  Offenblende 2.8  keine Bildbearbeitung nur von RAW auf Jipek

Bild 2  Offenblende 2.8 Farbtemperatur verändert

Biild 3 Offenblende Zwischenring 11mm keine Bildbearbeitung

Warum das Pentagon 2.8/29 ein Weitwinkel ist kapier ich nicht da geht doch Makro oder?

Viele Grüße Sigi

Profile picture for user Flora1958

Hallo Sigi,

die 29 mm deines Pentagons geben an, wo der Brennpunkt vor deinem Sensor liegt.Bei 29 mm liegt er dicht vor der Kamera, bei z. B. 100 mm weiter davon entfernt. Dadurch ergibt sich der Winkel der Aufnahme, d.h. wieviel du von deinem Motiv auf deinem Bild abbilden kannst.

Du kannst das mit einer Haushaltsschere probieren. Du legst sie mit der Spitze fast geschlossen vor dich. Die mittlere Befestigung der Scherenhälften wäre dann der Brennpunkt.Du siehst, hast du die Scherenhälften fast geschlossen ist die Befestigung (Brennweite) weit von dir entfernt. Der Raum , der zwischen den beiden Griffen der Schere liegt wäre dann deine Abbildungsgröße ,sagen wir z.B. bei 100 mm. Öffnest du die Schere weiter wandert die Befestigung(Brennweite) immer weiter auf dich zu. Der Abstand beider Griffe zueinander ist nun sehr weit, eben ein weiter Winkel. Das entspricht dann z.B. deinem 29 mm. Zur Verwendung als Makro hatte dir Roland ja oben schon im ersten Satz  geschrieben.

Vielleicht konnte ich dir so weiterhelfen. ;-)

Mit der Veränderung der Farbtemperatur solltest du lieber ganz vorsichtig umgehen, sonst zerstörst du die Bildwirkung.Das 1. Bild ( Rose) z.B. hat doch sehr schönen Farben, die man hätte nicht viel verändern müssen.

Viel Spaß weiterhin beim Üben wünsche ich dir.:-)

Liebe Grüße

Gabi

 

 

Profile picture for user Sigi Weyrauch

Hallo Gabi,

ja klasse wie du mir das erklärst, jetzt versteh ich das Objektiv besser, danke dafür. Und ich glaub mit der Farbtemperatur da muss ich aufpassen, mir gefallen schon die wärmeren Farben besser, aber im Ergebnis kommt dann dieser gelb und braun Ton zustande. Denke mal da dran liegt es auch, am Objektiv seh ich da nix.

Lieber Gruß Sigi

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo Sigi,

ok, wenn Du den Weißabgleich der Kamera auf "automatisch" eingestellt hast und die Linsen des Objektivs nicht deutlich erkennbar gelb-bräunlich sind, dann ist alles in Ordnung.
Bis auf sehr wenige Ausnahmefälle sollte der automatische Weißabgleich der Kamera zufrieden stellende Ergebnisse liefern. Aus diesem Grund würde ich auch, wie Gabe schon schreibt, sehr zurückhaltend mit den Reglern Farbtemperatur und Tönung umgehen. Hier kann man schnell etwas verschlimmbessern. Vertraue im Zweifelsfall erste einmal der Kameraautomatik.

Lieber Gruß,

Roland

Profile picture for user Mainecoon

Lieber Sigi, das ist ein running gag zwischen Roland und mir. Ich habe so getan, als sei ich ein Schüler, der schüchtern aufzeigt, nachdem der Lehrer gesprochen hat. Also nichts, worüber du dir den Kopf zerbrechen müsstest.

Herzliche Grüße

Mainecoon

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