Im Frühtau - Knospen entwachsen der Hülle

Die richtig kalten Nächte sind bald Geschichte - die Knospen wagen sich raus aus ihrer engen Hülle, noch etwas zerknautscht suchen sie die wärmende Sonne.
Versuch eine Focus Stackings aus ca. 15 Bildern à la Valentin mit Photoshop (F/9, 1/20", mit Makroschlitten, ca. 10% Beschnitt).

Herzliche Frühlingsgrüsse aus der Zentralschweiz

Mandi

Kommentare

Profile picture for user Ralph Budke
Erstellt von Reinhard (nicht überprüft) on Mo, 09/04/2018 - 20:21 Permanenter Link

Hallo Mandi, 

ich finde die Aufnahme sehr gelungen. Sehr detailreich! Die Wassertropfen, die Hüllen der Blüten und der freigestellte Zweig, großartig. Gefällt mir sehr. 

Viele Grüße aus Lübeck

Reinhard

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Ciao Reinhard

 

Herzlichen Dank für deinen Kommentar - ich hätte gerne noch was im Vordergrund gehabt, damit der Zweig nicht einfach aus dem Blattrand rauswächst. Aber einfach noch einen in den Natur nicht vorhandenen Vordergrund einbauen wollte ich nicht. Zudem habe ich noch keine Erfahrung, wie der Stack mit unscharfen Bereichen umgeht, die in keinem Bild der Reihe scharf sind.

Liebe Grüsse aus der Innerschweiz

Mandi

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Ciao Ute

Die Bearbeitung erfolgte "händisch" in Lightroom, wobei ich diese jeweils nur sparsam einsetze. Presets habe ich nur für sehr spezifische Schwarz-Weiss-Bilder.

Ich habe eine Bilderfolge von 16 Bildern (erstellt ab Stativ mit Makroschlitten) in Lightroom geöffnet, dann exakt nach der "Methode Valentin" gestackt siehe: https://www.youtube.com/watch?v=mhgchyK34P8) und das Zielbild wiederum in Lightroom leicht beschnitten, leicht am Belichtungs- und Klarheitsregeler nachjustiert und auch leicht nachgeschärft. Der Rest kam so aus der Kamera, wobei ich mit dem SIGMA 105mm F2.8 ausserordentlich zufrieden bin, insbesondere wie dieses freistellt.

Liebe Grüsse aus der Innerschweiz

Mandi

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo Mandi,

das Foto ist sehr brillant, dies wurde bereits oben festgestellt.

Allerdings weist der Stack einige Fehler auf, sogenannte Halos. Du erkennst sie beispielsweise am oberen Rand des rechten, vorderen Weidenkätzchens sowie oberhalb der vorderen Kante des unteren braunen Schötchens. Sie entstehen in der Regel aufgrund von Berechnungsfehlern von Seiten der Software beim Zusammensetzen der Einzelfotos. Fast alle Programme haben damit mehr oder wenige große Probleme.

Halos entstehen insbesondere unter anderem gerne an Kontrastkanten und im Bereich von Haaren – also stellt Dein gewähltes Motiv oben ein wirklich klassisches Beispiel hierfür dar. Stacks von Weidenkätzchen sind eine hohe Herausforderung und verlangen in der Regel eine aufwändige Nachbearbeitung.

Ich spreche hier eine "Kleinigkeit" an, die man nur dann sieht, wenn man genau hinschaut. Aber: Sie ist da, diese Kleinigkeit, und deshalb ist es mein Job hier bei Makrotreff, sie anzusprechen :-). Wir jammern also auf hohem Niveau!

Noch ein Gedanke zur Bildaufteilung:

Die (längliche) Grundform des Weidenzweiges hätte sich sehr gut – wahrscheinlich sogar besser – also Hochformatbild angeboten. Dann hätte auch der leicht gebogene Zweig günstiger ins Format platziert werden können, sodass auf der linken Seite nicht so viel freier (brauner) Platz gewesen wäre.

Dass es sich trotz meiner Kritik um ein interessantes und recht gutes Foto handelt, ist den bereits oben stehenden Kommentaren zu entnehmen.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Ciao Roland

Herzlichen Dank für deine ausführlichen und fundierten Überlegungen - wäre ja sehr seltsam, wenn der erste ernsthafte Stack bereits fehlerfrei daherkäme. Deine Ausführungen helfen mir enorm weiter, auch jene zur Bildgestaltung. Das ist wohl eine der grössten Herausforderungen, draussen im Feld: Dort habe ich schon genug zu tun mit der Kamera, den Einstellungen, dem Wind, der Kälte, ...  Und natürlich denke ich über die Bildgestaltung nach (ohne dafür gleich die ganze Natur rundherum abzuräumen, was ich auch schon beobachtet habe).  Aber alle Möglichkeiten, die sich dann in der Bearbeitung auftun (Format, Bild drehen, Beschnitt, ...) immer auch noch mitzudenken, das überfordert mich (teilweise) noch.

Und eine Bemerkung von Valentin in seinem hervorragenden Stacking-Grundlagen-Video hat es mir besonders angetan: Setze dir auch (zeitliche) Grenzen bei der Bearbeitung! Für mich gilt da die 80%-20%-Regel, irgendeinmal geb ich mich zufrieden mit der Bearbeitung und geh lieber wieder raus in die Natur.

Trotzdem: Deine hochkompetenten Kommentare hier im Forum bringen uns alle immer weiter - es ist auch toll zu sehen, wie sich hier viele Fotgraf/-innen weiterentwickeln. MERCI!

Mit lieben Grüssen

Mandi

 

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