Letzte Pilze im Winter

Offenblende mit Zwischenring

Kamera am Boden , die hellen Flächen neben den Pilzen wegstempeln ? Eher nicht, die Pilze stehen doch dennoch im Blickpunkt.

 

Kommentare

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Hallo Sigi,

dieses Foto hat wieder einen wunderbaren Hintergrund. Hier zeigt das Oreston, was es kann. Schau Dir mal den Bereich unmittelbar rechts neben den Pilzhüten an: wunderbar. Das ist Malen mit der Kamera! Auch die Farben passen (Stichwort Weißabgleich).

Die Pilze sind leider weniger optimal – aus zwei Gründen:
Erstens stehen sie unten auf dem Bildrand auf. Der vordere ist fast angeschnitten. Gib ihnen hier mehr Platz, belasse einen Rahmen um das Hauptmotiv.
Und zweitens sind sie nicht scharf. Hier fehlt es deutlich an Schärfe. Das Oreston 1.8/50 kann da wesentlich mehr, auch bei Offenblende.

Ich vermute, dieses Foto ist verwackelt. Versuche, die Kamera besser zu stabilisieren. Eine 1/160s kann tatsächlich leicht verwackelt werden. Auf dem Pilzhut sollte eine Stelle sein, die scharf ist, damit sich das Betrachterauge daran orientieren kann.

Versuche auch mal, Dich den beiden Pilze so anzunähern, dass sie quer zur Kamera stehen. Dann kannst Du beide in die Schärfeebene bekommen. Das geht von dieser Perspektive hier nicht. Der hintere wird also immer unscharf sein.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Hallo Roland,

ja so sehe ich das auch und komme zudem zu dem Ergebnis, dass meine Kamera für derartige Motive " am Boden" völlig ungeeignet ist. Warum? Entweder ich lege mich auf den Boden und sehe durch den Sucher um dann die Kamera Stück für Stück hin und her zu schieben bis z.B. die Pilze im Schärfebereich sind. Oder ich kann eine Verbindung über Smarthphone einrichten und dann dieselbe Aktion durchführen. Das hab ich mal getestet, die Qualität der Übertragung auf das Smarthphone kannst du vergessen.

Entweder habe ich da etwas falsch verstanden bezüglich fotografieren mit dem Oreston u.ä. denn da hast du ja nur diese Möglichkeit um an den Schärfepunkt zu kommen, oder ich stelle mich nur ziemlich dumm an!

Bin grad ziemlich ratlos

lieber Gruß Sigi

 

 

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Hallo Roland,

den Kopf hab ich nochmal hängen lassen, aber nur zum üben bevor das Motiv hinüber ist, es lässt mir keine Ruhe, manches ist verändert:

Tage später, die Pilze haben Stress wegen der Kälte

ISO 125  1/800 Verschluss  Zwischenring statt 20 jetzt 11

mit Winkelsucher und Fußmatte Kamera justiert

die Schärfe kommt jetzt glaub ich an die Lamellen vom Pilz

irgendwie gefällts mir jetzt etwas besser

 

komm ich so der Sache etwas näher?

Gruß Sigi

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Hallo Sigi,

ich sehe jetzt erst, dass Du bereits mit Winkelsucher arbeitest. Ich hatte zuerst unten stehende Antwort geschrieben. Vergiss also den Passus mit dem Winkelsucher.

Ja. jetzt sitzt der Schärfepunkt besser.
Suche Dir aber ein Motiv, das nicht so viel Tiefe aufweist wie ein liegender Pilz, besser gesagt sogar wie zwei liegende Pilze. Hierfür reicht die Schärfentiefe der Offenblende nicht. Das hat aber nichts mit Vintage-Fotografie zu tun, diese Gesetzt sind identisch mit denen der Normal-Fotografie. Das Motiv muss flacher sein.

Lieber Gruß,

Roland

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Scharfstellung in Bodennähe

Hallo Sigi,

bin wieder da.

Du hattest mal angedeutet, Dich nach einer neuen Kamera umzuschauen. Hierbei wäre es sehr sinnvoll, eine Kamera auszuwählen, die ein klappbares Display hat – und zwar nicht nur seitlich wegklappbar, sondern auch so, dass du von oben draufschauen kannst. Da gibt es verschiedene Klappmechanismen, die dies ermöglichen. Welches man wählt, ist egal, Hauptsache man kann von oben drauf schauen.

Bis dahin kannst Du Dir mit einem Winkelsucher behelfen, die gibt es relativ günstig im Netz. Anfangs ist das Arbeiten damit zwar ungewohnt. Mir ging es beispielsweise früher so, dass ich nie wusste, in welche Richtung ich die Kameraposition ändern musste, um eine bestimmte Änderung im Sucher zu realisieren. Das liegt daran, dass man ums Eck schaut. Aber da gewöhnt man sich dran. Jedenfalls kannst Du dann mit dem Ding in gebückter Haltung oder auf den Knien hockend scharf stellen und musst Dich nicht der Länge nach auf den Boden legen und dabei die Halswirbelsäule überdehnen.

Und dann gibt´s noch einen Trick, wenn gar nichts mehr geht:
Lege die Kamera auf den Boden, richte sie aus und stelle die Scharfeinstellung des Objektivs irgendwo ein kleines Stück vor das Motiv ein – wo, ist egal. Dann drehst Du den Scharfeinstellring am Objektiv ein kleines Stück in Richtung Motiv, löst aus, wieder ein Stück drehen, löst aus, wieder ein Stück drehen usw..... – so lange, bis Du mit der Schärfeebene hinter dem Motiv angekommen bist.
Anschließend suchst Du Dir am Rechner diejenige Aufnahme raus, bei der der Schärfepunkt ideal liegt. Das ist also so eine Art Focus Stacking-Vorgehensweise, nur, dass man eben kein anschließendes Stacking macht, sondern sich nur eine Einzelaufnahme heraussucht. Da im digitalen Zeitalter Fotos nichts mehr kosten, löschst Du die unscharfen einfach und erfreust Dich an der einen scharfen Aufnahme.

Auch bei dieser Methode musst Du Dein Auge zumindest nicht für längere Zeit an den wenige Zentimeter über dem Boden befindlichen Sucher hinverrenken. Nur einmal kurz eine Zirka-Einstellung vornehmen, und dann mechanisch vorgehen wie oben beschrieben.

Die beste Lösung ist jedoch eine Kamera mit nach oben klappbarem Display. Dann kannst Du die Thermoskanne rausholen, Dich gemütlich hinsetzen und die Kamera präzise platzieren... :-).

Lieber Gruß,

Roland

 

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Klasse Roland,

bin auch wieder da, inzwischen war ich aber nochmal draußen wie du siehst und habe mit dem schon vorhandenen Winkelsucher gearbeitet, so perfekt ist das auch nicht, weil einfach auch da die Sicht eingeschränkt ist. Ja und deine Ausführungen decken sich mit den Versuchen die ich unbewußt schon unlängst auch gemacht habe, das ist auch nervig. Ich bin einfach fast soweit mir nun eine Zweitkamera zu besorgen, wie schon gesagt, nur mehr als 1 Tsd. € geht grad auch net und dann sollte das mit dem M42 passen und falls möglich das 90 ger Objektiv von Tamron.

Ich weiß das ist grad etwas viel auf einmal, aber dieses rumdocktern ist auch net die Lösung. Steh grad voll auf dem Schlauch.

Danke für die schnelle Antwort.

Gruß Sigi

 

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Oh ja Roland,

gut dass wir darüber geredet haben, diesen vorderen Ring hatte ich immer auf der kürzesten Entfernung belassen und demzufolge die Kamera bewegt, was ja letztlich wahrscheinlich auf das gleiche rauskommt, nur hab ich mich unter Umständen etwas blöd angestellt?

Ich geh da nochmal intensiver an das Thema ran, nochmals vielen Dank für die Gehhilfe.

Gruß Sigi

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